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Unterstützung für den KanzlerAuch SPÖ will Corona-Impfstoffe in Österreich produzieren

Nach der entsprechenden Initiative von Kanzler Sebastian Kurz will auch SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner die Produktion von Corona-Impfstoffen nach Österreich holen. Die Produktion der Impfstoffe dauere derzeit "viel zu lange". Kanzler Kurz berät mit Pharmavertretern.

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© APA
 

SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner schlägt die Einrichtung eines zunächst drei Milliarden Euro schweren nationalen Impffonds vor, über den entsprechende Projekte finanziert werden sollen. Unternehmen, die in Österreich an Impfstoffen forschen bzw. diese produzieren, will Rendi-Wagner finanziell fördern.

In Österreich seien bisher "nicht einmal fünf Prozent der Bevölkerung immunisiert", sagte die SPÖ-Vorsitzende in einem schriftlichen Statement. Als Grund dafür sieht sie die Produktionskapazitäten der Impfstofferzeuger: "Sie sind nicht dafür ausgelegt, so viel Impfstoff binnen kürzester Zeit für alle Menschen auf der Welt zu erzeugen." Die Produktionskapazitäten müssten massiv ausgebaut werden - "und zwar in Europa, aber auch in Österreich", so Rendi-Wagner, die zuvor schon Ende Jänner für eine "Krisenproduktion" in Europa plädiert hatte.

Kurz trifft Pharmavertreter

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) wird, wie berichtet, am kommenden Donnerstag nach Israel reisen, um über Kooperationen bei Forschung und Produktion mit Israel und Dänemark zu beraten. Im Vorfeld trifft er am Dienstag im Bundeskanzleramt gemeinsam mit Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck und Bildungsminister Heinz Faßmann (alle ÖVP) mit Vertretern führender heimischer Pharmaunternehmen (z.B. Pfizer, Novartis, Polymun oder Böhringer Ingelheim) sowie führenden Wissenschaftern und Medizinern (Rektor Markus Müller oder Josef Penninger) zusammen. 

"Wir dürfen die Gesundheit der Bevölkerung nicht in die Hand von drei Impfstoffproduzenten legen", sagte die Parteichefin. Corona werde Österreich noch Jahre begleiten, "deshalb muss die Produktion der Impfstoffe auf verlässliche und sichere Beine gestellt werden. Um uns langfristig zu schützen, müssen wir Teile der Impfstoffproduktion auch nach Österreich holen."

Zum Aufbau eines Forschungs- und Entwicklungszentrums in Österreich schlägt Rendi-Wagner die Schaffung eines nationalen Impffonds vor, der "in einem ersten Schritt" mit drei Milliarden Euro dotiert werden soll. Die Mittel sollen über die Kapitalmärkte "zu aktuell günstigen Konditionen" aufgenommen werden.

Auch plädiert die SP-Chefin für eine Forschungs- und Produktionsprämie in Höhe von 30 Prozent. Bis Mitte 2022 soll dazu im Rahmen der Forschungsprämie ein "Sondertopf" geschaffen werden. Unternehmen, die an Impfstoffen forschen und neue Produktionskapazitäten in Österreich aufbauen, sollen so mit einer Prämie von 30 Prozent begünstigt werden.

Unternehmen, die diese Mittel in Anspruch nehmen, müssten sich verpflichten, einen Teil der neu geschaffenen Produktionskapazitäten für die Verwendung in Österreich zu reservieren. Zusätzlich sollen für die Erforschung von Impfstoffen an heimischen Universitäten mehr Gelder zur Verfügung gestellt und eine "Entbürokratisierung" bei Betriebsanlagegenehmigungen umgesetzt werden, so der SPÖ-Plan.

Kommentare (38)
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Isidor9
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Topwissenschafterin ,aber zu anständig

Für das schmutzige Politikgeschäft ist diese Frau viel zu anständig und zu wenig gerissen. Die Rendi ist seriös, gescheit und noch dazu gutaussehend. Wie soll denn so jemand in der Schlangengrube Politik und speziell im Haifischbecken SPÖ überleben?

