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Live zum Terror

5000 Westeuropäer kämpfen in Syrien und Irak

+++ 260 Kämpfer kommen allein aus Österreich +++ 40 Austro-Jihadisten getötet, 80 wieder in Österreich +++ Polizei in Brüssel jagt zwei flüchtige Terroristen +++

Wachsamkeit ist derzeit oberstes Gebot
Wachsamkeit ist derzeit oberstes Gebot © (c) APA/AFP/KENZO TRIBOUILLARD (KENZO TRIBOUILLARD)
 

Was ist passiert?

Nach den blutigen Anschlägen von Brüssel sucht die Polizei  nach zwei flüchtigen Terrorverdächtigen. Demnach soll der Selbstmordattentäter in der Brüsseler Metro in Begleitung eines Mannes mit einer großen Tasche gewesen sein. Die Polizei kontrollierte Züge, Flughäfen und Grenzen.Wegen möglicher Versäumnisse von Justiz und Polizei bei der Terrorfahndung boten zwei belgische Minister ihren Rücktritt an.

Selbstmordattentäter haben am Dienstag am Brüsseler Flughafen und in einem Zug der Metro an der Station Maelbeek 31 Menschen getötet und 270 verletzt. Ganz in der Nähe der U-Bahn-Station liegen Einrichtungen der Europäischen Union. Zu den Anschlägen bekannte sich der Islamische Staat (IS).

Laut Polizeiangaben wurden die Anschläge von fünf Personen verübt. Der Attentäter in der Brüsseler Metro, Khalid El Bakraoui, soll nicht alleine gewesen sein. Auf Bildern einer Überwachungskamera sei ein zweiter Mann zu sehen. Wenig wahrscheinlich sei, dass dieser Mann bei der Explosion getötet wurde. Zudem fahndet die Polizei weiter nach einem Komplizen der Attentäter, der vom Flughafen Brüssel geflüchtet sein soll.

Die Angaben über die Identität der Attentäter  werden konkreter: Laut Medienberichten handelt es sich um Najim Laachraoui und das Brüderpaar Khalid und Ibrahim El Bakraoui.

20.48 Uhr: Späterer Attentäter war nicht in Datenbank

Einer der Selbstmordattentäter vom Brüsseler
Flughafen, Ibrahim El Bakraoui, ist von der Türkei am 14. Juli 2015 in die Niederlande ausgewiesen worden. Die türkischen Behörden hätten ihn gemeinsam mit einem nicht genannten Deutschen in ein Flugzeug von Istanbul nach Amsterdam gesetzt, teilte der niederländische Justizminister Ard van der Steur am Donnerstagabend in einem Brief an das Parlament in Den Haag mit.

El Bakraoui hatte nach Angaben des Justizministers keinerlei
Bezug zu den Niederlanden. Zu dem Zeitpunkt sei El Bakraoui auch nicht in den Datenbanken der niederländischen und internationalen Ermittler registriert gewesen. Es habe daher keinerlei Grund gegeben, ihn festzunehmen.

El Bakraoui war 2010 in Belgien zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt worden und vorzeitig freigekommen - offenbar trotz negativer Beurteilung der Gefängnisdirektion. Hätte er seine Strafe vollständig absitzen müssen, wäre er heute noch in Haft. Stattdessen wurde er im Juni 2015 an der türkisch-syrischen Grenze aufgegriffen und danach ausgewiesen.

Niederlande 19.56 Uhr: Belgien setzt Alarmstufe herunter

Belgien setzt die höchste Alarmstufe um einen Schritt herunter. Das teilten die belgischen Behörden Donnerstagabend mit. Nach den blutigen Anschlägen von Brüssel sucht die Polizei laut Medienberichten weiter nach zwei flüchtigen Terrorverdächtigen

19.43 Uhr: Attentäter kam vorzeitig frei

 Der spätere Selbstmordattentäter Ibrahim El Bakraoui war 2010 in Belgien zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt worden und vorzeitig freigekommen - offenbar trotz negativer Beurteilung der Gefängnisdirektion. Hätte er seine Strafe vollständig absitzen müssen, wäre er heute noch in Haft. Stattdessen verstieß er gegen seine Bewährungsauflagen, wurde im Juni 2015 an der türkisch-syrischen Grenze aufgegriffen, danach ausgewiesen, aber in Belgien nicht wieder inhaftiert. "Man hat die Information wohl weitergegeben, aber man ist nicht sehr schnell gewesen; oder nicht schnell genug", sagte der belgische Justizminister Koen Geens über die Hinweise aus der Türkei

19.40 Uhr: Attentäter spionierten Atomwissenschafter aus

Die Brüsseler Terrorzelle spionierte nach Medienberichten auch einen hochrangigen Atomforscher aus. Die Brüder El Bakraoui hatten laut der Tageszeitung "La Dernière Heure" eine heimlich vor dem Haus des Wissenschaftlers in Flandern montierte Überwachungskamera entfernt. Anti-Terror-Fahnder entdeckten die Aufnahmen der Kamera bei Ermittlungen zu den Pariser Terroranschlägen im belgischen Ort Auvelais. Eine Theorie lautet, dass die Islamisten von dem Forscher radioaktives Material für eine sogenannte schmutzige Bombe erpressen wollten.

