Flüchtlingskrise

"60 Prozent der Flüchtlinge sind Wirtschaftsmigranten"

Die EU-Kommission schätzt den Anteil der Wirtschaftsmigranten am gesamten Flüchtlingsstrom zumindest für den Dezember des Vorjahres auf 60 Prozent ein. Derzeit reisen rund 1.300 Flüchtlinge täglich nach Österreich ein.

FLUeCHTLINGE: ANKUNFT IN SPIELFELD
Flüchtlinge bei Spielfeld © APA/ERWIN SCHERIAU
 

Die EU-Kommission schätzt den Anteil der Wirtschaftsmigranten am gesamten Flüchtlingsstrom zumindest für den Dezember des Vorjahres auf 60 Prozent ein.  Diese Wirtschaftsmigranten hätten kaum Aussicht auf Asyl. Ein Kommissionssprecher sagte, "natürlich sind mehr und mehr Wirtschaftsmigranten nach Europa gekommen. Sie nutzten offenbar den Flüchtlingsstrom".

Deswegen sei es auch notwendig, Flüchtlinge ohne Aussicht auf Asyl zurückzuschicken. "Es muss eine klare Differenzierung zwischen zu schützenden Asylsuchenden sein und Wirtschaftsmigranten, die zurückgesendet werden". Deshalb sei es auch wichtig, die Hotspots mit der Registrierung von Fingerprints zu errichten.

1.300 kommen täglich neu an

In Österreich kommen weiterhin täglich rund 1.300 Flüchtlinge an. Über Kärnten kamen bis Dienstagmittag 875 Schutzsuchende ins Land, im südsteirischen Spielfeld reisten in den vergangenen Tagen jeweils rund 500 Flüchtlinge ein. Auch für die kommenden Tage wird es bei dieser Zahl bleiben, sagte Polizeisprecher Fritz Grundnig auf APA-Anfrage.

Zurückweisungen gebe es derzeit keine, so Grundnig. In Spielfeld soll ab kommenden Montag (1. Februar) der Vollbetrieb schrittweise eingeleitet werden, bis keine Flüchtlinge mehr über Kärnten geleitet werden müssen. Dort laufen aktuell Planungen für den Ausbau des Grenzübergangs Karawankentunnel zu einem zweiten Flüchtlings-"Grenzmanagement".

Wie viele Flüchtlinge täglich über den Brenner von Italien nach Österreich einreisen, ist nicht bekannt. Nach wie vor gibt es dort nur die Schengen-konformen, stichprobenartigen Kontrollen. Es gebe "vereinzelt Aufgriffe", genaue Zahlen wollte die Polizei auf APA-Anfrage nicht nennen.

Hotspots in Tarfis, Görz und Triest

Die italienische Regierung hat bestätigt, dass sie auch in der norditalienischen Region Friaul Julisch Venetien Hotspots zur Registrierung von Flüchtlingen einrichten will. "Italien wird die Spots dort einrichten, wo sie notwendig sind, unter anderem in den Regionen des Nordostens", erklärte Innenminister Angelino Alfano laut Medienberichten vom Dienstag. Medien hatte in den vergangenen Tage berichtet, dass die Regierung in Rom die Eröffnung von drei neuen Hotspots in Friaul an der Grenze zu Slowenien und Österreich plane. 

Ein erster Hotspot könnte laut Medienberichten in Tarvis an der Grenze zu Österreich entstehen. Weitere zwei könnten in der Nähe von Görz und von Triest entlang der slowenischen Grenze folgen. Der Hotspot in Tarvis soll in einer freien Alpini-Kaserne entstehen. Der Bürgermeister der Ortschaft an der österreichischen Grenze, Roberto Carlantoni, läuft Sturm gegen die Pläne.

Sorge in Griechenland

Mit einer Mischung aus Angst und Empörung haben am Dienstag die griechische Presse und die Regierung auf Drohungen aus der EU reagiert, Griechenland aus dem Schengen-Raum auszuschließen, wenn es seine Seegrenze zur Türkei nicht besser schütze. Auf dem Seeweg kommen täglich viele Migranten nach Griechenland und damit nach Europa.

"Sie (die EU-Innenminister) haben uns die Gelbe Karte gezeigt", titelte die konservative Zeitung "Eleftheros Typos". Griechenland laufe Gefahr, über die Sperrung seiner Nordgrenzen für Migranten isoliert zu werden. "Sie wollen uns in Quarantäne stellen", berichtete die Zeitung weiter in ihrem Nachrichtenportal. Dann könnten Zehntausende Migranten in Griechenland in der Falle stecken.