Mmarold
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Globalisierung

Es muß halt leider immer etwas passieren, damit man einlenkt. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, hat im letzten/vorletzten Jahr das letzte europäische Unternehmen die Produktion von Antibiotikum eingestellt.
Nun will man Corona Impfstoffe im Ö produzieren - die Idee ist gut ABER, wenn man das Pfizer Werk in Ö umrüsten will dauert dies laut Medienberichte 2-3 Jahre. Bis dahin wird der Spuk hoffentlich zu Ende sein.
Conclusio: weg von der kompletten Globalisierung (soweit möglich, denn z.b. Notebooks wird man schwer von Fernost in die EU verlegen können).

aposch
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Seltsam

Es ist gar nicht so lange her, dass es größtes Misstrauen gegen die Impfungen gegen Corona gab und jede Bestellung der Wirkstoffe wäre ein Ritt auf des Messers Schneide gewesen.
Nun, einige Monate später wird die Regierung von allen Seiten mit Vorwürfen bedacht, dass sie zu langsam und zuwenig Impfstoffe bestellt hat. Da sollten sich doch
Diejenigen am Kopf fassen, die hier ihre Meinung ins Gegenteil verkehrt haben.
Von Aussen zu schreien ohne selbst Verantwortung zu tragen, ist wohl das Letzte.

dieRealität2020
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Liebe Redaktion, ich frage mich wie ist das möglich?

ein Beitrag zum Artikel, aus dem Kurier von heute.
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In Großbritannien wird sowohl der Astrazeneca-Impfstoff als auch das Präparat von Biontech und Pfizer im Abstand von bis zu zwölf Wochen verabreicht, damit so viele Menschen wie möglich schnell eine Erstimpfung erhalten können. 20 Millionen.
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Wer auf die Zahlen bei den Briten schaut, wird feststellen das hier allein AstraZeneca einen Großteil seiner Produktion nur an die Briten geliefert hat. Der Brexit hat ihres dazu beigetragen und verständlicherweise haben auch teilweise die >>>> aus meiner Sicht zu Recht berechtigten Aussagen <<<<< einiger europäischen Politiker dazu beigetragen. Früher sagte man sinngemäß "die Briten waren und sind noch immer Schlitzohren und arbeiten mit doppeltem Boden"

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@dieRealität2020, und warum fragst da die Redaktion der KLZ?

Erwartest eine Antwort?

seinerwe
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Js

Besser spät als gar nicht. Aber ein Unternehmen das das ev. könnte gehört der Fam. Dr. Bartenstein. Und das müssen die Politiker und die Eigentümer in der derzeitigen Situation erst einmal wollen und aushalten.
Förderungen wären notwendig....

hortig
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Seinerwe

Informieren bevor Sie was posten. Die Bartenstein
stellt nur Tabletten her. Da kann man nicht von heute auf morgen auf Impfstoff umstellen

dieRealität2020
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Liebe Frau Wagner >>>>> Nur das hat Kurz schon vor ihnen verlautbart. <<<<<

Nichts Neues noch Aufregendes. "und zwar in Europa, aber auch in Österreich", so Rendi-Wagner, die zuvor schon Ende Jänner für eine "Krisenproduktion" in Europa plädiert hatte.
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Auf Grund dieser Hinweise tun wir wieder wiederholen. Von wo nehmen sie die Zahlen her? Natürlich keine Verantwrotung, da die Entscheidungsträger leztendlich ja dafür verantwortlich sind.
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>>>>>> Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) wird, wie berichtet, am kommenden Donnerstag nach Israel reisen, um über Kooperationen bei Forschung und Produktion zu beraten. <<<<<
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Einerseit könnten wir wohl in Österreich mit einigen Know How aus dem Ausland selbst produzieren, aber bis die Produktionsfähigkeit und Auslieferung möglich ist, werden auch einige Moante vergehen. Ich denke in 1-2 Monaten hat sich dieser chaotische kordinische Knoten gelöst.
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Wenn ich an eine tatsächliche beschlussfähige Realisierung durch die Bundeseregierung denke und dann an die 1.128 Meinungen der Oppositionen Gesundheits- Wirtschats- und Finanzexperten denke dann graut mir davor. Auf die Virologen hätte ich fast vergessen.
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Wäre ja ein beruhigendes Gefühl jetzt in der Pandemiezeit., soviel Virologen Experten Sachverständige usw. die hier in Östereich tätig sind. Aber nur bin ich irritiert, das ich von 50 Virologen 60 verschiedene Meinungen Alternativen Diagnosen und Therapien höre und lesen kann.