18.55 Uhr: Attentäter planten Blutbad wie in Paris

Die belgischen Ermittler gehen davon aus, dass der festgenommene Terrorverdächtige Salah Abdeslam gemeinsam mit anderen Mitgliedern des Terrornetzwerks ein Blutbad mit Schusswaffen in Brüssel anrichten wollte. Dies berichtet am Donnerstag der flämische Sender VRT unter Berufung auf Ermittlerkreise.

Demnach habe Abdeslam gemeinsam mit dem am 15. März bei einem Polizeieinsatz im Brüsseler Stadtteil Forest getöteten Mohamed Belkaid sowie einem dritten Mann ein Schusswaffengefecht mit Kalaschnikows und Riot Guns in der belgischen Hauptstadt geplant, meldete der Sender. Die Terroristen hätten demnach ein ähnliches Szenario vorgehabt wie bei den Anschlägen von Paris vom 13. November, bei denen 130 Menschen getötet wurden

18.26: Flughafen öffnet frühestens am Ostermontag

Wegen der Terrorangriffe in Brüssel werden bis einschließlich Sonntag keine Passagierflüge am dortigen Flughafen Zaventem starten oder landen. Das teilte der Flughafen am Donnerstag mit. Frühestens am Ostermontag werde der Flughafen wieder seinen Betrieb aufnehmen.

Einige Reisende könnten ihr vor den Anschlägen eingechecktes Gepäck und ihr Handgepäck abholen - dies gelte aber nur für Passagiere aus Maschinen, die sich zum Zeitpunkt der Explosionen bereits auf dem Rollfeld befanden. Eine Liste dieser Flüge sollte auf der Homepage des Airports veröffentlicht werden.

17.36 Uhr. Mikl verteidigt "festung Europa"

Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) hat
ihre Flüchtlingspolitik und den von ihr verwendeten Begriff "Festung Europa" im Vorfeld des Brüsseler Sondertreffens der EU-Innen- und Justizminister gegenüber kirchlicher Kritik verteidigt. "Wenn Journalisten zu einer derartigen Begrifflichkeit greifen, darf auch die Politik zu derartigen Begrifflichkeiten greifen. Und wir sind ja mittendrin, dass wir eine Festung Europa bauen", sagte sie am Donnerstag in
Brüssel.

17.06 Uhr: Österreich-Bezug zu Brüssel-Terror

Am 10. Dezember sind in Salzburg ein Pakistani und ein Algerier verhaftet worden, die mit falschen syrischen Pässen als Flüchtlinge eingereist waren. Sie befinden sich aktuell in Untersuchungshaft. Justizminister Wolfgang Brandstetter bestätigte nun, dass die beiden Kontakte zu den Terror-Netzwerken von Paris und Brüssel gehabt haben.

"Wir haben in Österreich 38 inhaftierte Jihadisten. Wir haben in Salzburg auch Personen inhaftiert, die verdächtigt werden, auch konkrete Kontakte gehabt zu haben zu dem Netzwerk, das für die Anschläge hier und in Paris wahrscheinlich verantwortlich ist", sagte Brandstetter.

"Die Justiz in Österreich hat ja auch durchaus funktioniert", betonte der Minister weiter. "Wir haben einiges getan. Und wir haben auch einige Erfolge gehabt. Aber man muss schon auch sagen: In unserem Bereich hätten wir uns da oder dort auch mehr Datenaustausch gewünscht."

15.55 Uhr: 5000 Westeuropäer für IS in Syrien oder im Irak

Neben bis zu 5.000 möglichen IS-Terroristen, die sich laut aktuellen Schätzungen in Europa aufhalten, sollen ebenso viele Personen aus Westeuropa zumindest temporär im Irak oder Syrien für die Terrormiliz tätig sein. 260 Personen sind davon laut Innenministerium aus Österreich, 40 sind tot, 80 kamen wieder retour: Hier handelt es sich nicht um Schätzungen, sondern um konkrete Ermittlungsverfahren. Die meisten aus Österreich stammenden Kämpfer besitzen nicht die österreichische Staatsbürgerschaft.

