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Assistierter SuizidUlrich J. Körtner: Leidende brauchen unsere Solidarität, nicht das todbringende Medikament

Man sollte nicht den Fehler begehen, die Debatte um den assistierten Suizid auf rechtliche Fragen zu verengen. Letztlich geht es darum, wie wir Leiden und Tod ethisch begegnen wollen.

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© Illustration Margit Krammer
 

Nachdem der Verfassungsgerichtshof das ausnahmslose Verbot der Hilfe zur Selbsttötung für verfassungswidrig erklärt hat, hat der Gesetzgeber nun bis Jahresende Zeit, den assistierten Suizid gesetzlich zu regeln. Dabei ist einerseits dem Selbstbestimmungsrecht von Sterbewilligen, das das Gericht sehr weitreichend auslegt, und andererseits dem Anliegen Rechnung zu tragen, vor Missbrauch zu schützen und davor, dass auf Patienten in irgendeiner Weise Druck ausgeübt wird, ihr Leben vorzeitig zu beenden. Jemanden zum Suizid zu verleiten, steht weiterhin unter Strafe. Ein dritter Gesichtspunkt ist die Rechtssicherheit für jene, die im Einzelfall bereit sind, Suizidhilfe zu leisten. Diese müssen sich sicher sein können, dass der Suizidwillige tatsächlich eine freie Entscheidung getroffen hat, also nicht etwa unter Depressionen leidet oder sonst wie in seiner Einsichts- und Entscheidungsfähigkeit beeinträchtigt ist.

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derleobner
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Das der hippokratische Eid

hier ein Problem darstellt ist verständlich. Verständlich sollte aber auch sein, dass jenen Menschen die im Besitz ihrer geistigen Kräfte sind, die Entscheidung zu leben, oder dies zu beenden, vorbehalten sein sollte. Ich zahle seit Jahrzehnten bei der Flamme ein, weil ich die rationale Entsorgung vorziehe. Aus diesem entscheidenden Grund, sollte die Option des bewussten Suizid möglich sein.

masterchristl
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7
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Assistierter Suizid

Es ist eine große Erleichterung für mich, zu erfahren, dass ich, wenn ich meine Schmerzen nicht mehr ertragen kann und auch, wenn ich die Welt nicht mehr schön finden kann und das Leben nur mehr als Last empfinde, es beenden kann.