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@dieRealität2020, bei dir ist das schon krankhaft! Lesen solltest aber schon können, wenn'st dich angeblich schon vertippst und unlöslich verknotest!

Nochmals die Schlagzeile für Dich:
Unterstützung für den Kanzler. Auch SPÖ will Corona-Impfstoffe in Österreich produzieren.

Wer schreibt und behauptet, dass der Vorschlag von PRW kam, bzw. überhaupt früher als der von Kurz war? - Ich kann nichts finden. Im Gegenteil. PRW unterstützt das Vorhaben von Kurz.
Der hat in diesem Jahr schon so viel falsch gemacht, da wäre es ja fürchterlich würde PRW bei dem Wenigen was er gut macht dagegen sein. Nein, im Gegenteil, sie unterstützt den Kanzler. - Ja, und das scheint dir auch nicht zu passen. - Da soll sich einer auskennen.
Naja im Jänner hat PRW schon von einer Krisenproduktion in Europa gesprochen, oder hast das überlesen?
Auf alle Fälle ist mir nicht klar, was dich bei diesem Artikel so aufregt. Sogar deine Tastatur spielt verrückt und verknotet sich, wie du uns berichtest. Da hilft nur eines: cool down!

Mein Graz
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@dieRealität2020

Ich ersuche um Erklärung, was ein "kordinischer Knoten" ist.
Danke.

bam313
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Eine polizeiliche oder militärische Absperrung oder Postenkette,

welche sich verwickelt hat. *lach*

selbstdenker70
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...

Ändert aber nichts an der Meinung von Realität2020. Entweder hat man eine Meinung zu einem Thema oder zu einer Diskussion, oder man lässt vielleicht den einen oder anderen Kommentar in Zukunft weg.

Mein Graz
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@selbstdenker70

Da ich mich ständig zu bilden versuche und somit auch alles unternehme um meinen Wortschatz zu erweitern ist doch die Frage nach der Bedeutung eines Wortes gerechtfertigt?

KleineZeitung
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Wortschatzerweiterung

Wir bilden Sie gerne weiter :-):
Gemeint ist wohl ein gordischer Knoten. Der Begriff stammt aus der griechischen Mythologie. Heute bedeutet die Redewendung „den gordischen Knoten durchschlagen“ oder „den gordischen Knoten lösen“ die Überwindung eines schwierigen Problems mit energischen beziehungsweise unkonventionellen Mitteln.

Freundliche Grüße,
die Redaktion

dieRealität2020
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liebe Redaktion, danke für den Hinweis und die Erklärung

Wer meine Beiträge nur annähernd kennt, wird wissen das damit ein gordischer Knoten gemeint ist, Grundschulbildung. Normal halte ich nichts davon mich zu erklären. Durch ihren netten Beitrag jedoch, es gibt derzeit am Wochenende zeitweise bei meinem Keybord Textzeilenhänger, d.h. ich schreibe und stelle dabei fest, dass nach einigen Eingaben erst nach einer Sekunde der Text, aber oft falsch kommt. Was sich manchmal fatal auswirkt, da dies auch beim Kopieren von Textsequenzen geschieht. Traurig, wenn wer den Text nicht versteht oder versucht trotz besseren Wissen dümmlich nachfragt. Sorry, mehr ist dazu nicht zu sagen.
.
Ich benötige auch keine Nachfrage an die Redaktion, wenn sie Texte Wörter falsch schreiben, da ich annehme, dass sie einerseits Deutsch können und mit einem Textprogramm arbeiten, andererseits Fehler immer passieren können. Ein Zeichen von Menschlichkeit. Ich danke für die Anteilnahme einiger Poster.
.
Gerne übersende ich ihnen auf Anfrage einen Link von meiner Homepage wo sie mein Profil dokumentiert mit allen Dokumenten und Zahlen aus meinen Leben ab 1940 einsehen können. Kurz, Grundschule, HAK vorzeitig maturiert nach 8 Semester, eingerückt im 2. Turnus BH, dann inskribiert WH bereits vorzeitig nach 8 Semester mit Diplomarbeit zum Dkfm. Sorry, mehr ist dazu nicht zu sagen.