"Wir liegen in diesem Bereich nicht unter dem Schnitt", sagte Innenministeriumssprecher Karl-Heinz Grundböck angesprochen auf die in Relation zum Bevölkerungsstand hohe Zahl, etwa im Vergleich zu Deutschland, wo von 760 Personen die Rede ist (Stand: Dezember 2015). "Jedoch gehen wir auch davon aus, dass das Dunkelfeld in Österreich relativ gering ist", so Grundböck weiter. Schätzungen gehen davon aus, dass rund die Hälfte der IS-Kämpfer aus Österreich aus Tschetschenien stammt. 

15.33 Uhr: Staatsanwaltschaft bestätigt Paris-Verbindung

Die belgischen Behörden haben eine direkte Verbindung zwischen den Tätern der Brüsseler und Pariser Anschläge bestätigt. Im Dezember seien ein internationaler und europäischer Haftbefehl gegen den Brüsseler Selbstmordattentäter Khalid El Bakraoui erlassen worden, teilte die belgische Bundesstaatsanwaltschaft am Donnerstag mit.

Ihm wurde demnach vorgeworfen, für die Gruppe der Paris-Attentäter unter falschem Namen eine Wohnung im belgischen Charleroi gemietet zu haben. Dies war zuvor bereits bekannt, bisher offiziell jedoch noch nicht bestätigt.

Khalid El Bakraoui hatte sich am Dienstag in einer U-Bahn-Station im Brüsseler Europa-Viertel in die Luft gesprengt. Sein Bruder Brahim war einer der Selbstmordattentäter am Brüsseler Flughafen. Insgesamt wurden durch den Doppelanschlag mindestens 31 Menschen getötet und 300 verletzt.

Laut Staatsanwaltschaft wurde er seit Dezember verdächtigt, die Wohnung in Charleroi mit einem falschen belgischen Personalausweis unter dem Namen Ibrahim Maaroufi angemietet zu haben. Die Wohnung habe "der Terroristengruppe, die in die Anschläge von Paris verwickelt ist, als Versteck gedient". Die Wohnung wurde demnach am 9. Dezember vergangenen Jahres von der Polizei durchsucht.

14.14 Uhr: "Er wusste nichts"

Der Anwalt des Paris-Attentäters Salah Abdeslam lässt ausrichten, sein Mandant habe keine Kenntnis von den Anschlägen in Brüssel gehabt. Dieser werde sich aber noch äußern.

13:41 Uhr: Attentäter offenbar zwei Mal aus Türkei abgeschoben

Der mutmaßliche Selbstmordattentäter vom Brüsseler Flughafen, Ibrahim El Bakraoui, ist nach Angaben aus türkischen Regierungskreisen im vergangenen Jahr zwei Mal aus der Türkei abgeschoben worden. Auslöser beim ersten Mal im Juli seien Vermutungen der Polizei gewesen, dass es sich bei Bakraoui um einen Jihadisten handle, hieß es am Donnerstag.

Sein Bruder Khalid sei Anfang November 2014 über Istanbul in die Türkei eingereist und von den Sicherheitskräften überwacht worden, bis er das Land zehn Tage später verlassen habe. Khalid El Bakraoui verübte nach Angaben der belgischen Ermittler den Selbstmordanschlag in der Brüsseler Metro.

13:34 Uhr: Belgischer Justizminister bot Rücktritt an

Belgiens Innenminister Jan Jambon hat seinen Rücktritt angeboten. Das berichtete der Sender VTM am Donnerstag, das Kabinett bestätigte das Gesuch gegenüber der Nachrichtenagentur Belga. VTM zufolge hat Premier Charles Michel das Angebot aber abgelehnt.

13.22 Uhr: Verdächtiges Paket entdeckt

In einer Straßenbahn in der Brüsseler Gemeinde Schaerbeek wurde ein verdächtiges Paket in einer Straßenbahn entdeckt. Wie die Zeitung "La Derniere Heure" berichtete, sei die Tram in der Nähe des Bahnhofs Bruxelles-Nord evakuiert und die Umgebung abgesperrt worden. Sicherheitskräfte und Sprengstoffexperten seien hinzugezogen worden. 

12.21 Uhr: Ausweichroute Lüttich-Wien

Der Flugverkehr von der belgischen Hauptstadt aus ist seit Dienstagfrüh lahmgelegt. Für den Passagierverkehr bleibt der Airport Zaventem bis Freitag geschlossen. Während die AUA bis Montagabend alle Flüge Wien-Brüssel gestrichen hat, beginnt die belgische Fluglinie Brussels über Ausweich-Airports wieder mit Europaflügen, auch nach Wien.

