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Türkis-Grün Das sind die Mitglieder der neuen Bundesregierung

Erstmals besteht die Bundesregierung aus mehr Frauen als Männern. ÖVP stellt neben dem Kanzler zehn Minister, die Grüne vier Minister, dazu kommt je ein Staatssekretär. Vier Minister waren schon bei türkis-blau dabei.

Sebastian Kurz von der ÖVP (33 Jahre, aus Wien) wird Bundeskanzler und Medienminister. 

Er war jüngster Außenminister, jüngster Bundeskanzler und dann auch jüngster Altkanzler, nachdem die Koalition mit der FPÖ im Vorjahr krachend scheiterte und Sebastian Kurz von einer Mehrheit im Parlament abgewählt wurde. Nun versucht Kurz, der 2017 als neuer ÖVP-Chef die Koalition mit der SPÖ platzen ließ, mit den Grünen sein Glück. Das Regierungsprogramm trägt klar die Handschrift der ÖVP, die unter Kurz türkis wurde – mantraartig spricht er vom „Kampf gegen illegale Migration“. Sein Jus-Studium schloss der Wiener nie ab. Ideologisch gilt er als anpassungsfähig, inhaltlich als „Kontrollfreak“, der nichts dem Zufall überlassen will.

APA/Hans Punz

Werner Kogler von den Grünen (58 Jahre, aus der Steiermark) wird Vizekanzler, Beamten- und Sportminister.

„Es wird eine der größten Aufgaben, aber auch eine der spektakulärsten.“ Das sagte Werner Kogler 2017 zur Kleinen Zeitung, als er quasi als „Masseverwalter“ die Grünen übernahm. Das spektakuläre Comeback glückte. Gut zwei Jahre und viele Wahlerfolge später führt der 58-jährige hemdsärmelige Steirer die Grünen als Vizekanzler (zuständig für Beamte und Sport) erstmals in eine Bundesregierung. Ausdauer zeigte der studierte Volkswirt 2010 bei einer fast 13-stündigen Rede im Parlament, galt aber nicht als Mann für die erste Reihe. Nun setzen die Grünen voll auf Klimaschutz, müssen aber in vielen anderen Bereichen die ÖVP-Positionen mittragen.

APA/Hans Punz

Susanne Raab von der ÖVP (35 Jahre, aus Oberösterreich) wird Integrationsministerin.

Am Islamgesetz und am Burka-Verbot hat sie mitgearbeitet. Nun steigt die Oberösterreicherin von der Sektionschefin im Außenamt zur ersten Integrationsministerin auf und soll gegen den „politischen Islam“ ankämpfen. Auch die Frauenagenden bekommt die studierte Psychologin und Juristin dazu.

APA/Armin Muratovic

Karl Nehammer von der ÖVP (47 Jahre, aus Wien) wird Innenminister.

Als Mann fürs Grobe zeigt sich Nehammer seit 2018 als ÖVP-Generalsekretär. Eine harte Linie soll der Ex-Berufssoldat, der im ÖAAB Karriere machte, nun auch als Innenminister vorgeben. Vor-Vorgänger Herbert Kickl warnt schon vor Umfärbungen im Polizeiapparat.

APA/Herbert Neubauer

Gernot Blümel von der ÖVP (38 Jahre, aus Wien) wird Finanzminister.

Wie Sebastian Kurz wurde auch dessen Vertrauter Blümel von Ex-ÖVP-Chef Michael Spindelegger gefördert. An der Seite von Kurz machte Blümel Karriere, zuletzt als Kanzleramtsminister (zuständig für Kultur und Medien) und Regierungskoordinator. Nun bekommt der studierte Philosoph Blümel noch mehr Macht und wird Chef im Finanzministerium. Ob er als Chef der Wiener ÖVP 2020 in die Landtagswahl zieht, ist unklar.

APA/Georg Hochmuth

Elisabeth Köstinger von der ÖVP (41 Jahre, aus Kärnten) wird Ministerin für Landwirtschaft und Tourismus.

