Die ÖVP nach der WahlKhom: "Es hieß dann: Eine U-Bahn? Jetzt spinnt er!"

Landtagspräsidentin Manuela Khom (ÖVP) fürchtet, dass sich ihre Partei in der Kommunikation zu sehr auf Überschriften beschränkt hat, denkt auch über die Politik im Lande nach und macht sich Sorgen wegen der "schrecklich niedrigen" Wahlbeteiligung in Graz. Die Partei nimmt Abschied von Siegfried Nagl.

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Landtagspräsidentin Manuela Khom: "Die Bevölkerung ist manchmal schon auch eigen..."
Landtagspräsidentin Manuela Khom (ÖVP): "Die Bevölkerung ist manchmal schon auch eigen..." © Josef Fröhlich
 

Der Schock in der Grazer ÖVP sitzt tief. Bürgermeister Siegfried Nagl hat seinen Abschied aus der Politik angekündigt, Nachfolger Kurt Hohensinner findet sich erst langsam in die völlig neue Rolle ein.

Kommentare (41)
hoerndl
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Wissen Sie warum ich von der Grazer ÖVP so enttäuscht bin,

weil beispielsweise bei der U- Bahn eine Präsentation stattgefunden hat, bei der die zuständige Stadtsenatsrätin ausgeschlossen war - das würde ich Gerlinde gesagt als schäbig bezeichnen.
Weiters waren alle Grazer ausgeschlossen, es wurde ein Milliarden Euro Projekt so vorgestellt, als ob es keine Alternative geben würde. Jetzt haben wir den Salat. Dafür ist die Grazer ÖVP beim U-Bahnprojekt in ihrer - sehr provokant gesagt - Inkompetenz gepaart mit Provinzialität ganz allein verantwortlich.

Ich korrigiere
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überschriften der frau khom

gibt es genug und alles was politiker umsetzen kommt von uns steuerzahlern. oder sind alle projekte in der steiermark auf das betreiben der politiker zustande gekommen? ok, ich habe mir mein haus über die initiative von frau khom gebaut, sorry, hätte es beinahe vergessen

Saufnix
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Nachtreten, Fremdschämen etc

Bin kein Freund der VP oder KP aber Frau Kohm hat irgendwie recht. Nur Überschriften verkaufen ist (heute) zu wenig. Wenn Hr. Nagel wirklich so "unfähig" war, warum ist er der am längsten amtierende Bürgermeister???? Mir scheint, da ist der Wähler unfähig. Man hätte dieses Tun mindestens 3x beenden können. Hat man nicht, weil "interessiert mich eh net..." . Jetzt, aus der 7. Reihe meckern, wie schlecht alles war, das ist zum Fremdschämen. Ihr hättet alles viel früher ändern können. Wollte man aber nicht. Jetzt hat man was geändert, passt auch nicht. Anarchie wird auf Dauer nicht funktionieren. ...

SagServus
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Wenn Hr. Nagel wirklich so "unfähig" war, warum ist er der am längsten amtierende Bürgermeister???? Mir scheint, da ist der Wähler unfähig.

Ich würde mal sagen, dass die meisten Wähler durchaus nach dem "nimby"-Prinzip wählen.

Sprich so lange die Wohnungen eh am anderen Stadtrand errichtet werden, ists egal.

Nachdem die Wohnungen aber jetzt im eigenen Vorgarten errichtet werden, kommt man plötzlich drauf, dass das ganze doch nicht so toll ist.

ikennminetguataus
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„Wir müssen uns mehr um die eigene Klientel kümmern …“

Hier offenbart sich der größte Irrtum der ÖVP. Es geht in der Politik eben nicht nur darum, die eigenen Angänger vuglo die Klientel zu „bedienen“, sondern darum, das Beste für ALLE zu wollen und zu tun. Den drohenden Weltuntergang auszurufen, weil eine Wahl verloren ist und gar noch Wähler und Nichtwähler für das eigene Versagen verantwortlich zu machen, zeugt von Arroganz und Unverständnis.

hoerndl
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Außerdem tun sie das eh mit allen Kräften,

Das Klientel ist halt sehr exklusiv.

