Erfolge im schwarz-türkisen GrazDie KPÖ dringt tief in die Bürgerlichkeit ein

Ein schwarzer Ring mit dunkelrotem Kern - so stellt sich Graz nach der Bezirksratswahl 2021 dar. So hat Ihr Bezirk bei der Gemeinderatswahl abgestimmt.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Das bürgerliche Herz-Jesu-Viertel, Heimat von Siegfried Nagl, ist rot eingefärbt © Gernot Eder, Kleine Zeitung
 

Das innere Graz ist tiefrot - da drang die KPÖ tief in das bürgerliche Milieu ein. Die KPÖ ist nicht nur im ersten Bezirk die Nummer eins, sondern auch in den eher bürgerlichen Bezirken St. Leonhard und Geidorf. Auch in Jakomini liegt die KPÖ voran, ebenso wie in Lend und Gries auf der rechten Murseite. Und dort errang die KPÖ auch in den Außenbezirken Eggenberg und Wetzelsdorf am meisten Stimmen.

Kommentare (5)
Hausverstand
1
5
Lesenswert?

Die Bauwut war's

Die brutale Bauwut, mit der Nagl die bürgerlichen Bezirke verschandeln liess, hat ihm letztlich politisch das Genick gebrochen. Zuletzt waren nicht einmal mehr die Grünoasen in den Innenhöfen vor Nagls Immobilienfreunden sicher. Die drastische Verschlechterung ihrer Wohn- und Lebensqualität hat sich seine Klientel nicht mehr gefallen lassen. Die freuen sich jetzt riesig, dass die schützende Hand (über die Immobilienspekulanten) endlich weg ist.

Toyota11000
6
3
Lesenswert?

ein

hoch dem Kommunismus, hoffentlich wird bald enteignet und in VEBs übergeführt.

menatwork
4
6
Lesenswert?

Sofern man zwischen bürgerlich gebildet und bürgerlich eingebildet unterscheidet

wird das Ergebnis sofort verständlich.

Wo altes Geld, Erben und Besitzstandswahrer überwiegen, hat auch die ÖVP noch eine Mehrheit.

Überall dort wo der Wohlstand selbst erarbeitet wird - sprich das Bildungsbürgertum oder die klassischen Arbeitenden die Mehrheit stellen, reüssiert die KPÖ mit ihrem umfassenden Programm für das Gemeinwohl statt Klientelpolitik für wenige.

altbayer
0
0
Lesenswert?

Wohngebiet

In meiner Nachbarschaft sind viele selbstgebaute Einfamilienhäuser aus den 1970ern. Viele Bewohner sind weit über 70 Jahre alt.
In Gesprächen kommt immer wieder die Angst vor, dass sie im hohen Alter ihre Heizungen umbauen müssen- und es sich nicht mehr leisten können.
Jetzt gehört der Wahlsprengel KPÖ - mit der zukünftigen Regierung der Stadt Graz, können sie damit rechnen, dass sie für die alten Heizungen jetzt erst recht eine "Strafsteuer" zahlen werden.
Da sie ja "reiche Hausbesitzer" sind, wird es für sie kaum Förderungen geben.

wjs13
19
9
Lesenswert?

Wie bescheuert muß man eigentlich sein

damit man nach dem krachenden Zerfall des real existierenden Sozialismus noch kommunistisch wählt?
Kopfschüttel