Philippinen Die irrsten Sprüche von Rodrigo Duterte

Der Präsident der Philippinen ist für markige Sprüche bekannt - und beleidigte sogar Papst Franziskus öffentlich.

Seit Juni 2016 regiert Rodrigo Duterte als Präsident auf den Philippinen. Seither vergeht keine Woche, in der er nicht mit markigen Sprüchen aufhorchen lässt - und oft auch für Kopfschütten sorgt. Eine Auswahl . . .

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Als er wegen eines Papst-Besuchs auf den Philippinen fünf Stunden im Stau steckte, sagte er in Richtung von Papst Franziskus: "Hau ab du "Hurensohn!"

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Hurensohn scheint überhaupt zum aktiven Wortschatz Dutertes zu zählen. In einer im August im Fernsehen übertragenen Rede griff er den US-Botschafter Philip Goldberg wüst an. "Wie ihr wisst, liege ich mit dem Botschafter (von US-Außenminister John Kerry) im Streit, seinem schwulen Botschafter, diesem Hurensohn. Ich bin von ihm angepisst", sagte Duterte. 

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Über den Fall einer australischen Missionarin, die Ende der 1980er Jahre in seiner Heimatstadt Davao mehrfach vergewaltigt und ermordet wurde, sagte Duterte: "Ich war total sauer, dass sie vergewaltigt wurde, aber sie war wunderschön. Ich dachte, als Bürgermeister hätte ich als erster "dran" sein sollen."

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Überhaupt stehen viele von Dutertes Äußerungen in krassem Gegensatz zur tiefen Verankerung des Katholizismus in seinem Land. So bekannte sich Duterte auch dazu, das zu sein, was er als "Frauenheld" bezeichne. Vor dem Unternehmerclub im vornehmen Geschäftsviertel Makati in Manila zeigte auf seinen Schritt und sagte: "Ich bin ja nicht impotent. Soll in den da einfach rumhängen lassen? Wenn ich Viagra nehme, steht er."

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Im Streit mit China um die terretoriale Zugehörigkeit einiger Inseln erklärte Duterte, selbst handeln zu wollen. "Ich werde die Flagge der Philippinen mit einem Jetski auf diese Inseln bringen."

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"Alle umbringen" - das ist Dutertes Rezept vor allem für Rauschgifthändler. Wer nicht verschwinde, sei in Lebensgefahr: "ich werde euch alle umbringen, in die Bucht von Manila werfen und damit die Fische füttern." Er selbst prahlte auch damit, bei Polizei-Aktionen auf Kriminelle geschossen zu haben.

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Ende Dezember hat Duterte korrupten Beamten mit einem Wurf aus einem fliegenden Helikopter gedroht. "Ich habe das schon einmal getan, warum sollte ich es nicht wieder tun?" Nach eigenen Angaben habe er einst einen wegen Vergewaltigung und Mordes verdächtigten Chinesen aus einem Helikopter geworfen. Seine Sprecherin nannte das wenig später eine "urbane Legende".

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Übrigens: Die Ähnlichkeiten zu Donald Trump sieht Duterte selbst nicht. "Trump ist ein Fanatiker. Ich bin das nicht."

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