GeorgJosef
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Nachtreten ist Charakterfrage

Hoffe die Dame ist nur so entsetzlich naiv oder hat intellektuelle Defizite- jedenfalls ist überaus mies sich so zu verhalten ! Hoffentlich tritt sie zurück- habe bisher immer VP gewählt-, habe aber nicht gewusst welchen Charakter ich da mitgewählt habe ! Fremdschämen ist nun angesagt…

MichaelP
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Geographisch interessant

Da müssen offensichtlich alle Stadtpläne etc neu gemacht werden - denn die Topographie von Graz hat sich ziemlich verändert 🥺
Offenbar bilden plötzlich aufgetauchte hohe Gebirgszüge neuerdings eine Barriere, weswegen laut Frau Khom eine Führung von Straßenbahnen auf anderen Routen als über den Hauptplatz / Herrengasse nicht vorstellbar ist?

HannesK
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Was waren seine Leistungen?

Und die wichtigste Frage fehlt in dem Bericht: welche bedeutenden Pfeiler hat der Nagl in Graz gesetzt.? Was waren seine wirklichen Leistungen für die Stadt und ihre Bewohner??? Der Ex-Bgm. schwadronierte einfach zu viel von unausgegorenen Plänen und Projekten, hat halt drei Perioden nicht richtig genagelt...

meno
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Verkehrsnovizin Khom

Sie war dabei als die Experten erklärten, dass man nicht mehr Straßenbahnen über den Hauptplatz führen kann und deshalb sei die U-Bahn notwendig...
Es ist schon seit Jahr und Tag bekannt, dass eine Entlastungsstrecke über die Tegetthoff-Brücke erforderlich ist um das Nadelöhr Jakominiplatz - Herrengasse - Hauptplatz zu umfahren. Vor gut 3 Jahren hat der Schweizer Verkehrsexperte Hüsler eine Studie zum Tram- Ausbau vorgelegt, den er als einzig sinnvolle Variante zur Verbesserung des öffentlichen Verkehrs sieht. Darin findet sich keine U-Bahn.
Der "Siegi" hat diesen Ausbau seit Jahren verzögert. Man argumentierte, dass die Tegetthoff-Brücke neu gebaut werden muss, da eine Verstärkung zur Erhöhung der Tragfähigkeit für die Tram unwirtschaftlich sei. Als man dann die Kosten des Neubauplanung nachrechnete, kam die zu teuer und nun soll die Brücke doch verstärkt werden. - Verzögerungen ohne Ende.
Abgesehen von der fehlenden Notwendigkeit einer U-Bahn, wer würde diesen Leuten glauben, dass ihre Kostenermittlung belastbar ist?

rouge
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Abgehoben und sehr weit weg vom Volk.

Nach diesem Interview versteht man, warum die ÖVP abgewählt wurde.

LOEWEGRAZ
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Oje

Oje Frau Kohm, die dummen Landeier ziehen in die große Stadt und verstehen nicht was der Bürgermeister ihnen nicht inbrünstig genug erklärt hat. Wie abgehoben kann man eigentlich sein ?

lieschenmueller
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"Ums eigene Klientel"

Und der Rest ist wurscht?

Jelineck
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Ja.

Ein Kommunist ist z.B. verlorene Liebesmüh.

menatwork
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@Klientel: Und jetzt schauen Sie sich an, was im Gegensatz dazu Elke Kahr gesagt hat

dann verstehen Sie, warum Elke Kahr gewählt wurde und wir Politiker, die Ihre Anschauung vertreten, satt haben.

Die reine Gier ist einfach kein taugliches Konzept mehr angesichts der Probleme vor denen wir stehen.

