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Erstmals seit fünf JahrenIS-Chef erschien in Propaganda-Video

18 Minuten dauert die Aufnahme, in der der Chef unter anderem den Terror in Sri Lanka als Racheakt beschreibt.

© APA (AFP)
 

Der Chef der IS-Terrormiliz, Abu Bakr Al-Baghdadi, ist das erste Mal seit fast fünf Jahren wieder in einem Video zu sehen. Die mehr als 18 Minuten lange Aufnahme wurde am Montagabend über die üblichen Kanäle des Islamischen Staates im Internet verbreitet. In dem Video sitzt Al-Baghdadi vor einer Waffe und spricht zu mehreren Anhängern der Terrormiliz.

Darin erklärt er unter anderem, der Kampf gegen die "Kreuzfahrer" werde lange dauern. Zunächst war unklar, wann genau und wo das Video aufgezeichnet wurde. Allerdings werden in dem Video die Terrorangriffe von Sri Lanka am Ostersonntag erwähnt.

Sri Lanka-Terror als Racheakt

Al-Baghdadi bezeichnete in dem Video die Terrorangriffe von Sri Lanka über Ostern als Rache für die Zerstörung des von den Extremisten ausgerufenen Kalifats. Al-Baghdadi sprach von Vergeltung für die Niederlage in der syrischen Stadt Baghouz. Truppen unter kurdischer Führung hatten die letzte IS-Bastion im Frühjahr nach wochenlangen Kämpfen erobert.

Die Angriffe in Sri Lanka hätten die Herzen der Muslime erfreut, sagt Al-Baghdadi in dem Video. Der IS hatte die Anschläge mit mehr als 250 Toten in der vergangenen Woche für sich reklamiert. Neun Selbstmordattentäter hatten am Ostersonntag in Sri Lanka Angriffe unter anderem auf drei Kirchen und drei Luxushotels verübt.

Letzter Videoauftritt 2014

Al-Baghdadi war zuletzt im Juli 2014 in einer Videoaufnahme zu sehen gewesen. Sie zeigte ihn bei einer Freitagspredigt in einer Moschee der nordirakischen Stadt Mosul, die kurz zuvor von den Extremisten überrannt worden war. Damals hatte der IS gerade das Kalifat ausgerufen und Al-Baghdadi zu dessen Oberhaupt erklärt. Dessen letzte Audiobotschaft verbreiteten IS-Anhänger im August 2018.

Mittlerweile hat der IS sein gesamtes Herrschaftsgebiet in Syrien und im Irak wieder verloren. In diesem Frühjahr nahmen Truppen unter kurdischer Führung die letzte IS-Hochburg Baghouz im Osten Syriens ein. Schon seit langem wird gerätselt, wo sich Al-Baghdadi aufhält.

In der Vergangenheit hatte es mehrfach Meldungen gegeben, der IS-Chef sei bei Angriffen getötet oder verletzt worden. Dafür gab es aber nie Belege. In dem neuen Video sieht er im Vergleich zur Aufnahme aus dem Jahr 2014 deutlich gealtert aus. Verletzungen sind ihm aber äußerlich nicht anzusehen. In Medienberichten hieß es mehrfach, er sei krank. Mit dem von den USA ausgesetzten Kopfgeld von 25 Millionen Dollar ist Al-Baghdadi einer der meist gesuchten Terroristen der Welt.

Kommentare (1)

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Sam125
1
24
Lesenswert?

Also werden nun die Christen für die Vertreibung des IS, aus dem Osten Syriens,

aus Rache ermordet! Da fragt man sich ernsthaft, wieviele Schläfer und auch radikalisierte Islamisten auch hier bei uns in Europa und natürlich Weltweit noch in ihren Startlöchern warten um möglichst viele "Ungläubige" zu töten und Rache für ihre Niederlage zu nehmen! Ich hoffe daher wirklich, dass die Geheimdienste diesbezüglich gute Arbeit leisten und diesmal rechtzeitig alle Terrozellen aufspüren und vernichten können, bevor wieder etwas passiert!

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