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Atomare AbrüstungPutin-Sprecher: ''Trumps Vorstoß nicht ernst gemeint''

"Es wäre ideal, die Welt von Atomwaffen zu befreien", meinte der Kreml-Sprecher. Allerdings dienten diese auch der gegenseitigen Abschreckung.

Trump und Putin - einer nimmt den anderen nicht ganz ernst
Trump und Putin - einer nimmt den anderen nicht ganz ernst © AP
 

Russland bewertet einen neuen Vorstoß von US-Präsident Donald Trump zum atomaren Abrüsten als nicht ernst gemeint. Als Absichtserklärung könne dies begrüßt, als ernsthafte Initiative aber nicht gesehen werden, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Samstag in Peking der Agentur Interfax zufolge.

"Es wäre ideal, die Welt von Atomwaffen zu befreien", meinte er. Allerdings dienten diese auch der gegenseitigen Abschreckung.

Trump hatte sich kürzlich dafür ausgesprochen, die hohen Ausgaben der USA, Russlands und Chinas für Nuklearwaffen zu senken. Die "Washington Post" hatte am Donnerstag berichtet, Trumps Regierung bereite sich auf einen neuen Vorstoß für ein Rüstungskontrollabkommen mit Russland und China vor. Ziel sei es, russische Atomwaffen zu begrenzen und China davon zu überzeugen, einem entsprechenden Vertrag beizutreten. Die Initiative sei noch im Anfangsstadium.

"Es ergibt keinen Sinn"

Der US-Präsident hatte Anfang des Monats am Rande eines Treffens mit dem chinesischen Vizeministerpräsidenten Liu He im Weißen Haus gesagt, es sei "irre", dass die USA, Russland und China Hunderte Milliarden Dollar für Atom- und andere Waffen ausgäben. "Es ergibt wirklich keinen Sinn, dass wir das alle machen." Trump hatte dafür plädiert, das Geld stattdessen "für Dinge auszugeben, die für langfristigen Frieden vielleicht produktiver sind". Liu hatte auf Trumps Nachfrage von "einer sehr guten Idee" gesprochen.

Der frühere Kremlchef Michail Gorbatschow sagte Interfax, es wäre großartig, wenn Trumps Idee tatsächlich in der Politik umgesetzt werden würde. "Es ist wichtig für die gesamte Menschheit. Es gibt kein anderes Ziel." Trump habe seine Rhetorik geändert.

Die USA hatten den INF-Vertrag über das Verbot von atomaren Mittelstreckenraketen mit Russland Anfang Februar mit Wirkung zum 2. August gekündigt. Die US-Regierung warf Russland vor, gegen das Abkommen zu verstoßen, und hatte zugleich bemängelt, dass Atommächte wie China nicht Teil des INF-Vertrages sind.

Kommentare (1)

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paulrandig
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Lesenswert?

Vorschläge:

Es gibt einige Vorschläge, von realistisch bis absurd, einen Atomkrieg zu verhindern:
Die Aktivierungscodes bzw. "roten Knöpfe" wären beispielsweise so in den Körpern von Assistenten des Präsidenten untergebracht, dass diese von ihm getötet werden müssten um schnell daran zu kommen.
Oder es müsste immer ein gewisser Anteil einer Liste aus Kindern/Enkeln/engen Freunden in potentiellen Zielländern leben.
Letztendlich: Warum überhaupt die Fähigkeit zum Zweitschlag? Kommt es zu einem nuklearen Angriff auf eine Seite, überlebt dort ohnehin niemand, und auch die Gegenseite (der ganze Planet) wird durch einen nuklearen Winter und die Verstrahlung der Partikelwolke, die sich über den gesamten Planeten verteilt, ziemlich leiden. Warum sollte ich als Nation also einen Gegenschlag veranlassen und im Gewissen sterben, dass ich damit die gesamte überlebende Menschheit am Gewissen habe?

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