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Nach Terror

"Lücken" bei Erfassung von Jihad-Kämpfern in der EU

Beunruhigende Nachrichten gab der EU-Antiterror-Beauftragte bekannt: Er sieht "bedeutende Lücken" bei der Erfassung von Jihad-Kämpfern in der EU.

Schwierige Jagd auf Jihadisten - hier in Dänemark
Schwierige Jagd auf Jihadisten - hier in Dänemark © AFP
 

Der EU-Antiterrorbeauftragte Gilles de Kerchove hat die Mitgliedstaaten vor "bedeutenden Lücken" bei der Erfassung von Jihad-Kämpfern gewarnt. Bei Europol seien lediglich 2.956 EU-Bürger registriert, die als Kämpfer nach Syrien oder in den Irak gereist seien, hieß es in einem Dokument Kerchoves, das am Donnerstag in Luxemburg den EU-Innenministern vorgelegt wurde.

Nach verlässlichen Schätzungen müssten es aber rund 5.000 sein. 260 Personen sind laut Innenministerium aus Österreich, davon sind 40 tot, 80 kamen wieder retour: Hier handelt es sich nicht um Schätzungen, sondern um konkrete Ermittlungsverfahren.

"Diese Lücke zwischen den Zahlen bedeutet, dass einige Mitgliedstaaten ihre Informationen nicht in alle gemeinsamen Datenbanken einspeisen", sagte ein EU-Vertreter. "Gefährliche Individuen können damit zurückkommen, ohne erkannt zu werden." Die EU fürchtet, dass die sogenannten foreign fighters (ausländische Kämpfer) nach ihrer Rückkehr nach Europa etwa im Auftrag der Jihadistenmiliz IS Anschläge verüben könnten.

EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos forderte bei dem Treffen einen stärkeren Datenaustausch zwischen den nationalen Sicherheitsbehörden in Europa. "Fragmentierung macht uns verletzlich", sagte er. "Die Zeit für einen echten Kulturwandel ist gekommen."

Probleme bereitet auch, dass unterschiedliche Datenbanken auf EU-Ebene nicht miteinander vernetzt werden können, weil sie auf unterschiedlichen technischen Systemen arbeiten. Als Ziel gaben die Innenminister am Donnerstag aus, eine technische Schnittstelle zu schaffen, die dieses Problem behebt. "Unsere Datenbanken müssen komplementär, zugänglich und mit einem Klick verbunden sein", sagte Avramopoulos.

Kommentare (3)

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Sie sagen Lücken,und meinen grosse Löcher!

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darüber hinaus

sind bestimmt genug sogenannte "Schläfer" mit dem seinerzeit ungebremsten und unkontrollierten Flüchtlingsstrom eingesickert und bereiten Anschläge in Mitteleuropa vor.
Schöne Aussichten sind das...

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Tjo ...

das Phänomen IS gibts ja erst seit zig Jahren, bis die Sicherheitsexperten der EU aufwachen dauerts noch a bissi.
Und bis die dann erst kapieren was los ist haben sich diese "Zecken" bereits in ganz Europa zu hundert-tausenden verteilt.

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