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ÖBAGSchmids Nicht-Rückzug und die "anything goes"-Republik

Thomas Schmid bleibt ÖBAG-Vorstand, bis sein Vertrag kommendes Jahr sowieso ausläuft, er wird sich lediglich nicht mehr um eine Verlängerung bewerben. Ein fatales Signal, dass eigentlich eh alles geht.

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Thomas Schmid wird sich 2022 - wenn sein Vertrag sowieso ausläuft - von der Spitze der Staatsbeteiligungsholding ÖBAG (sie verwaltet die Anteile an OMV, Telekom, Post und Casinos Austria) zurückziehen. Dazu ist dreierlei anzumerken:

Kommentare (20)
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aposch
1
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Erfolgreich

In Österreich ist es nicht entscheidend, ob jemand in einem staatsnahen Betrieb erfolgreich ist. Nein, es kommt darauf an, welcher Parteifarbe er angehört und wenn das nicht der Fall ist, so werden die anderen Parteien alles daran setzen, auch mit schweren Verlusten für den Steuerzahler, um das zu ändern. Das nennt man dann nicht mehr Postenschacher, oder????

GanzObjektivGesehen
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Ein Bericht zum Geschäftsgebaren der ÖBAG wäre hilfreich.

Wie ist die Performance? Wie sehen unabhängige Experten die Leistungen des Vorstandes?
Wie ist das Gehalt des Vorstandes im nationalen bzw. internationalen Vergleich zu bewerten.

Ist Herr Schmid für diesen Posten ungeeignet, überbezahlt, oder einfach nur unbeliebt?
Sollten die Punkte 1. oder 2. zutreffen müsste man reagieren. Geht es ausschließlich um Punkt 3. ist dies nur eine Befindlichkeit, die manche noch ein Jahr "erdulden" müssen....

GanzObjektivGesehen
9
5
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Natürlich kann man das Auswahlverfahren aber auch die Besoldung kritisieren.

Dennoch müssen auch folgende Fragen gestellt und beantwortet werden:

Wird der Nachfolger des jetziges Vorstandes weniger Gehalt beziehen?
Wird der Nachfolger des jetziges Vorstandes besser performen?
Wird daraus ein möglicher Vorteil für die Republik entstehen?

Ich sage nicht, dass es so ist, aber möglicherweise wird durch eine frühzeitige Entlassung des Vorstandes, wenn überhaupt rechtlich möglich, nicht wirklich eine Besserung der Situation erreicht. Wobei ich über das Geschäftsgebaren der ÖBAG zu wenig weiß um Kritik zu üben oder unterlassen zu können.

Mein Graz
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@GanzObjektivGesehen

Für mich persönlich geht es gar nicht darum, ob es für Österreich ein Vorteil ist, wenn dieser Mann gehen muss.

Es geht um fehlende Moral aller beteiligten - auch wenn nur die Hälfte von dem stimmt, was kolportiert wird!

GanzObjektivGesehen
8
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Moral orientiert sich an einem Verhaltenskodex.

Welchen ziehen wir hierfür heran? Und wo waren die warnenden Stimmen bei der Wahl des Herrn Schmid? Das wäre ein wichtiger Teil der Arbeit von Oppositionsparteien gewesen. Haben diese ihren Job richtig gemacht?

Mein Graz
1
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@GanzObjektivGesehen

Zeig mir den Verhaltens- oder Moralkodex, in dem so ein Verhalten als "richtig" eingestuft oder empfunden wird.

Jetzt auf die Opposition hinzuweisen, bei anderen Dingen das Einbringen von gegensätzlichen Meinungen der Opposition anzuprangern, ist wohl fehlender Argumente geschuldet.

GanzObjektivGesehen
3
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Österreich !

Pfusch, Freunderlwirtschaft, (Networking) und Postenschacher sind ständige Begleiter der Menschheit. Nicht nur in Österreich. Wir haben es aber zu einer Kulturform erhoben.
Betrifft die Türkisen genauso wie die ÖVP, SPÖ, FPÖ, die GRÜNEN und ist auch bei NEOS zu finden.
Und die waren noch nicht einmal in einer Regierung.

Ich prangere die Oppositionsparteien nicht an, ich kritisiere sie. Weil sie genau so Teil des Systems sind. Meiner Meinung nach handeln sie genau so schlampig wie die jetzigen Regierungsparteien.

