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"Fast schon historisches" Anti-Doping-Gesetz beschlossen

Der Sportminister Werner Kogler zeigt sich über das neue Gesetz zur Bekämpfung von Doping sichtlich beeindruckt.

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Der Nationalrat hat Freitagmittag ein neues Anti-Doping-Gesetz vereinbart. Zustimmung kam von allen Fraktionen. Sonderbestimmungen gibt es nun für sogenannte Gesellschaftsdrogen, die nur mit drei Monaten sanktioniert werden, wenn sie nicht zur Leistungssteigerung eingenommen werden. Die Position von Whistleblowern wird gestärkt, indem sie besser vor Drohungen geschützt werden. Auch Personen, die nicht Trainer sind, werden in die Anti-Doping-Bestimmungen einbezogen.

Genauer definiert wird im Gesetzesvorschlag der Begriff "Freizeitsportler". Als solche gelten Athleten, die innerhalb der letzten fünf Jahre nicht an internationalen Bewerben, oder nicht an mehr als fünf Wettkämpfen auf nationaler Ebene teilgenommen haben. Zudem wird definiert, dass der Aktive unter Landesligen bzw. Landesmeisterschaften aktiv ist. Diese Freizeitsportler sind von einer verminderten Disziplinarmaßnahme bedroht.

Geplant ist außerdem die Aufnahme von Mannschaftssportarten in den Testpool und die Einrichtung einer Sportler-Kommission, um die Rechte und Pflichten der Athleten im Rahmen der Umsetzung der Anti-Doping-Regelungen zu wahren.

Begeistert zeigte sich Sportminister Werner Kogler (Grüne). Er sprach von einem fast schon historischen Beschluss.

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