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CoronavirusWeißes Haus blickt nach Österreich

USA suchen bei möglichen Wegen hin zu Lockerung der Maßnahmen Ideen aus Musterländern.

Mike Pompeo
US-Minister Mike Pompeo richtet seinen Blick auf Österreich © (c) AP (Patrick Semansky)
 

Auf der Suche nach möglichen Wegen bei der Wiedereröffnung der Wirtschaft blicken die USA laut Medienangaben auch nach Österreich. Das Weiße Haus betrachte die Alpenrepublik neben Südkorea und Singapur als Erfolgsmodell, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Sonntagabend berichtete.

Sowohl Außenminister Mike Pompeo als auch der Wirtschaftsberater von Präsident Donald Trump, Kevin Hassett, hätten die drei Länder in den vergangenen zwei Wochen im Hinblick auf die Wiederöffnung der Wirtschaft besonders genau beobachtet. Jeden Tag seien Statistiken mit den österreichischen Zahlen erstellt worden, um zu sehen, wie sich die ersten Lockerungsschritte der Corona-Maßnahmen auf die neuen Infektionszahlen auswirkten, hatte Hassett laut Bloomberg bereits vor einigen Wochen wissen lassen.

Entschlossenes Österreich

Österreich hat im Vergleich zu den USA sehr rasche und strenge Maßnahmen gesetzt. Erste Ausgangsbeschränkungen wurden am 13. März verkündet, einen Tag nach dem ersten bestätigten Todesfall.

Trump hatte zunächst nur sehr zögerlich auf den rasanten Anstieg der Covid-19-Fälle reagiert. Mit 1,3 Millionen Corona-Infektionen und fast 80.000 Toten sind die USA das mit Abstand am stärksten betroffene Land.

Musterschüler in Asien

Südkorea wird im Kampf gegen das neuartige Virus immer wieder als Vorbild genannt. Als wichtiger Aspekt dabei gilt die hohe Anzahl der durchgeführten Tests. Allerdings hat laut Bloomberg Österreich pro eine Million Einwohner mittlerweile deutlich mehr Testungen durchgeführt als das ostasiatische Land. Nach der Wiedereröffnung von Bars und Nachtclubs wurde am Wochenende mit 34 neuen Fällen der stärkste Anstieg in Südkorea seit vier Wochen festgestellt.

Singapur war lange Musterschüler, weil dort Infektionsketten minutiös nachverfolgt und alle Kontaktpersonen unter Quarantäne gestellt wurden. Auch dort kam es im April aber zu einer zweiten Welle, was restriktivere Maßnahmen zur Folge hatte.

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