Ich brauche keine Argumente um eine einfache Frage zu stellen.

Mein Graz
0
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@GanzObjektivGesehen

Du stellst nicht nur Fragen, du stellst auch Behauptungen auf.
"Das wäre ein wichtiger Teil der Arbeit von Oppositionsparteien gewesen."

HASENADI
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Teeren und Federn waren in früheren Zeiten...

Reaktionen auf uneinsichtiges, präpotentes Verhalten.

Immerkritisch
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Super Artikel!

Es stinkt gewaltig in der Republik! Und wenn ein Herr Kogler nichts anderes dazu zu sagen hat: Die Grünen sind kein bisschen besser als alle anderen Parteien! Wer am Trog sitzt.....

dude
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Ich weiss, Sie sind immer kritisch,

... aber diese unerhörte Postenvergabe an Schmid dürfen Sie nicht Herrn Kogler und den Grünen unterjubeln! Diese "anything-goes-Machenschaften" können Sie einzig und allein der schwarz-blauen Kurz-1 Regierung zuordnen! Natürlich könnten Kogler und die Grünen auf die fristlose Absetzung von Schmid bestehen und die Regierung sprengen. Aber dies wäre jetzt in der größten Krise nach dem 2. Weltkrieg eine fatale Entscheidung. Nicht für die Grünen, sondern für die Republik Österreich. Ich persönlich finde es nicht als "am Trog hängen bleiben" sondern als Verantwortung für unser Land. Denn sich in einer so unappetitlichen Postenschacherei zurückzuhalten und nicht eine Regierungskrise und Neuwahlen zu riskieren fällt niemandem bei den Grünen leicht!

dude
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Grossartig auf den Punkt gebracht, Herr Renner!

Dem ist nichts hinzuzufügen!
Danke für diesen Artikel!

notokey
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Das war wohl der letzte Artikel vom...

... Herrn Renner.
Überdies wird er wohl nicht in der Printausgabe erscheinen.
Und nein.... natürlich ist das dann keine politische Entscheidung.
=)))

helmutmayr
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Kurzfeudalismus

Es stinkt mehr, als je im Feudalsystem der Monarchie stinken konnte.
Aber keiner wurde gezwungen "Antibasti" zu wählen. Es lebe "la Familia".

murnockerl
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richtigstellung

kogler war sehr wohl der meinung, dass schmid besser sofort zurücktreten sollte. diese fehlbesetzung und deren konsequenzen sind alleine der türkisen övp zuzuschreiben.

aposch
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Was ist damit erreicht?

Wenn Herr Schmidt sofort gehen muss, muss er mit Millionenbeträgen abgefertigt werden. Dazu kommt, dass ein neuer Vorstandsvorsitzender bestellt wird, der nach den Erfahrungen in Österreich nicht günstiger besoldet sein wird. Die Mehrkosten für den Steuerzahler haben wir dann der Opposition zu verdanken

Mein Graz
1
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@aposch

Erreicht wäre damit wohl, dass die verantwortlichen Politiker "Farbe bekennen" müssten, Postenschacher in zuvor selten (oder nie?) erreichtem Ausmaß durchgezogen zu haben.
So ein Eingeständnis wäre zudem ein Zeichen, dass die Moral in der Politik noch nicht völlig abhanden gekommen ist.

Dies wird aber nie geschehen, dazu besitzen die Verantwortlichen zu wenig Anstand.

Wiener58
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Alle gekauft?

Danke Herr Renner sie haben bewiesen, es gibt ihn noch den unabhängigen Journalisten.

aposch
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Unabhängigkeit?

Kann mir ein Mensch erklären, was Unabhängigkeit bedeutet. Sicher nicht, wenn dieser alles nachplappert, was andere Parteigänger ihm einimpfen.
Zum Anderen, was bedeutet es, wenn in einem Betrieb verschiedene Ansichten um die Vorherrschaft ringen.
Meint wirklich jemand, dass es da eine gedeihliche Zusammenarbeit geben kann oder wie es bei der BVT der Fall war, dass Geheimnisse ausgeplaudert werden, weil die Zusammenarbeit nicht funktioniert.

mobile49
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danke herr renner

das "wahlvolk" wird für geistig ziemlich minderbemittelt gehalten - gut für einige mag das ja zutreffen , aber .............