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Tourismus & CoronaJetzt können alle Gastro-Betriebe am Test-Programm teilnehmen

Masken- und Registrierungspflicht im Gastgewerbe, oder nicht? Darüber wird heftig diskutiert. An den Testprogrammen für Beherbungsbetriebe können jetzt jedenfalls alle Gastro-Betriebe und Campingplätze teilnehmen. Ausweitung auf Reiseleiter, Schilehrer, etc. geplant.

© APA/BMLRT/PAUL GRUBER
 

Donnerstagvormittag informierten Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP), Obfrau Susanne Kraus-Winkler (WKÖ - Fachverband Hotellerie) und Obmann Mario Pulker (WKÖ - Fachverband Gastronomie) über neue Maßnahmen für Tourismus und Gastronomie:

Ab 1. September 2020 können sich neben Beschäftigten gewerblicher Beherbergungsbetriebe auch jene von Gastronomiebetrieben, Campingplätzen und Jugendherbergen freiwillig, kostenlos und regelmäßig testen lassen. 45.000 Betriebe und 200.000 Mitarbeiter könnten davon umfasst sein.

Vorerst sind nur Gewerbebetriebe umfasst. Für Teilnehmer am Testprogramm soll es auch ein Zertifikat der Wirtschaftskammer geben, um den Gästen Sicherheit zu vermitteln. Eine Ausweitung auf Fremdenführer, Reiseleiter, Schilehrer etc. ist geplant.

Bisher wurden mehr als 115.000 Testungen in rund 2.600 Betrieben in ganz Österreich durchgeführt. Köstingers Ziel von 65.000 Tests pro Woche liegt damit noch in weiter Ferne.

So geht's:

  • Nach einmaliger Registrierung auf www.oesterreich.gv.at kann die Förderung in Anspruch genommen werden.
  • Aktuell bieten 19 Labore Testungen im Rahmen „Sichere Gastfreundschaft“ an. Termine werden vom Betrieb oder Tourismusverband organisiert.
  • Die Abstrichnahme erfolgt vor Ort im Betrieb, bei mobilen Stationen oder auch bei niedergelassenen Ärzten.
  • Die Kosten werden vom Bund mit max. 85 Euro pro Testung gefördert.
  • Es stehen dafür ausreichend Kapazitäten zur Verfügung.
  • Teilnehmende Betriebe können das Kennzeichen „Sichere Gastfreundschaft“ beantragen und führen.

Details zum Testangebot wie auch aktuelle Testungszahlen stehen auf der Plattform www.sichere-gastfreundschaft.at zur Verfügung.

Während die Heimaturlauber die Sommersaison für Touristiker an den Seen und in Wandergebieten noch halbwegs retten konnten, liegt der Stadttourismus darnieder. Betroffene Hoteliers hoffen hier auf weitere Stützungsmaßnahmen. Auch die weitere Zukunft der Nachtgastronomie ist ungewiss.

Doch vor allem in den Winterski-Orten fragt man sich inzwischen, wie man mit den Ski-Touristen im Winter umgehen soll. Welche Regeln sollen in Seilbahnen gelten, wie sieht es mit dem Après-Ski aus?

Problem mit Gästelisten

Der Aufreger der vergangenen Tage war freilich die mögliche Einführung von Gästelisten in Restaurants. Gastronomen pochen hier ja auf die Freiwilligkeit. Datenschützer wiederum verweisen auf die Probleme bei der Führung solcher Listen. Denn egal ob freiwillig oder verpflichtend: Die Daten der Gäste müssen geschützt sein.

Fachverbandsvertreter Mario Pulker betonte neuerlich, man wehre sich dagegen, eine "sinnlose Zettelwirtschaft" zu betreiben, im Wissen darum, dass - wie Stichproben in der Schweiz ergeben hätten - 75% der angegebenen Namen und Kontaktdaten falsch seien. "Ich habe kein Problem damit, die Gästedaten zu erheben, aber es geht darum, wie man das im Alltag praktiziert." Pulker appelliert an das Gesundheitsministerium, eine entsprechende, funktionierende App zu zertifizieren.

Warum die Branche gegen die Gästeliste ist

Seine Skepsis gegenüber der vom Gesundheitsministerium geplanten Gästeliste für Gasthäuser begründet Gastro-Spartenobmann Mario Pulker so:

  • Die geplante Gästeliste sei für die Wirte verpflichtend, für die Gäste aber nicht - viel Liebesmüh für womöglich wenig Erfolg.
  • Kein Wirt könne es sich in Corona-Zeiten leisten, einen Gast wegzuschicken, weil dieser sich nicht eintragen wolle.
  • Die Wirte seien keine Exekutivorgane und wollten keine sensiblen Daten haben.
  • Im Jahr 2020 könne es nicht sein, dass man eine Zettelwirtschaft starte anstatt etwa eine  App zu zertifizieren.