Köstinger ist eine weitere loyale Vertraute von Sebastian Kurz – sie diente als ÖVP-Generalsekretärin, Kurzzeit-Nationalratspräsidentin un als Ministerin. Das wird sie nun wieder – die Umweltpolitik, für die sie oft kritisiert wurde, gibt die Bauernbündlerin ab.

APA/Hans Punz

Heinz Faßmann von der ÖVP (64 Jahre, gebürtiger Deutscher) wird Bildungsminister.

Dass er doch als Minister weitermacht bzw. zurückkehrt, ist überraschend. Der gebürtige Deutsche Heinz Faßmann ist nun das mit Abstand älteste Regierungsmitglied – und mit 2,07 Meter auch das größte. Der frühere Uni-Professor soll die eher konservative Bildungspolitik (Notenpflicht, früheres Sitzenbleiben) fortsetzen.

 

APA/Georg Hochmuth

Karoline Edtstadler von der ÖVP (38 Jahre, aus Salzburg) wird Kanzleramts- und Europaministerin.

2017 machte Sebastian Kurz die als „strenge Richterin“ bezeichnete Karoline Edtstadler zur Staatssekretärin im Innenministerium. Seit der EU-Wahl 2019 ist sie ÖVP-Delegationsleiterin im EU-Parlament. Nun kehrt die Salzburgerin als Europaministerin im Kanzleramt zurück.

 

APA/Georg Hochmuth

Alexander Schallenberg (50 Jahre, geboren in Bern in der Schweiz) bleibt Außenminister.

Im Juni 2019 wurde er Außenminister im Kabinett Bierlein, nun macht er weiter. Alexander Schallenberg, Jurist und Vertrauter von Sebastian Kurz, hat eine lange Karriere als Diplomat und in ÖVP-Kabinetten hinter sich. EU- und Kulturagenden gibt er ab. Sein Vater war Generalsekretär im Außenamt.

APA/AFP/Attila Kisbenedek

Margarete Schramböck von der ÖVP (49 Jahre, aus Tirol) wird Wirtschaftsministerin.

Eineinhalb Jahre lang war sie Vorstandschefin der A1 Telekom Austria. In der türkis-blauen Regierung wurde Margarete Schramböck 2017 dann Wirtschaftministerin. Bei der Nationalratswahl 2019 war sie ÖVP-Spitzenkandidatin in Tirol. Nun kehrt sie, wie erwartet, als Ministerin zurück.

APA/Georg Hochmuth

Christine Aschbacher von der ÖVP (36 Jahre, aus der Steiermark) wird Arbeits- und Familienministerin.

2017 wurde Juliane Bogner-Strauß Familienministerin, nun ist wieder eine Steirerin dran. Christine Aschbacher bekommt zusätzlich die Agenden für Arbeit (AMS-Budget) und hat damit ungleich mehr Gewicht in der Regierung. Aschbacher studierte an der FH Wiener Neustadt und war zuletzt als Beraterin tätig und ist in der ÖVP gut vernetzt.

Foto Fischer

Klaudia Tanner von der ÖVP (49 Jahre, aus Niederösterreich) wird Verteidigungsministerin.

Der amtierende Verteidigungsminister Thomas Starlinger hat immer wieder auf den desolaten Zustand des Bundesheers hingewiesen. Ein schweres Erbe für die niederösterreichische Bauernbund-Direktorin und Landtagsabgeordnete Klaudia Tanner, die Verteidigungsministerin wird. Schon 2017 war die Juristin als Ministerin im Gespräch.

 

Kurier/Gerhard Deutsch

Leonore Gewessler von den Grünen (42 Jahre, aus der Steiermark) wird Umwelt- und Infrastrukturministerin.

Es ist das Ressort, in dem die Grünen am stärksten ihre Inhalte umsetzen können. Leonore Gewessler wird als Ministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie zuständig sein. Die studierte Politikwissenschafterin war fünf Jahre lang Geschäftsführerin von Global2000 und kampagnisierte gegen TTIP oder die dritte Flughafen-Piste in Wien. Werner Kogler holte sie vor der Nationalratswahl 2019 auf die Grüne Liste.

