MedienberichteGusenbauer beriet 2014 Abgeordnete in Aserbaidschan

"profil" und ORF berichten über fragwürdige Geldflüsse rund um Offshore-Firmen, die mit Geldwäsche und Politikerbestechung in Zusammenhang gebracht wurden.

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Alfred Gusenbauer
Alfred Gusenbauer © APA/Roland Schlager
 

Ex-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ) hat im Jahr 2014 auf Umwegen über eine Offshore-Firma 120.000 Euro aus dem Aserbaidschan erhalten, berichten "profil" und "ORF".

Gusenbauer bestätigt laut "profil", dass seine "Gusenbauer Projektentwicklungs und Beteiligungs GmbH" in dem Jahr ein bezahltes "sechsmonatiges Coaching- und Beratungsprojekt für Abgeordnete der Republik Aserbaidschan durchgeführt" habe. Zahlungen an Dritte habe es nicht gegeben.

Laut "profil" (online) floss das Geld über ein Konto bei der Danske Bank in Estland, das der schottischen Offshore-Firma Faberlex LP gehörte. Die Estland-Filiale der Danske Bank steht im Zentrum eines der größten Geldwäscheskandale in Europa.

Die Briefkastenfirma Faberlex wiederum habe neben ihrer Registrierung in Schottland auch eine Adresse in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku aufgewiesen, schreibt das "profil". Und das Organized Crime and Corruption Reporting Project (OCCRP), ein Investigativnetzwerk mit Osteuropafokus, werfe Faberlex vor, eine wichtige Firma in einem Offshore-Netzwerk zu sein, über das möglichst anonym große Geldbeträge in Richtung Westen verschoben wurden. So sei jener Mann, der gegenüber der Danske Bank als Verantwortlicher für Faberlex genannt wurde, in Wahrheit ein Fahrer einer Bank in Baku, der angibt, von den Geschäften nichts zu wissen.

Aserbaidschan steht im Westen wiederholt im Zusammenhang mit Politikerbestechung. So hat die parlamentarische Versammlung des Europarats 2018 einen ehemaligen Präsidenten und drei weitere Mitglieder bestraft, weil ein Korruptionsbericht ihnen vorwarf, gegen Geld für den autokratisch regierten Aserbaidschan gearbeitet zu haben. Zeugenaussagen zufolge händigte ein Aserbaidschan-Lobbyist beispielsweise 500-Euro-Scheine an Mitglieder der Versammlung aus. Dafür sollten sie die Lage von Menschen- und Bürgerrechten in der Ex-Sowjetrepublik in gutem Licht erscheinen lassen.

In Italien wurde Anfang des Jahres ein ehemaliger Abgeordneter - nicht rechtskräftig - in erster Instanz wegen Korruption zu vier Jahren Haft verurteilt. Er hatte 2,39 Millionen Euro aus Aserbaidschan erhalten, schreibt das "profil".

Gusenbauer verweist in seiner Stellungnahme gegenüber "profil" darauf, ihm sei "keine international relevante Einstufung von Aserbaidschan als 'repressives Regime' aus dem Jahr 2014 bekannt". Auch Sanktionen der westlichen Staatengemeinschaft habe es nicht gegeben.

Kommentare (7)
mtttt
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Die roten Kampflaeufer

sind verschwunden, kann ja nur eine türkise Ente sein ? Dabei einfach: Politik ist ein dreckiges Geschäft. Gusi hat ein paar Jahrzehnte in der roten Maschinerie geopfert, jetzt zieht er hält den Fruchtgenuss. Auch die Aserbaidschaner wollen wissen wie man sich geschickt eine willfaehrige Gefolgschaft aufbaut, und Gusi weiss, wie man an lästige. Finanzamt und Parteisteuer vorbei kassiert. Ein Hoch den Unfehlbaren !

HRGallist
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Medienberichte

Man muss davon ausgehen, dass Gusenbauer als „Edel - und Vorbildsozi“ die Abgeordneten in original sozialdemokratischen Geldabschöpf - und weiteren demokratischen Grundsätzen uneigennützig gegen entsprechendes Honorar weitergebildet hat. Für diese demokratische Grundlagenarbeit ist die Victor-Adler-Medaille im Beisein der SPÖ-„Granden“ die mindeste Anerkennung.

ReinholdSchurz
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Der Gusi👣🎪

Wenn es ein Fettnäpfchen gibt dann treffen es die roten zu 100%👍
Denen ist die Graz Wahl und der Herr Ehmann sowas von Wurscht tolle Unterstützung der Genossen aus Wien🙆🏻‍♂️

beneathome
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Profis

gestern und heute sind SPÖ und andere -Mitglieder in korruptive Machenschaften verwickelt. Nebenbei heimsen sie ungeniert Ehrentitel ein. Das ist eine endlose Geschichte und dafür gibt es auch keine Impfung. Nur ein Heilanstalt mit schwedischen Gardinen.

vanhelsing
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Dafür hat er sicherlich dann..

die Viktor Adler - Plakette erhalten!!

mtttt
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Feine Gesellschaft

die immer korrekten, Hüter der Wahrheit. Ich denke, er wollte einfach den Faymann nicht mit zuviel Steuergeld belasten.

Landbomeranze
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Fall für die WKSta?

Sicher nicht, ist ja ein Roter wird Kreiner attestieren