Köstinger sagte dazu: "Die Branche hat meine Unterstützung." Es brauche eine einfache und praktikable Lösung. "Die Verantwortung kann nicht auf den Betrieb umgewälzt werden." Die Betriebe müssten bestmöglich unterstützt werden, auch wegen des Aufwandes und der Gratwanderung in Zusammenhang mit dem Datenschutz.

Kein Problem mit Maske

Bei einem runden Tisch der Grazer Gastronomie und Hotellerie mit  Köstinger am Mittwoch hatten die Teilnehmer vor allem klare Regeln der Regierung gefordert. Gegen die Maske in den Betrieben wehrte man sich überraschenderweise nicht: "Die Gastronomen wollen den Gästen Sicherheit geben", sagte Jürgen Pichler vom Branchenmagazin Rolling Pin.

 

Kommentare (85)

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gb355
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na ja

....und DATENSCHUTZ????
(ich bin aber ABSOLUT kein DS Fan)

Anndrea
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150 Millionen

stellt das Köstinger-Ministerium dieses Jahr für die Aktion zur Verfügung. Bravo! Damit lassen 1,5 Millionen Tests machen - so viel werden aber bei weiten nicht.
Und wer bekommt das übrige Geld? Was bekommen die ÖVP-Stiftungsräte Jürgen Beilein und Gregor Schütze, die mit ihren Unternehmen damit beauftragt wurden?

Balrog206
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Die

Bekommen 250 Mill aber jeder !

bam313
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Wie wäre es eigentlich,

wenn sich diese gesamte Bande der ÖVP in Quarantäne begeben würde.
Am Besten bis zum Sommer 2021, wie vom Heiligen vorgeschlagen.

Aber nicht die Bevölkerung.
Nur diese türkisen Laienschauspieler ...

Bodensee
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Was heißt hier Maskenpflicht Ja oder Nein?

ALLE Gastronomiebetriebe inkl. Hotels gehören sofort mindestens bis Jahresende geschlossen.

samro
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gastronomie

bodensee
worin sehen das problem in der gastro?
ich sehe dass die tages gastro sich wirklich sehr viele muehe gibt und da sehr viel wirklich rationale schon jetzt mit maske sind und die gaeste auch anleiten abstand zu halten.
dahin sollte es meiner meinung nach gehen.
auch haben wir im sommer viel gastro im freien und auch das klingt eigentlich recht rational. mit abstand!
nachtgastro mit nullabstand und hirnlosen ohneabstand heisse ich nicht gut, doch darf mit die tagegastro da wirklichnicht mitbestrafen, die sich rational verhaelt.

dude
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Wenn diese Gästelisten...

... nicht von allen Seiten als Schikane und Bespitzelung hingestellt werden würden, sondern als Sicherheitsservice für den Kunden, dann hätten sie definitiv mehr Zuspruch!
Denn, wer will nicht verständigt werden, wenn sein Tischnachbar im Gasthaus mit Corona infiziert war?

bam313
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Weil das kontraproduktiv wäre,

da doch eh kein Mensch mehr unter diesen Auflagen auf ein Bier zum Wirten gehen würde.
Jetzt im Sommer/Herbst mag das ja noch funktionieren, wenn der Wirt einen Gastgarten hat.
Dort darf man aber als Normalsterblicher auch nicht mehr hin, weil dort die Politfuzzis abfeiern, wie im Schweizerhaus geschehen.
So wird das nix ...

DavidgegenGoliath
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@dude

Ich will nicht verständigt werden!

samro
1
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sie

das ist aber ein generelles problem.
dass sie garnichts wollen aber dafuer alles fordern, oder nicht?

Bodensee
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es dürfte gar keine Tischnachbarn geben....

,......denn alle Gastrobetriebe gehören ab sofort wieder komplett geschlossen

Irgendeiner
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Du hast schon recht,ich geh jetzt nirgends hin wo ich

nicht unbedingt notwendig hin muß,aber die Wirte wo ich vor Corona regelmäßig hinschaute wußten ohnehin wer ich bin und ich hätte auch kein Problem,dem unbekannten Wirt meine Daten zu geben, weil die Bierausschenker andere Sorgen als Datenzusammenführung haben und die Datenschutzgesetze auch für die gelten,jede Bewegung im Internet ist da riskanter.Und wenn ich die Popokarte zieh, neben einem zu sitzen der kräftig streut,will ichs wissen, weils mir zwar möglicherweise nicht mehr hilft, aber ich muß nicht noch andere gefährden und ich hab auch andere Menschen in meiner Umgebung die es keinesfalls kriegen sollten.Wichtiger wäre daß nicht alle vergessen, daß Outdoor bis zum Herbst sicherer ist, dann wirds eng.