In zahlreichen Nachrichtenportalen wird zudem hervorgehoben, dass selbst die europäische Grenzschutzagentur Frontex zugibt, die Grenze im Meer könne nicht kontrolliert werden. Das griechische Außenministerium hatte bereits am Sonntagabend erklärt, wer das illegale Zurückdrängen der Schutzsuchenden in die Türkei fordere, der solle so ehrlich sein, das auch offen zu sagen. "Alles andere ist politischer Opportunismus".

 

Kommentare (30)

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Graf_tripps
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Baumgartner,felix-wirtschaftsflüchtling

Wahlheimat schweiz
Wohnort,santa monica
Tritt ein für: gemässigte diktatur
A gsunde watschn

laut eigener Aussage Probleme damit hatte, sich unterzuordnen und „dumme Befehle“ zu befolgen, wurde er als militärisch ungeeignet eingestuft und aus dem Bundesheer entlassen

A vorzeige österreicher

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Mindestens 60 %

und man soll endlich mit der Propaganda aufhören von wegen Schutzsuchenden.
Schutz haben sie auch in Griechenland, Serbien, Kroatien, Slowenien.
Verständlich aber, wenn ich Flüchtling wäre, würde ich auch Österreich wählen.
Geld ohne Arbeit, das wäre das Motiv.

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Normalobürger
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Würden nicht auch

Die Römer ungewollt von innen heraus zerstört?
Wann war nochmal das dunkle Mittelalter?

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hermannsteinacher
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Au weh!

Tarfis?

Nein. Darfnit.

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Da

kommens früh drauf, nur hat man das vor ein paar monaten gesagt ist man schon ins rechte eck gedrückt worden.

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...

Spannende Meldungen. Gestern, Flüchtlingszahlen gehen zurück. Seit zwei Tagen ist in kroatien kein einziger gezählt worden. Meldung heute, wieder total anders. Bin sowieso gespannt wie die Medien heuer reagieren werden. Wird die Berichterstattung bei 37.500 gestoppt oder traut man sich schreiben das z.b 80.0000 gekommen sind.

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Ha1234
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Integration

Wenn ich das schon höre! Die Asylanden wollen ihr Leben so weiterführen wie sie es gewohnt sind! Die wollen sich nicht anpassen! Die lachen uns aus!

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koarlb
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wenn man nur die unten stehenden leserbeiträge durchschaut ....

.... kann man ja scho fast nimmer übern FELIX BAUMGARTNER schimpfn.

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georgXV
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bitte NICHT vergessen

durch die gegenwärtige "Völkerwanderung" entsorgen sich auch viele Länder des Balkans, Nahen Ostens und Nordafrikas von den Problemen der Arbeitslosigkeit, Armut und anderer sozialer Themen !!!
Menschen, die wirklich As.l verdient haben, sind jederzeit willkommen, Wirtschaftsfl.chtlinge und Kriminelle sind SOFORT wieder abzuschieben !!!

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Die Italiener brauchen Hotspots nicht in Tarvis,sondern schon in Sizilien.

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theissue
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Interessant dass es "keine Zurückweisungen" gibt

Himmelherrgottnochmal.

Wie lange soll das Affentheater weitergehen?

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mapem
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1.300 täglich? …

Ok – das sind heuer dann knapp 500.000. Wir schaffen das!
Nämlich ganz einfach:
wir streichen Arbeitslose, Notstand usw. bei unseren 500.000 autochthonen Arbeitslosen
diese flüchten nach Liechtenstein und in die Schweiz
die somit frei gewordenen Ressourcen verwenden wir nun für die Integrationsmaßnahmen
die grünen und roten Dogmatiker können die entsprechenden Paradigmen im Katalog als erfüllt abhaken
die kirchlichen Institutionen die bedingungslose Nächstenliebe

Na – geht doch!

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thomasholzer
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So es zu keiner Steigerung kommt, wären dies auch ca. 450.000 füe 2016

Wo die wohl alle untergebracht werden und welche Arbeitsplätze "unsere" Politikerdarsteller für "unsere" Neubürger aus dem Boden stampfen werden

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Graf_tripps
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Re: So es zu keiner Steigerung kommt, wären dies auch ca. 450.000 füe 2016

Die arbeitsplätze die jahrzente lang scho ka österreicher mehr machen will weil unterbezahlt
Schnee schaufeln um 2uhr früh-gut is für heuer a schlechtes argument...
Kanal reinigen...kinetten graben
Für die fpö plakatieren usw...

