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Diszipliniert bleiben Anschober: "Sonst kann uns alles kippen"

„Wir entscheiden heute mit unserem Handeln darüber, wie es im Spital in zwei Wochen aussieht.“ Und: „Da ist kein Spielraum drinnen für eine Osterfeier", sagte der Gesundheitsminister.

NATIONALRAT - 3. CORONA-GESETZESPAKET: ANSCHOBER
Gesundheitsminister Anschober trug am Freitag auch Schutzmaske © APA/ROBERT JÄGER
 

Das Gesundheitsministerium geht davon aus, dass die Zahl der bekannten Infektionen mit dem Coronavirus in den nächsten Tagen nur noch moderat steigt. Als positiv wertete Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) heute auch, dass die Zahl der an Covid-19 Erkrankten in Spitälern aktuell nur leicht wächst. In der kommenden Woche sei man damit „auf der relativ sicheren Seite“.

Diszipliniert bleiben

Dennoch appellierte Anschober an die Bevölkerung, trotz der zuletzt positiven Entwicklung diszipliniert zu bleiben. „Sonst kann uns alles kippen“, so der Minister. Niemand dürfe glauben, jetzt schon wieder zum Fußballspielen oder ins Wirtshaus gehen zu können: „Wir entscheiden heute mit unserem Handeln darüber, wie es im Spital in zwei Wochen aussieht.“ Und: „Da ist kein Spielraum drinnen für eine Osterfeier.“

Zahl der positiv Getesteten dürfte auf 14.000 steigen
Laut der von Herwig Ostermann, Geschäftsführer der Gesundheit Österreich GmbH, vorgetragenen Prognose dürfte die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Personen bis Freitag kommender Woche von aktuell über 11.000 auf rund 14.000 wachsen. Erwartet werden etwa 800 bis 1.200 Patientinnen und Patienten mit dem Coronavirus im Spital sowie „unter 300“ Personen, die intensivmedizinische Behandlung benötigen.

Genug Spitalsbetten

Die einschlägigen Kapazitätsgrenzen der österreichischen Krankenhäuser werden laut Anschober somit nicht erreicht. Denn in Summe gibt es etwa 41.500 Spitalsbetten (davon etwas über die Hälfte frei) und über 2.200 Intensivbetten (davon über 1.000 frei). Das auch deshalb, weil laut Ostermann bewusst Kapazitäten neu geschaffen bzw. freigemacht  wurden. So habe man etwa nicht notwendige Operationen verschoben. Anschober sieht zwar keine akuten Lieferengpässe bei Schmerzmitteln. Sollte es weiterhin Lieferschwierigkeiten geben, dann „ist es eine Frage der Zeit, dass Engpässe entstehen werden, wenn aus Indien weniger Produkte kommen“.

"Europäische Strategie"

Letztlich sei man bei den Medikamenten in derselben Situation wie bei Schutzbekleidung, weil sich Europa von ausgelagerter Produktion abhängig gemacht habe, sagte Anschober. Daher brauche es eine „europäische Strategie der Eigenproduktion“.

Zurückgewiesen wurde von Anschober ein Bericht der Nachrichtenagentur Reuters, wonach die EU-Kommission schon im Jänner eine koordinierte Beschaffung von Test- und Schutzausrüstungen vorgeschlagen habe, die EU-Gesundheitsminister das aber abgelehnt hätten. Österreich habe immer Wert darauf gelegt, „dass wir europäische Programme brauchen“.Anschober kündigte auch einen besseren Datenzugang für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an, und zwar sowohl zu Modellrechnungen als auch zu den dahinter liegenden Basiswerten. „Wir arbeiten seit Tagen daran, ein Modell zu finden, wie wir das unter Einhaltung der datenschutzrechtlichen Rahmenbedingungen gut schaffen können“, so der Minister bei einer Pressekonferenz. „Da ist Transparenz extrem wichtig, in der Krisenzeit aber nicht immer sofort machbar“, so Anschober.

Kommentare (30)

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minerva
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für deinen vielleicht andik...

bei mir spricht die impfung gut an

menatwork
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Volksrepublik China: 1,386 Milliarden Einwohner

da schauts bei uns schon "besser" aus - aber die Immunisierung durch Erkrankung ist nicht unser Ziel und kann keine Lösung sein, weil sie ohne Therapieansatz zur entsprechenden Anzahl schwerer Fälle und Verstorbener führen würde.

Eindämmen und unter Kontrolle halten ist die einzige Option, die im Moment zielführend ist, weshalb wir uns zunehmend besser - trotz und mit den Einschränkungen - in der Situation einrichten müssen.

Geerdeter Steirer
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Korrekt @menatwork,

"Eindämmen und unter Kontrolle halten ist die einzige Option!"

Hr. Anschober handelt und klärt völlig richtig auf !!

Aber einige wirklich unbelesene und megag'scheite wird's immer geben die anderes verbreiten und dummerweise auch noch behaupten !

metropole
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Lehrer

Richtig der lehrer ist der Gesundheitsexperte.seine peinlichen Pressekonferenzen beweisendas Gegenteil.Wann ist die nächste Pressekonferenz ? er hört sich so gerne reden !

WASP
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Lehrer

Sie müssen ja nicht einschalten. Niemand zwingt Sie. Ich bin froh über Informationen unseres sympathischen Gesundheitsministers.

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