Die täglich sechs regulären Flüge Brüssel-Wien-Brüssel bleiben auch bei Brussels Airlines abgesagt. Heute, Donnerstag, Abend fliegt die belgische Airline vom Regionalflughafen Lüttich (Liege) nach Wien. Planabflug ist 19.20 Uhr, Ankunft um 20.55 in Wien.

11.32 Uhr: Fünf Attentäter in Brüssel

Das Bild der Brüssel-Anschläge klärt sich: Laut Polizei wurden die Attentate von insgesamt fünf Männern verübt. Identifiziert sind drei Selbstmord-Attentäter: die Brüder Ibrahim (29) und Khalid (27) El Bakraoui sowie Najim Laachraoui (24). Nach einem Komplizen, der vom Flughafen flüchten konnte, wird noch gefahndet. Auch in der U-Bahn gab es einen zweiten Attentäter. Ob dieser ebenfalls tot oder auf der Flucht ist, ist derzeit noch nicht bekannt.
Laachraoui galt als Bombenbauer und wurde auch nach den Pariser Terroranschlägen gesucht.

11.30 Uhr: Brüssel trauert - und hält zusammen

 

10.41 Uhr: Abdeslam will nach Frankreich

Der vergangene Woche in Brüssel festgenommene Verdächtige der Pariser Anschläge, Salah Abdeslam, stemmt sich nicht mehr gegen eine Auslieferung nach Frankreich. Abdeslam wolle "so schnell wie möglich" an die französischen Behörden überstellt werden, sagte sein Anwalt nun nach einer gerichtlichen Anhörung in Brüssel. Details seiner Aussage wurden bisher nicht bekannt.

9.38 Uhr: "Mehrere Wochen für Bombenbau nötig"

Spontane Racheaktion für die Festnahme Abdeslam seien die Anschläge von Brüssel sicher keine - das sagt der Sprengstoff-Experte Jimmie Oxley. Für den Bau der Bomben, die am Flughafen Zaventem und in der U-Bahn gezündet wurden, seien mehrere Wochen benötigt worden.

Auf dem Fahndungsvideo der Brüsseler Flughafen-Attentäter ist zu sehen, dass zwei Männer an jeweils einer Hand Handschuhe tragen. Die Experten vermuten, dass sie darunter einen Zünder versteckten.

9.20 Uhr: Abdeslam heute vor Gericht

Der Paris-Attentäter Saleh Abdeslam soll französischen Nachrichtenagenturen zufolge heute vor Gericht angehört werden. Der am Freitag in Brüssel festgenommene Belgier scheint wichtiges Bindeglied zwischen den Paris und in Brüssel tätigen Terrorzellen zu sein. Laut CNN gehen die Ermittler davon aus, dass Abdeslam Teil eines größeren Anschlags in Brüssel sein sollte.

Abdeslam hatte Anfang September 2015 in Bayern zusammen mit Najim Laachraoui in einem Hotel übernachtet - einem der Hauptterrorverdächtigen von Brüssel. Allerdings ist Laachraoui offenbar unter dem falschen Namen Soufiane Kayal in dem Hotel abgestiegen. Kurz zuvor waren beide zusammen mit einem dritten Mann auf dem Weg von Budapest nach Österreich von der Polizei kontrolliert worden.

9.16 Uhr: IS droht Europa mit neuen Anschlägen

Aus dem Bekennerschreiben des IS zu den Attentaten in Brüssel geht hervor, dass die Terrormiliz Europa mit weiteren Anschlägen droht.  "Wir versprechen den Staaten, die sich gegen den Islamischen Staat verbündet haben, schwarze Tage, als Antwort auf ihre Aggression", heißt es darin.

8:11 Uhr: Metro-Attentäter nicht allein unterwegs

Der Selbstmordattentäter in der Brüsseler Metro war nach Informationen des belgischen Senders RTBF nicht alleine unterwegs. Auf Bildern einer Überwachungskamera sei ein zweiter Mann mit einer großen Tasche zu sehen, berichtete der öffentlich-rechtliche Rundfunk Donnerstag früh. Unklar sei, ob der Verdächtige bei der Explosion getötet wurde oder ob er auf der Flucht sei.

Die Staatsanwaltschaft äußerte sich zunächst nicht zu dem Bericht. Sie wollte im Laufe des Tages eine Pressemitteilung zum Stand der Ermittlungen veröffentlichen.