Ich korrigiere
13
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frau khom

sollte total leiser treten, denn was hat sie bisher in ihrem bezirk murau schon zustande gebracht? meistens mit arbeiten anderer ressorts hat sich sich mit deren federn geschmückt. wenn ich auch nicht aus diesem bezirk komme, so habe ich ein gutes netzwerk dorthin

praesent
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Aha, Schuld ...

... sind die Wähler, die die Politik und ÖVP nicht mehr verstehen!
Hat nicht Nagl die Wahlen unnötig vorverlegt, sollte man DAS verstehen? U-Bahn, Murgondel, Plabutsch .... Verkehrschaos, sterbende Innenstadt, Bauwut, teure Wohnungen ... alles super, aber die blöden Wähler verstehen's nicht ...

isogs
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Naja

Wenn die ÖVP Wahlen gewinnt hat sie, die niedrige Wahlbeteiligung noch nie gestört

hfg
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Warum auch

Je weniger zu den Wahlen gehen, desto einfacher und billiger bekommt man oder behält man die Mandate und die ganze Macht. Nur diesmal hat die KPÖ durch Zufriedenheit mit ihrer Politik viele Nichtwähler für sich gewinnen können. Wenn die Bürger mit dem Bürgermeister zufrieden gewesen wären, dann hätten sie ihn auch gewählt.

UHBP
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Wir dürfen uns nicht auf Überschriften beschränken.

Aber gerade damit ist der Basti bis jetzt aber super gefahren, oder?

Klaudinger
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Aber irgendwann

wird ihm (Kurz) das auf den Kopf fallen und das spätestens bei der nächsten Wahl

UHBP
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@kl..

Aber überschätzt du das Potential der einfachen Türkisen aber gewaltig. Glaube ich ;-))
Nicht das Erreichte zählt, die Erzählung reicht und das gilt für Türkiswähler wohl mehr als für alle anderen.

hortig
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@UHBP

Und was ist mit deinen Roten? Ihr lebt ja auch nur von der guten, alten Zeit mit Kreisky...

Klaudinger
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Das Potential

der StammwählerInnen aller Parteien, zumindest jener der SPÖVP, FPÖ und Grünen wird meist von ihnen selbst überschätzt. Ich sag da mal nur die E-Mobility. Uns als Kinder wurde stets bei gebracht, wir sollen Strom sparen. Und wenn wir uns jetzt mal ganz offen und ehrlich sind, Sonnen- Luft- und Wasserkraft allein reicht für die E-Mobility und anderen mit Strom betrieben Gerätschaften bei weitem nicht aus. Also brauchts noch zusätzliche Energie

SagServus
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Also brauchts noch zusätzliche Energie

Die Aussage ist nicht ganz korrekt.

Es braucht zusätzlich Strom, aber nicht unbedingt zusätzliche Energie.

Die E-Mobility verursacht nicht mehr Energie sondern verschiebt in gewisser Weise nur die Energieform.

Am einfachsten zu erklären ist das am Beispiel einer Wärmepumpe im Vergleich zu einer Ölheizung.

Eine Wärmepumpe ist Strom betrieben, somit wird ihr Stromverbrauch "immens" steigen.
Wenn sie dann aber berechnen was sie sich an Öl ersparen weil die Wärmepumpe einfach effektiver arbeitet und viel weniger Energie braucht um ihr Haus zu wärmen, habens am Ende des Tages zwar viel mehr Strom verbraucht, dafür aber auch viel Energie eingespart.

Und bei der E-Mobility ist im Grunde das gleiche. Sie benötigen zwar viel mehr Strom, das was aber an Benzin und Diesel als Energie eingespart wird, ist um einiges höher.

Klaudinger
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Strom braucht

man so oder so, egal ob man mit einem Ölöfen auf Zentralheizungsbasis betreibt oder eine Wärmepumpe betreibt. Als ehemaliger Hausbesitzer hätte ich nie im Leben eine neue Heizanlage eingebaut. Weil sowas trotz div. Förderungen nicht gerade billig ist in der Anschaffung

 
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