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GastkommentarDie jahrelange Hetzkampagne gegen den Kapitalmarkt trägt in der Krise nun Früchte

Der Ökonom Hanno Lorenz meint, dass die habituelle Abneigung der Österreicher gegenüber dem Kapitalmarkt mit schuld daran ist, dass des dem Land in der Krise an Geld fehlt.

Cover der Financial Times Deutschland aus dem Jahr 2007
Cover der Financial Times Deutschland aus dem Jahr 2007 © (c) APA (HELMUT FOHRINGER)
 

Dass die Österreicher keine große Liebe zum Kapitalmarkt haben, ist allgegenwärtig. Nur fünf Prozent der Bürger dieses Landes halten Aktien zur Geldanlage, 8,5 Prozent haben sich in Investmentfonds eingekauft. Hingegen trägt fast jeder Österreicher sein Geld aufs Sparbuch. In den heutigen Zeiten müssen daher nicht nur die Sparer vergeblich nach Erträgen ihres Geldes suchen, auch für Unternehmen ist es schwierig, Investitionen durch Eigenkapital zu finanzieren. Kommt dann noch wie jetzt eine Krise, führt die Fremdkapitalfinanzierung schnell in die Überschuldung.

Kommentare (9)
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CuiBono
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Ein seltsamer Jünger

der Herr Hanno Lorenz.

Scheint mir ein später Lehrling des Carsten Maschmeyer / AWD zu sein.
Der war Meister, den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen, ist es vielleicht immer noch.

Also Herr Lorenz, NEIN Danke.
Behalten Sie Ihre hinlänglich als falsch erlebten Theorien doch bitte für sich.

melahide
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der Herr

ist auch lustig. Für "Kleinanleger" zahlen sich Aktien kaum aus. 1) soll man Aktienbesitz "streuen" um gut aufgestellt zu sein 2) sind Ausgabeaufschläge, Gebühren usw. für "kleine" Beträge wirklich hoch. Dazu kommen Depotgebühren. Diese werden, wenn man höhere Beträge investiert, meistens erlassen oder haben einen "Deckel".
Ein "Kollege" von dem lieben Herrn meinte ja neulich im ORF; dass Kapitalmarkterträge gleich steuerfrei gestellt werden sollten - "man habe ja schon für das Arbeitseinkommen steuern bezahlt". Das ist der pauschale Leitsatz von Neoliberalen, auch bei Vermögens- und Erbschaftssteuern. Dabei muss ich, wenn ich mir bei BILLA eine Wurstsemmel kaufe, auch eine Umsatzsteuer bezahlen. Dabei hab ich schon einmal Lohnsteuer bezahlt. Komisch, oder?

Mein "Wunschmodell" wäre, wenn es nur noch Namensaktien gäbe. Also eine Firma gibt Aktien aus, ich kaufe mir meinen Anteil an der Firma, habe ein Stimmrecht, bekomme eine Gewinnbeteiligung. kann diese aber nicht verkaufen - das würde den "Handel" und die Spekulation gleich einmal den Riegel vorschieben.

Trieblhe
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@melahide

Das ist ja das Problem in Österreich, fast alle glauben, Aktien sind nur für „gstopfte“ nix für Kleinanleger. Dabei gibt’s mittlerweile einige Direktbanken mit günstigen Konditionen, einfach in Weltweite Index ETFs investieren und gut ist. Wieso werden wohl die Reichen immer reicher? Weil 7 Prozent (langfristig, vor Steuern) mehr bringen als 0,1 Prozent am Sparbüchel, aber das bekommt man nicht in die Köpfe rein. Sinnvoll und fair wäre auch ein Sparer Freibetrag nach deutschem Vorbild, Kleinanleger würden davon profitieren.

bb65
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@melahide

Streuen kann einfach mit ETF, die Fonds streuen fuer dich

melahide
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Ja

Ich selber investiere auch in Fonds. Da gibt es sich welche, die keinen Ausgabeaufschlag haben. Weil Ausgabeaufschlag + Verwaltungsgebühr rechnet sich wirklich kaum. Ja, wenn man 10 Jahre Zeit hat und das Geld nicht braucht, gehts oft gut. Viele verlieren auch Geld... wie sagt man so schön? „Ein Spekulant lernt mit jeder Krise, bis er von der nächsten überrascht wird“.

Aber ... jene die viel Geld machen leben nicht von 7 % Gewinn :)

Willi128
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Zurückhaltung wenig überraschend?

Ein Ansparfond Verlust 1 Jahr -7,24%
Verlust 3 Jahre - 5,48 %
Verlust 5 Jahre - 2,98 %
sind tatsächliche nicht fiktive Zahlen. Abgeschlossen zwischen 2005 bis 2015 Gezeichnet € 4050.-- - Wert heute € 3958.--.
Zurückhaltung bis Skepsis sind nicht immer falsch!

SoundofThunder
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Ja

Kärnten hat eh eine Heuschrecke als LH gehabt. Ist eh schiefgegangen.

Hausberger
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Politiker-Banksterlobby

Nur nicht zu viel Finanz- und Wirtschaftsbildung in Österreich, sonst würden vielleicht Wählen in Österreich anders ausgehen? Finanzskandale unter Beteiligung der „Öffentlichen Hand“ (offenen Hand?) werden ignoriert (Volksbanken, Hypos inkl. Raiffeisen, Kommunalkredit, EUrofighter, Straches,....) und der Wähler reagiert nicht. Die Wiener Börse steht im überwiegenden Eigentum der Finanzwirtschaft, wer soll diesem Markt trauen? Daher ist es leichter, Kundengelder in sinnlose und teure Versicherungen bzw. sauteure Fonds zu schleusen! Und, richtig, Finanz- und Wirtschaftsbildung beginnt in der Schule, aber bei bei Geo- und Wirtschaftsblabla......???

Hausberger
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Wähler=Wahlen

bei bei einmal reicht!