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629 Menschen an BordStreit zwischen um Flüchtlingsschiff spitzt sich zu

Der Streit zwischen Italien und Malta um das Flüchtlingsschiff "Aquarius" wird härter. Malta wirft Italien Verstoß gegen Gesetze vor. Er fühle sich nicht dafür zuständig, das Schiff aufzunehmen.

© APA (AFP/Archiv)
 

Der Streit zwischen Italien und Malta um das Flüchtlingsschiff "Aquarius" mit 629 Migranten an Bord wird härter. Der maltesische Premier Joseph Muscat beschuldigte Italien, gegen internationale Regeln zu verstoßen. Auf Twitter zeigte er sich um die Sicherheit der Migranten, die sich an Bord des Schiffes auf hoher See befinden, besorgt.

Malta erklärte am Sonntagabend, es fühle sich nicht dafür zuständig, das Schiff aufzunehmen, berichtete die italienische Nachrichtenagentur ANSA. Die Rettung der Migranten sei in libyschen Gewässern erfolgt und von der italienischen Küstenwache koordiniert worden. Malta habe in dem Fall keine Zuständigkeit, hieß es.

Der italienische Vize-Regierungschef Luigi Di Maio rief die EU auf, Italien im Umgang mit der Flüchtlingsproblematik aktiv zu unterstützen. "Während wir jahrelang Tausende Migranten aufgenommen haben, ist Malta nicht bereit, einige Hunderte Migranten aufzunehmen. Dieses Europa ist nicht kooperativ", so Di Maio. Maltas unnachgiebiges Verhalten bezeuge, dass Italien im Umgang mit der Flüchtlingswelle allein gelassen worden sei.

Der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte forderte eine sofortige Änderung des Dublin-Asylabkommens. Italien müsse "vollkommen allein" mit der Migrationsproblematik fertig werden, beklagte er. Das Rettungsschiff "Aquarius" mit Migranten und Helfern von Ärzte ohne Grenzen (MSF) sowie SOS Mediterranee befindet sich derzeit 35 Seemeilen von Sizilien und 27 Seemeilen von Malta entfernt.

Malta hatte bereits am Freitag die Einfahrt des NGO-Schiffes "Seefuchs" mit 126 Migranten nicht erlaubt. Wegen der schlechten Wetterbedingungen bot Malta dem Schiff lediglich Unterstützung auf See an. Daraufhin griff die italienische Küstenwache ein und brachte das Schiff in das sizilianische Pozzallo.

"Die Malteser können nicht immer Nein sagen, wenn es um die Schiffe geht, die Migranten im Mittelmeer retten", empörte sich Italiens Innenminister Matteo Salvini am Freitag. Malta liege Afrika näher als Sizilien und habe die Pflicht, seinen Teil beizutragen.

Kommentare (2)

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Sam125
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Migranten

Mich wundert es nicht, dass nun auch Italien immer weiter nach RECHTS abdriftet! Wie man ja schon im Fall des mutmaßlichen Mädchenmörders und dessen Familie sah, sind die meisten Migranten, die nach Europa kommen Wirtschaftsflüchtlinge, denn wie konnten sie sonst so selbstverständlich in ihre alte Heimat zurückkehren! Leider werden auch wir einen Sozialabbau hinnehmen müssen, wenn wir uns nicht von Wirtschaftsflüchtlinge überschwemmen lassen wollen!

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UHBP
5
1
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Wann?

Wann stoppt unser Bundesbasti, wie im Wahlkampf versprochen, die Mittelmeerroute?
Oder kann er das gar nicht und hat uns alle nur "angeflunkert"?

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