APA/Roland Schlager

Rudolf Anschober von den Grünen (59 Jahre, aus Oberösterreich) wird Minister für Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz.

Zwölf Jahre Erfahrung in einer ÖVP-Grün-Koalition bringt der oberösterreichische Landesrat Rudolf Anschober mit, der an den Koalitionsverhandlungen federführend mitwirkte. Mit der Initiative gegen die Abschiebung von Asylwerbern in der Lehre sorgte er für Aufsehen. Im Sozialministerium, der Bereich Arbeit fiel weg, warten zersplitterte Kompetenzen.

APA/Georg Hochmuth

Alma Zadic (35 Jahre, geboren in Tusla - Bosnien) wird Justizministerin.

Sie hat eine steile Karriere hinter sich. Alma Zadic zog 2017 für die Liste Pilz in den Nationalrat ein, wo sich die Juristin im BVT-Ausschuss profilierte. Vor der Nationalratswahl 2019 holte Werner Kogler die gebürtige Bosnierin, die im Alter von zehn Jahren nach Österreich flüchtete, zu den Grünen, danach auch gleich ins Verhandlungsteam. Nun wartet auf die jüngste Justizministerin viel Arbeit. Budget fehlt und ss gibt Streit zwischen den Staatsanwaltschaften.

APA/Hans Punz

Magnus Brunner (47 Jahre), zuletzt stellvertretender Präsident des Bundesrates, wird Staatssekretär für die Türkisen im grünen Klimaschutzministerium.

 

APA/Photo Simonis

Ulrike Lunacek (62 Jahre) übernimmt die Kultur-Agenden. Sie saß im Nationalrat und EU-Parlament, scheiterte als Spitzenkandidatin. Der studierten Dolmetscherin wird Sachpolitik attestiert.

APA/Hans Klaus Techt
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heri13
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Der kurz hat den Kogler über den Tisch gezogen!

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KlausLukas
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Kogler

Für mich nur mehr ein Schaumschläger. Hoffentlich entscheiden sich die Grünen am Parteitag gegen den Pakt mit dem "kurzen Linken". Kogler kommt nur mehr mit der Unterhose aus diesem Spiel und meint, er vertrete nun die neue Mode. Kogler - bleib bei deinen Leisten ( sind eh nur Pantoffeln)

Church-Hill
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Alle verkünden so stolz,

dass nun mehr als die Hälfte Frauen in der Regierung sind. Wo bitte sind denn die inzwischen gesetzlich verankerten Diversen?...

JK1976
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GUTE NACHT ÖSTERREICH

eine Verteidigungsministerin ohne jemals das Heer von innen gesehen zu haben, eine Justizministerin die dafür Sorge tragen wird das keine Gesetze für ihre Schützlinge verschärft werden etc. Na dann gute Nacht... eigentlich kann jeder jedes machen bei diesen Talenten..

wirklichnicht
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Wir hatten ja auch schon Herbert Haupt als Frauenminister

Und mit dem Wehrdienst hatten es unsere Politiker auch nie. Werner Faymann war Zivildiener, Alfred Gusenbauer (Sehschwäche) und Viktor Klima waren untauglich. Wolfgang Schüssel war als Referent für den ÖVP-Parlamentsklub unabkömmlich, Fred Sinowatz war hingegen ein weißer Jahrgang. Untauglich waren auch der langjährige Verteidigungsminister Werner Fasslabend, Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Seniorenchef Andreas Khol, Ex-Wirtschaftsminister Martin Bartenstein, und der EU-Kommissar Johannes Hahn.

harri156
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Finanzminister

ist wer?

Church-Hill
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Gut, aber das ist nicht neu.

Hatten wir schon.

Church-Hill
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Den Sozial- und Gesundheitsminister,

den schon sein Job als Landesrat ins Burnout getrieben hat, nicht zu vergessen...

