Diesmal geht es für Karl-Heinz Grasser um den Vorwurf der Steuerhinterziehung aus seiner Zeit als Manager bei Meinl Power Management. Grasser bestreitet alle Vorwürfe. Vorerst sind acht Verhandlungstage anberaumt. Der Prozess findet allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Den Vorsitz hat Richter Michael Tolstiuk, der bereits mehrere große Wirtschafts-Strafverfahren geleitet hat. Die beiden Oberstaatsanwälte Gerald Denk und Alexander Marchart haben schon im Buwog-Prozess die Anklage vertreten. Als weiterer Angeklagter muss sich neben Grasser auch sein damaliger Steuerberater verantworten, dem die Schaffung einer Verschleierungskonstruktion zur Last gelegt wird – was dieser bestreitet.

Der Vorwurf in dem Finanzstrafverfahren lautet, dass Grasser Millionen-Provisionen aus seiner Tätigkeit für die Meinl Power Management in seiner Einkommenssteuererklärung nicht angegeben hat und zu wenig Steuern zahlte. Die laut Anklage verursachte Abgabenverkürzung beläuft sich auf rund 2,2 Mio. Euro. Der Strafrahmen sieht eine Geldstrafe bis zum Zweifachen vor, auch eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren kann verhängt werden.