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Corona-ImpfungRisikopatienten bekommen einen Brief der Sozialversicherung

Schreiben an 165.000 Personen in diesen Tagen verschickt: Sie dienen auch als Bestätigung bei der Impfstelle.

Coronavirus - Impfung beim Hausarzt
© APA/dpa/Christoph Schmidt
 

Die Sozialversicherung verschickt derzeit Briefe an 165.000 Risikopatienten für eine Corona-Impfung. Das Schreiben hat zwei Funktionen: "Zum einen werden die Betroffenen informiert, dass sie zur Corona-Risikogruppe zählen und damit einen vorgezogenen Impftermin in Anspruch nehmen können und zum anderen dient der Brief als Bestätigung bei der Impfstelle. Die Patienten benötigen kein weiteres Attest und keinen zusätzlichen Befund", erläuterte Dachverbands-Chef Peter Lehner.

Die Sozialversicherung hat die Risikogruppen auf Basis ihrer Medikamentenverschreibungen definiert. Diese Risikogruppe umfasst österreichweit insgesamt 254.000 Personen, 89.000 hatten bis spätestens 5. April 2021 zumindest die erste Teilimpfung erhalten.

"Wir haben bewusst einen Brief als Informationsmaßnahme gewählt, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Wichtig ist nun, dass die Betroffenen rasch handeln und bei der Impfanmeldung ihr Risiko bekannt geben und dass gleichzeitig die Länder dieser vulnerablen Zielgruppe zeitnah ihre Impfung ermöglichen", erläutert Lehner am Samstag in einer Aussendung.

"Der Schutz der Risikogruppen hat absoluten Vorrang. Sie müssen rasch und umfassend geimpft werden", betonte der Vorsitzende der Konferenz der Sozialversicherungsträger.

Kommentare (24)
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schteirischprovessa
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Es ist ziemlich egal, ob Dinge österreichweit organisiert werden oder wie bem impfen durch die Bundesländer.

Kritiker und unzufriedene wird es immer geben.
Ich bekomme als Risikopatient mit Hauptwohnsitz in NÖ bereits diesen Samstag die zweite Dosis, bin also rund vier Wochen vorher dran gewesen als Vergleichbare in der Steiermark oder dem Burgenland.
So gibt's halt zur allgemeinen Unzufriedenheit noch die Abweichungen zwischen den einzelnen Bundesländern zu kritisieren.

cult
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Impfdrängler sind nicht das Problem

Steiermark ist in der Impfstatistik an letzter Stelle und dies aus gutem Grund. In der Steiermark versagt die Impfkoordination auf der ganzen Linie. Es hat höchste Priorität, dass die Impfstrategie die irgend jemand einmal am Schreibtisch aufgesetzt hat auf Punkt und Beistrich abgehandelt wird ohne auch nur den geringsten Wille und Kompetenz zu zeigen sich zu bewegen- einige Beispiele:
Mein Onkel liegt in einem Pflegeheim - dzt. kann er nicht geimpft werden da das Heim nur 18 Dosen Impfungen bestellen darf -- kleine Mengen sind nicht organisierbar und das obwohl die Pflegedienstleitung angeboten hat ein Fläschen (6 Dosen)in einer Apotheke oder Impfstrasse abzuholen. (Einzelne Dosen können/dürfen nicht transportiert werden). Hausärzte können sehr wohl einzelne Fläschchen (6 Dosen) beziehen aber nur aufgrund einer ihnen zugewiesenen Impfliste. Somit muss mein Onkel warten bis 18 Impfwillige im Heim sind da dass Heim keine Impfdosen bekommt. Angehörige dürfen nicht geimpft werden sofern sie nicht dem Impfschema entsprechen -- Konsequenz -- es wird nicht geimpft,
- An den Impfstrassen bleibt oft Impfstoff übrig der dann am Wochenende Hausärzten -- natürlich wieder mit Liste zur Verfügung gestellt wird. Ist von dieser Liste keiner zu erreichen -schmeissen wir ihn weg (weil abgelaufen)
- Hausärzte müssen den Impfstoff oft irgendwo in der Steiermark abholen weil das definierte Kontingent in der Zulieferapotheke erschöpft ist (Zulieferung erfolgt jedoch bedarfsorientiert)

hortig
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Risikogruppen

Als Risikopatient 1 Stufe hab ich mich Anfang März an die steirische Impfbehoerde gewendet, da nach Plan des Gesundheitsministerium die Patienten der Risikopagrupoe 1 gleich nach den 80 jährigen geimpft werden sollen. Mir wurde versichert, dass ich Mitte April die erste Impfung bekomme.
Seither Funkstille, gesunde 3o jährige Lehrer sind geimpft und ich soll einen Brief von der Oegk bekommen, die meine Therapieabrechnungen in gerade einmal 2 Monaten bearbeitet.

lexi
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Erst nach allen Ü65

Risikopersonen ohne institutionelle Betreuung (Krankenhaus etc) werden laut Herrn Koren in der Steiermark erst nach allen Ü65 geimpft. Damit vermutlich erst Mai/Juni. Ist zwar laut Impfplan so nicht vorgesehen, aber wohl nicht zu ändern.

Lepus52
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Wenn das stimmt, dann ist das

endlich eine organisatorische Superleistung. Die Krankenkassen wissen welche Medikationen die Patienten bekommen und können daher am sichersten "Vordrängler" und "Schwindler" verhindern. Gratulation.

Mein Graz
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@Lepus52

Es wird bei weitem nicht jeder Risikopatient an der Medikation erkannt - und diese fallen dann unter den Tisch.

fwf
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Olga

Wer nicht ELGA-Teilnehmer ist, ist als Risikopationet unbekannt, er bekommt nicht einmal Gratistests. So schaut's aus in Österreich. Entweder man legt alle seine Daten offen, oder an ist Mensch zweiter Klasse. Beamtendemokratur !