Terror � Islamistisches Netzwerk
Terror � Islamistisches Netzwerk Foto © (c) APA

7:23 Uhr: Terroristen hatten AKW im Visier

Die Urheber der Brüsseler Terroranschläge vom Dienstag, das Brüderpaar El Bakraoui, hatten laut einem Zeitungsbericht auch belgische Atomkraftwerke als Anschlagsziel. Nach Informationen der Zeitung "La Derniere Heure" vom Donnerstag handelt es sich bei den beiden Personen, die einen belgischen Nukleardirektor per versteckter Videokamera filmten, um die Brüder Ibrahim und Khalid El Bakraoui. Das zehnstündige Video, das bei Hausdurchsuchungen in Brüssel 2015 gefunden worden war, zeigt heimliche Aufnahmen vor dem Zuhause des  Nuklearforschungsdirektors und dokumentiert seinen Tagesablauf.

6:45 Uhr: Kritik an Belgiens Sicherheitsbehörden 

Belgiens Justizminister Koen Geens wies den Vorwurf der Fahrlässigkeit zurück. Die Polizei fahndet weiter nach einem Komplizen der drei Selbstmordattentäter, der vom Flughafen Brüssel geflüchtet sein soll.

6:10 Uhr: EU-Ministertreffen in Brüssel

Nach den Terroranschlägen in Brüssel kommen die für innere Sicherheit zuständigen EU-Minister am Nachmittag um 16.00 Uhr in der belgischen Hauptstadt zusammen. Das Treffen soll im EU-Ratsgebäude stattfinden. Österreich wird durch Innenministerin Johanna Mikl-Leitner und Justizminister Wolfgang Brandstetter (beide ÖVP) vertreten sein.

6:05 Uhr: Österreich zu "sekundärem Terrorziel" aufgestiegen

Der Terrorismus-Experte Nicolas Stockhammer erkennt eine klare Anschlagsgefahr in Österreich. "Dass etwas in Österreich passieren wird, halte ich für ziemlich wahrscheinlich", meinte Stockhammer in der "ZiB 24" am Mittwochabend. In Anbetracht des vergangenen Jahres sei Österreich zu einem "sekundären Terrorziel" aufgestiegen. Europa werde sich auf einen mindestens 20-jährigen "langatmigen, brutalen Kampf" gegen den Terror einstellen müssen, so Stockhammer. 

6:02 Uhr: EU berät über Sicherheit an Flughäfen

Nach den Anschlägen in Brüssel wollen EU-Experten in der kommenden Woche darüber beraten, wie Flughäfen sicherer gemacht werden können. Für den 31. März sei ein Treffen von Flugsicherheitsexperten der 28 Mitgliedsstaaten geplant, teilte ein EU-Vertreter am Mittwoch mit. Am 11. April würden Fachleute für Transportsicherheit zusammenkommen. Eine konkrete Agenda sei noch nicht festgelegt.

Große Trauer herrscht in Brüssel Foto © AP

5:58 Uhr: Schweigemarsch am Flughafen

Zahlreiche Mitarbeiter und Anrainer des Brüsseler Flughafens haben sich am Mittwochabend zu einem Schweigemarsch versammelt. An dem Gedenken an die Opfer der Terroranschläge beteiligten sich nach Angaben der belgischen Nachrichtenagentur Belga Hunderte Menschen. Etliche trugen Kerzen, Blumen oder Taschenlampen bei sich.

5:50 Uhr: AUA-Brüssel-Flüge fallen bis inklusive Montag aus 

Die Austrian Airlines streichen alle Flüge zwischen Wien und Brüssel bis inklusive nächsten Montag, den 28. März, kündigte eine AUA-Sprecherin Mittwochabend gegenüber der APA an. Grund sei die zerstörte Infrastruktur am Brüsseler Flughafen nach dem Terroranschlag. In Brüssel sei derzeit keine Abfertigung für Passagiere möglich, der Flughafen bleibt bis Freitag geschlossen.

Als Ersatz bietet die AUA ihren Passagieren Destinationen im Umfeld der belgischen Hauptstadt an. Die Verbindungen zwischen Wien und Paris, Amsterdam, Frankfurt und Düsseldorf werden mit größeren Flugzeugen bedient.

Passagiere mit Tickets von gestrichenen Flügen sollten sich an die AUA wenden um zu klären, welche alternative Möglichkeit für sie die beste sei. Der Zugverkehr in der Region sei intakt. Grundsätzlich werden die Transferkosten von Brüssel zu den anderen Flughäfen von der AUA übernommen, so die Sprecherin.