Bfi kurs: selbst erlebt:

15 arbeitslose 4 davon ausländer
Zeitraum 3 monate....

Am ende des kurses
11 arbeitslose, 0 ausländer
4 ausländer hatten jobs: 2 jobs als reinigungsfrauen
1 bau hilfsarbeiter,1 tischlergehilfe

10 arbeitslose österreicher: unter 1400€ geh i net oarbeiten,bin i deppat?!

Alle 10 langzeitarbeitalose die sich nicht für 1200€ die finger dreckig machen wollen...

Der einzige der einen job um 1100€ angebommen hat war ich u wurde nach 6monaten übernommen u kann mich mittlerweile nicht mehr beschweren...

Wer hier sich auf kosten der steuerzahler durchschnorrt

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theissue
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Wer hätte das gedacht?

😈

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wiegehtndas
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Was sagt die Frau Glawischnig dazu?

.

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atrida02
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Wenn man das weiß

wieso werden die dann nicht zurückgebracht?

Ein Wirtschaftsflüchtling kann ja nur aus einem sicheren Herkunftsland sein, denn sonst wäre er ja ein Kriegsflüchtling oder ein Flüchtling auf der Flucht vor Verfolgung, Folter usw.

Also spricht ja gar nichts gegen die Zurückbringung dieser Flüchtlinge. Bitte handeln!

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BwanaMakuba
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Antwort auf atrida02

Genau genommen, müssten wir in Österreich nur die "Schutzsuchenden" aufnehmen, die mit dem Flugzeug aus ihren Herkunftsländern zu uns flüchten. Alle anderen kommen über, zumeist mehrere sichere Drittstaaten zu uns. Die wissen nämlich, dass die Zuwandererindustrie sie mit herzlicher Begrüßungskultur empfängt und der Staat die Sozialkassen, die von den braven, fleißig arbeitenden Österreichern gefüllt werden, ihnen voll zur Verfügung stehen. Dass sie nie einen Cent für diese Leistungen eingezahlt haben, spielt dabei keine Rolle. Auf diese Art wird natürlich, auf Dauer die Leistungsfähigkeit unseres Sozialsystems überbeansprucht, die österreichische Solidarität überstrapaziert, ad absurdum geführt und zusammenbrechen.

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theissue
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Re: Wenn man das weiß

Weil die Herkunftsländer (speziell Nordafrikas) schlau genug sind die Rücknahme zu verweigern.

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atrida02
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Das stimmt. Dann ist die Frage wieso wir (die EU) uns eine solche Weigerung gefallen lassen.

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melisse
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ORF Expertin Kneissl:

Marokkaner, Algerier, Tunesier etc. etc. fahren allesamt in die Türkei, erhalten von der
dort organisierten Flüchtlingsmafia um wenige Dollars syrische Dokumente und marschieren dann unbehelligt über die Grenze ins gelobte Land :(

Nichts gegen Familien, die dem realen syrischen Horror entkommen wollen, aber diesem Treiben muss endlich und sofort ein Ende gesetzt werden!

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theissue
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Re: ORF Expertin Kneissl:

Darum sofortige Aufnahme der Türkei in die EU. Weil dann müssen sie nach der Pfeife Brüssels tanzen und werden sofort brave Demokraten.

*rofl*
😂

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n4a89pbtnb3yzh97owry84apnvne15zi
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Bevor die Türken nach der Pfeife Brüssels tanzen,tanzen wir einen Regentanz mit den Einwohnern von Samoa.

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fromm
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60% Wirtschaftsfl. bzw. illegal Einreisende

was gibt es da noch zu diskutieren?

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Graf_tripps
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Re: 60% Wirtschaftsfl. bzw. illegal Einreisende

Baumgartner felix??? Wahlheimat schweiz
Is a wirtschaftsflüchtling
Ralf schumacher: wahlheimat österreich
Wirtschaftsflüchtling u alle die in konaco leben

Jährlich 160milliarden steuergeldentgang wegen solcher wirtschaftsflüchtlinge u ihr diskutierts wegen 200 od 300 millionen ?

Tzzz

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mMeinung
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"60 Prozent der Flüchtlinge sind Wirtschaftsmigranten"?? auch das ist eine fette lüge!!

es liegt eher bei 80%!!

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