Bodensee
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was soll dieses verharmlosende Herumgeeiere?

Ist es wirklich so schwer zu verstehen, dass ALLE Gastrobetriebe sofort wieder schließen sollten?

Irgendeiner
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Ich hab damit kein Problem,aber die meisten schon,

und solange zum Beispiel die Sitzerei im Freien vor sich geht mit nötiger Distanz ist das Risiko geringer als im Zug oder einer Straßen- oder U-bahn,ist die Aerosolfrage-und ich sagte schon,jeder nur ein Berggipfel wär das Ideal,aber ihr wollt nicht rauf, obwohl das Konzept erfolgreich wäre.Und ich verharmlose nie und eiere auch nicht rum, aber manchmal hab ich einen daran.

gb355
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na ja

habts ihr eine Ahnung, welches Gedränge
auf Bergen herrscht...
Klettersteige betreten, 40 min. Wartezeit-
"Blockabfertigung"... so
erzählten jene, die freiwillig wieder
umgedreht haben.

bobbybrown
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Vorteil

Denn diese Möglichkeit steht dem Personal im Gesundheitswesen nicht zur Verfügung!!!

harri156
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Das ging ja schnell....

Vor einem Monat gefordert und schon ab 1. September dürfen Mitarbeiter der Jugendherbergen zum Test. War der Urlaub wohl erholsam Frau Minister????... gähhhhhhhhn

langsamdenker
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@harri156

Und um der staunenden Fachwelt diese bahnbrechende Erkenntnis mitzuteilen, haben Sie jetzt ihr Mittagschlaferl unterbrochen, harri156?
Das ist lobenswert.

harri156
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Ohhh

Habe Ihren Kommentar erst morgen erwartet.

samro
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wirtschaft

''Gegen die Maske in den Betrieben wehrte man sich überraschenderweise nicht: "Die Gastronomen wollen den Gästen Sicherheit geben",''

das kommt fuer mich nullueberraschend.
wenn man draussen ist und den gastronomen zuhoert und auch den gaesten, dann hoert man dass man da wenig probleme sieht.
die leute kennen und wissen um vernunft.
die meisten halt.
aber hier wird von einigen gegen jede auch noch so einfache massnahme gesudert und alarm geschrien.

gut dass es ma einer ausgesprochen hat, was die meisten denken.

langsamdenker
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@samro

Die leichtfriedkicklschen Verfassungswächter und Chefstatistiker sind halt nur eine kleine Minderheit, samro.

Nach ein paar Wochen angestrengtem Forum, verbuch ich die Alarmisten unter die Rubrik "Unterhaltung, Rätselecke, Witz des Tages"

samro
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gut

''Die leichtfriedkicklschen Verfassungswächter und Chefstatistiker sind halt nur eine kleine Minderheit, samro.''
gott sei dank.
und wahlkampf in wien ists auch noch.
obwohl man schon ganz arm verkuendet dass man sich wenig chancen gibt.
diesmla halt in der opferrolle.

''Nach ein paar Wochen angestrengtem Forum, verbuch ich die Alarmisten unter die Rubrik "Unterhaltung, Rätselecke, Witz des Tages"''
sehr gute idee. :)

Bobby_01
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Für alle

möglichen Sparten gibt es kostenlose Tests.
Als medizinischer Mitarbeiter im Krankenhaus in der Steiermark kann man sich auch testen lassen, aber auf eigene Kosten!
Das ist ja nicht so wichtig, wäre ja zum Schutze der Kollegen und Patienten.
Es geht ja nur um die Wirtschaft und sonst ist es egal. Zumindest in der Steiermark ist es so.

samro
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mitarbeiter

ja eine wichtige forderung.
bin da ganz bei ihnen.

Bobby_01
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Ist ja

wohl ganz einfach.
Jeder Gast muss einen Ausweis dabei haben und dieser wird beim Eintreten in die Lokalität gescannt.
Wer das nicht will kriegt keinen Zutritt.
Überall kann man die Gäste erfassen, nur bei uns in Österreich ist das nicht möglich?

Stubaital
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Gastronomie

Was wollen die eigentlich
Im Prinzip wird alles abgelehnt und lächerlich gemacht.
Sind mit nichts zufrieden.
Warum wehrt man sich zum Beispiel gegen das Eintragen von Gästen?
Aber die ersten die schreien, wenn es Konsequenzen gibt.

 
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