Mein Graz
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@fwf

Welche Medikamente der Arzt verschreibt ist m.W. trotzdem bekannt - die Krankenkasse bezahlt sie ja!

Ragnar Lodbrok
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Der Brief rettet kein einziges Leben.

Imofstoffe schon!

Irgendeiner
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Nein,Du hast da draußen viele die wenig wissen und auch nicht,

wie eng die Schlinge um den jeweils eigenen Hals ist,von der Sache her ist das durchaus gut.Nur sind austherapierte Vorschädigungen die ja trotzdem vorhanden sind mit laufenden Medikamenten nicht immer zu erfassen,man hätte sich halt in die Krankengeschichten bewegen müssen und schlimmer, der Brief ist quasi über ein Jahr zu spät,denn das erste hätte zu sein gehabt, die Risikogruppen besonders zu warnen,aber man hat lieber vom Schutz der Alten gefaselt und Wirtschaft und Gesundheit von taulosen Betriebswirtinnen und kleinen Leutnants abwägen lassen.Manche erreicht das jetzt nicht mehr.Wär aber Politik as if people mattered gewesen,zugegebenermaßen aber nicht so glanzvoll wie Pressekonferenzen.

Irgendeiner
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Ja,rote Strichi sind schön,so bunt,aber auf Dauer doch fad, vielleicht dochmal den Kraftakt eines inhaltlichen Arguments

versuchen,tut gar nicht weh,naja,nicht bevor ich antworte jedenfalls,doch nicht immer so compliant sein,das kommt nicht gut bei Erwachsenen.

andy379
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Man sollte den Risikopatienten keinen Brief schicken,

sondern Impfstoff für sie beschaffen!!! 😠😠😠

Spine
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Brief🤔

Bei der Sozialversicherung weiß man von einem nichts, über diesen angeblichen Brief hat schon die Krone Zeitung vor 3 Wochen berichtet. Was für eine PR- Show.

stern000
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Thromboserisiko

... und was ist mit Personen mit vererbtem erhöhten Thromboserisiko?

kathrinkasper
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vererbtes Thromboserisiko

Ich weiß nicht, ob es zur Risikogruppe zählt, aber mit Faktor-V-Leiden Mutation z.B. darf nur mit mRNA Impfstoffen geimpft werden.

GustavoGans
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Schauen ma mal

Als ich mich zur Impfung angemeldet habe, waren ehemalige Schlaganfallpatienten nicht in einer Risikogruppe (nach meinem Wissensstand).
Mittlerweile zählen ehemalige Schlaganfallpatienten zur Risikogruppe 3 (jedenfalls jüngere wie ich).
Ich bezweifle irgendwie aber, dass ich von der GKK einen Brief bekommen.

lacrima
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Was für einen Brief.....

...... haben diejenigen vorgezeigt, die sich vorgedrängt haben und sich in den Altenheimen mit impfen ließen????

rebuh
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Na den in österreich gültigen hinweis

das man einen kennt der wiederum jemanden kennt..... so jedenfalls hats bei mir schnell und sicher hingehaut!

argus13
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ÖGK

ist inferior, hat bisher schon nichts gegen die Pandemie beigetragen. Nachdem 2 Mio Ö. meist mit Risiko (gesundheitlich, berufsbedingt) geimpft sind, kommt man drauf eine PR Aktion zu starten. Toll, dass man das beim Impfen vorzeigen kann. WOnach wird beurteilt- nach dem Medikamentenverbrauch? Jeder Hausarzt kann einen Befund schreiben und der sollte laut Info allenfalls vorgwiesen werden.
Kostet nur Geld und bringt nichts außer der Post! Man muss schon bei der Anmeldung hinweisen, welche Risiken man hat!

Lepus52
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So wird den "Schwindlern" die Sache erschwert und das ist gut so!

Der Hausarzt bestätigt bald. Aber wer jahrelang z.B. Insulin benötigt ist Diabetiker nicht für die schnellere Impfung.

lexi
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Vordrängler

Der Hausarzt kann auch gleich impfen, das ist für ihn sicher weniger risikoreich als ein Attest zu fälschen. Zu glauben alle Risikopatienten an der Medikation erkennen zu können ist naiv. Nicht umsonst gab es auch im letzten Mai auch nur ein Jnfoschreiben zu den Risikoattesten von der SV auf Grund der Medikation, die Letztentscheidung war aber dem Arzt überlassen.

gh03
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Und wenn ich

bei meiner Risikoerkrankung keines der 2 gängigen Medikamente vertrage und daher mit viel Aufwand in der Lebensführung es so einigermaßen bewältige, was schreibt mir dann die ÖGK? Und was attestiert mir die anonyme ÖGK, wo ich ohnehin Befunde meiner Ärzte vorweisen kann?

lexi
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Covid Risikoattest

Genau dafür gibt es seit Mai 2020 das Covid Risikoattest. Das lässt dem Arzt innerhalb der Definition ein wenig Freiheit das Risiko zu bestätigen, unabhängig von Medikamenten aber trotzdem in engen Grenzen, und zwingt auch den Arbeitgeber zu Schutzmaßnahmen oder Home-Office bzw Freistellung.

Warum es jetzt eines automatisierten Schreibens der Sozialversicherung braucht kann ich auch nicht nachvollziehen.

Oma2013
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dem kann ich nur zustimmen

nach Medikamenten zu beurteilen ist dilettantisch und untergräbt Befundungen von Fachärzten.