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@dieRealität2020, na klar doch. Und ich hab' die 4 Klassen Volksschule auch in 8 Semester abgeschlossen.

Wenn ich mir deinen Kommentar (Liebe Redaktion, ich frage mich wie ist das möglich?) weiter oben, durchlese, bin ich wahrlich an meine Volksschulzeit erinnert. Wo hast inskribiert und abgeschlossen Realität? An derselben Uni wie Frau Aschbacher?
Als angeblicher Diplomkaufmann (bis 1975, heute BWL) sollte man eigentlich wissen wie es möglich ist, dass ein britisches Unternehmen vorrangig die britische Nation beliefert. Ich denke viele würden für die Beantwortung deiner Frage keinen Universitätsabschluss benötigen.

Mein Graz
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@KleineZeitung

Daran hatte ich auch gedacht, allerdings war mir nicht bewusst, dass man sich so vertippen kann, dass statt "gordisch" "kordinisch" rauskommt.
Deshalb die Frage...

Balrog206
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Mein

Mach doch das das du anderem öfters schreibst wenn Sid bei dir nachfragen ! Benutzen sie eine x-beliebige Suchmaschine !

MonikaM3
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Was dauert da zu lange? Der Impfprozess ist das Problem.

Aktueller Artikel - Impfstoffe vergammeln in der EU, da die Impfstrategie und Umsetzung in der Hand von völlig unfähigen Personen liegt. Und daran ändert auch eine Produktion in Österreich nichts. Das werden sie vermutlich auch nicht hinbekommen.

aposch
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Witz

Ja natürlich Sie hätten das Impfproblem im Alleingang schon längst für alle Bewohner gelöst.

WSer
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Ich danke der Kleinen Zeitung für diesen objektiven und informellen Bericht

Ein dreifach Daumen hoch ...

Und danke auch an Frau Rendi-Wagner für deren Unterstützung. Das ist wirklich mal was positives.

bam313
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Spamen sie hier bitte nicht herum!

Sie haben null Ahnung von der Pharmaindustrie und posaunen hier herum.
Fürchterlich!

Hapi67
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Das Wort zum Sonntag

Vielen Dank-auch PRW kann Populismus

WSer
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*lol* Unfassbar *kopfschüttelundaugenverdreh*

Wenn es einen Oscar für ein politisches Plagiat gibt, Frau Rendi-Wagner hätte ihn für diese Meldung glatt verdient. Der Kanzler hat dies nicht nur schon vor mehreren Wochen angekündigt, nein, er hat schon mit Firmen Verhandlungen darüber geführt.

Guten Morgen Frau Rendi Wagner, es ist bereits 11:00 Uhr !!!

dieRealität2020
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ich freue mich zur Aussage von Frau Wagner

einen stimmigen Beitrag lesen zu können. So ist es. Nur wir müssen Frau Wagner konzedieren das sie sich bemüht jeden Tag ein anderes altes und neues Thema anzusprechen, was letztednlich vor dem Frühstück nicht so seinfach ist.

SoundofThunder
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🤔

Tja,das kommt davon wenn man unsere Pharmaprodukte in China produzieren lässt ( Von der Kopfschmerztablette bis zum Krebsmittel). Einheimische Pharmakonzerne können nicht gegen die Chinesen konkurrieren.

 
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