AccessControl ac = AccessControl.getAccessControl(request);

Kolumbien Duque tritt Präsidentenamt an

In Kolumbien vollzieht sich ein Machtwechsel: Der im Juni gewählte rechtsgerichtete Politiker Ivan Duque wird in Bogotá als neuer Präsident vereidigt.

Ivan Duque © AP
 

Ivan Duques Amtsantritt stellt das Friedensabkommen infrage, mit dem sein Vorgänger Juan Manuel Santos den jahrzehntelangen Guerilla-Krieg beendet hatte.

Der 42-jährige neue Präsident will "Korrekturen" durchsetzen. Er findet, dass die linken FARC-Rebellen in dem Abkommen zu milde davongekommen sind. Duque strebt unter anderem Abstriche an der Amnestie für die Rebellen an. Seine Kritiker fürchten, dass der rechte Politiker die Guerilleros wieder in den Untergrund treiben könnte. Die FARC hatte ein halbes Jahrhundert lang gegen die Regierung in Bogota gekämpft, mehr als 260.000 Menschen wurden getötet. Der scheidende Präsident Santos wurde für das Abkommen mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Nach dem angeblichen Anschlagsversuch gegen den venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro hat Kolumbiens Luftfahrtbehörde den Einsatz von Drohnen bei Duques Amtsantritt untersagt. "Rund um den Präsidentenpalast Casa de Narino ist die Benutzung von Drohnen verboten. Mit dieser Maßnahme soll die Sicherheit bei der Amtseinführung des neuen Präsidenten Kolumbiens gewährleistet werden", teilte die Behörde am Montag mit.

Amnesty International warnt

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat den neuen kolumbianischen Präsidenten Ivan Duque aufgefordert, eine Gewaltwelle gegen Menschenrechtsaktivisten in dem südamerikanischen Land zu stoppen. In den vergangenen zweieinhalb Jahren seien in Kolumbien mehr als 300 Menschenrechtler ermordet worden, erklärte der Kolumbien-Experte der Menschenrechtsorganisation in Deutschland, Matthias Schreiber, vor Duques Amtseinführung am Dienstag.

Die kolumbianischen Behörden hätten dabei bisher "tatenlos zugesehen". "Präsident Duque muss diese Gewalteskalation stoppen", forderte Schreiber. Während das allgemeine Gewaltniveau im Land sinke, sei Kolumbien für Menschenrechtsaktivisten mittlerweile "einer der gefährlichsten Orte der Welt".

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung! Kommentieren