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Forum SeidenstraßeKurz in Peking: "China zu ignorieren, wäre absurd"

Bundeskanzler Sebastian Kurz ist davon überzeugt, dass es sinnvoll ist, an der chinesischen Initiative für ein weltumspannendes Investitionsprogramm teilzunehmen. In Peking unterschreibt er heute mehrere Vereinbarungen zwischen Österreich und China, wobei auch die Pandabären im Zoo Schönbrunn eine Rolle spielen.

KURZ, SISI, PUTIN
Sebastian Kurz, Ägyptens Staatschef Abdel Fattah al-Sisi und der russische Präsident Wladimir Putin beim Seidenstraßen-Forum © BUNDESKANZLERAMT/ARNO MELICHAREK
 

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) wird am heutigen Sonntag mit militärischen Ehren von Chinas Premier Li Keqiang zu einem offiziellen Besuch empfangen. Abgesehen von dem Arbeitsgespräch zu politischen Themen wie der Lage in Nordkorea oder dem Handelskonflikt zwischen den USA und China werden aus diesem Anlass auch sechs Vereinbarungen zwischen Österreich und China unterschrieben.

Kurz in China

"China hat beim zweitägigen, international hochkarätig besetzten Seidenstraßenforum in Peking klar seinen Gestaltungsanspruch für die Weltordnung zum Ausdruck gebracht", sagt Bundeskanzler Sebastian Kurz.  "Die Spielregeln werden teilweise gerade neu geschrieben und gestaltet. China ist natürlich gerade dabei, eine neue Weltordnung zu schaffen."

Kurz ist davon überzeugt, dass es sinnvoll ist, an der chinesischen Initiative für ein weltumspannendes Investitionsprogramm teilzunehmen: "China zu ignorieren wäre absurd."

Die Neue Seidenstraße sei eine gute Initiative für ein exportorientiertes Land wie Österreich, denn die globale Welt lasse sich nicht verhindern. Jedoch müsse man sich bewusst sein, dass China in vielen Bereichen ein Wettbewerber sei und seinen Markt schütze.

An dem Forum nahmen 37 Staats- und Regierungschefs aus Europa, Asien, Afrika und Lateinamerika teil, allerdings fehlten große Länder wie die USA, Indien, Japan oder - mit Ausnahme Italiens - die großen EU-Staaten, die das Programm eher kritisch sehen.

Und dabei sind die Pandabären natürlich Chefsache: Kurz persönlich unterzeichnet eine Vereinbarung  über die Intensivierung der Zusammenarbeit des Tiergartens Schönbrunn mit der China Wildlife Conservation Association zum Schutz des Großen Pandas.

Panda Yuan Yuan
Das sehnlich erwartete Panda-Männchen Yuan Yuan kommt im April 2019 im Tiergarten Schönbrunn an. Bis Ende Mai bleibt er zur Quarantäne in der Innenanlage. Ende Mai wird er offiziell den Besuchern vorgestellt. Foto © APA/DANIEL ZUPANC

Schönbrunn ist einer der erfolgreichste Zoos bei der Zucht von Pandas und hat erst im April aus China Ersatz für das im Dezember 2016 verstorbene Pandamännchen Long Hui bekommen und hofft auf weiteren Nachwuchs. Die Zusammenarbeit mit der chinesischen Behörde betrifft Weiterbildungskurse für Mitarbeiter der Panda-Schutzgebiete in Österreich und in China, bei denen es um Artenschutz und Informationen über neue Technologien zum Wohle des Großen Pandas geht.

Fünf weitere Vereinbarungen werden heute im Rahmen des offiziellen Besuchs von Kurz bei Li unterzeichnet. Bei jenen über die wirtschaftliche Zusammenarbeit in Drittstaaten sowie über die Rückgabe eingefrorener Geldmittel aus Fällen, bei denen österreichische Unternehmen betrogen wurden, ist die Unterschrift von Botschafter Friedrich Stift gefragt.

Forschungszusammenarbeit wird verlängert

Der Botschafter übernimmt auch die Verantwortung für eine Verlängerung der Forschungszusammenarbeit im Bereich der Nanotechnologie von 2020 bis 2025 zwischen der chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS) und der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG. Das erste solche Abkommen läuft seit Jänner 2015.

Die Direktorin des Kunsthistorischen Museums (KHM), Sabine Haag, unterschreibt ein Abkommen mit dem Palastmuseum in Peking für geplante Großausstellungen 2021 in Wien und Peking anlässlich des 50. Jubiläums der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Österreich und der Volksrepublik China. Markus Stix, Chef der Bundesfinanzierungsagentur unterfertigt eine Kooperationsvereinbarung mit der chinesischen Großbank ICBC (Industrial and Commercial Bank of China) vor dem Hintergrund der ICBC-Standorteröffnung in Wien.

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Irgendeiner
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"China zu ignorieren, wäre absurd"

Genau Kurz,China zu ignorieren wäre so absurd wie es mit Mitterelehner zu tun und abzulenken und von was anderem zu reden.Und bevors den Sinologen geben steht eine Flurbereinigung an, könnens ja wieder Sobotka vorschicken,man lacht.

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Civium
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Handschlag mit einem

Kommunisten, Geld stinkt nicht oder!!
Hoffentlich hat er auch über die Menschrechte in China gesprochen, oder stand das nicht auf der Tagesordnung!

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Lodengrün
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Wenn er

nicht einmal auf den Caritas Chef hört, Petitionen nicht einmal entgegennimmt.

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BernddasBrot
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Wie lange

hat er für diesen Stehsatz geübt ??

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Lodengrün
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Kurz denkt China könnte ignoriert werden

will mit Ihnen auf Augenhöhe operieren. Da sieht man in welcher Welt er lebt. Soll einmal schauen wie die in der Wallstreet engagiert sind. Die Frage ist ob die uns registrieren. Und wenn man sieht wie sie unsere Produkte kopieren dann weiß man was wir erwarten können.

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Lodengrün
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Ich weiß Rotstrichler

es tut weh mit der Realität leben zu müssen aber Euer hero glaubt doch tatsächlich China etwas diktieren zu können. Ja er darf bei den Pandas mitplaudern aber das wäre auch schon alles. Und die sind nicht billig. Bekanntlich muß man 1 Million US Dollar pro Jahr hinlegen um so ein Tierchen geliehen zu bekommen. Es stimmt aber auch das ein Zoo mit einer gewissen Größe so einen Bär haben muß.

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