Irgendeiner
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Ach ja, ich bin ja so verloren

in meinem Alter,als ich noch jung war hats zu Sylvester immer Wirbel gegeben, jetzt ist hier stille Nacht angesagt, man ist desorientiert und während Basti den Grünen frech die Sicherungshaft aufs Auge drückte, da werden aber Richter auch noch mitzuplaudern haben, passiert dasselbe hier meinen Postings,alle sichergestellt, und nimmer werde ich erfahren was an einer höflichen Urgenz forenregelwidrig war,aber das spielt ja schon länger keine Rolle mehr,wenn die Sünde dadurch entsteht daß Irgendeiner drübersteht,das verschmutzt halt von der Bergpredigt bis zu den Forenregeln alles,ich bin nunmal ein Paria wie er im Buche steht.Und da ich deshalb unberührbar bin will man den Schmutz den ich absondere auch nicht haben, verständlich,welch ein mieser Ketzer ich doch bin,ich würde mich ja schämen aber auch dazu bin ich notorisch zu uneinsichtig und halte frech an der Wahrheit fest,welch ein Sünder.Ich kann halt mit dem glänzenden makellosen Charakter anderer nicht mit und naja,irgendwie freuts mich auch noch.Nochmals guten Rutsch.

redlands
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auch meine

Kommentare wurden sämtlich entfernt...es scheint ab heute zu gelten: sei d´accord mit Basti oder verkomm...: dagegen spricht: man darf auch die Roten in Wien nicht kritisieren...seltsam

beky
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Wahrheit

Welche „Wahrheit“ meinen sie, an der sie festhalten, komme was wolle? Sind sie borniert, eingebildet oder einfach nur senil?

Irgendeiner
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Ich lege auf alle drei Eigenschaften wert,

und tue mein Bestens darin ganz vorne zu sein.Und obwohl Beleidigungen auch in Frageform solche bleiben wünsche ich Dir ein Prosit 2020,denn siehe, Du bist gestraft genug,es beginnt ein neues Jahrzehnt, in dem ich auch da bin,man lacht.

Gedankenspiele
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@Irgendeiner

Würde mich auch von der "Kleinen Zeitung" interessieren, warum unsere Postings gelöscht wurden?

limbo17
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Weil

sie nicht der Linie entsprechen.
Haben sie das immer noch nicht verstanden!

Irgendeiner
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Ja, Fragen über Fragen,

nur die Antworten sind immer rar,Dir und auch MAPEM,einen guten Rutsch, da war ich vorher leider zu langsam.

Gedankenspiele
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@Irgendeiner

Ich wünsche Ihnen ebenfalls einen guten Rutsch!

Mezgolits
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Türkis-grün: Das werden die Mitglieder:

Eindeutig bekennen dürfen: Ob sie Umwelt-
schützer oder -schützerin, sein möchten.
Erfinder Stefan Mezgolits Draßburg

Butterkeks
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...

Eine Besetzung die mehr auf Quotenerfüllung aus ist, als auf tatsächliche Qualifikation.
Wieso braucht der Basti eigentlich ein eigenes Medienministerium? Damit er persönlich kontrollieren kann was die Medien schreiben?

eleasar
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@Butterkeks: Zustimmung, das ist Gender-Mainstreaming-Ideologie in Reinform.

Zitat "Bei den Grünen müssen mindestens 50 Prozent der Minister weiblich sein."

Was bedeutet das? Es bedeutet, nicht die am besten geeigneten Personen werden Minister, nicht die klügsten, tüchtigsten, fähigsten Köpfe - nein, es geht rein ums Geschlecht. Ich habe nichts gegen Frauen in Führungspositionen. Aber wenn der bestgeeignetste Kanditat zB für den Infrastrukurminister zufällig ein Mann ist, jedoch die Frauenquote sagt, das geht nicht, wird eben nicht der beste zum Minister, sondern eine schlechter geeignete Person weiblichen Geschlechts. Dass die ÖVP nachzieht, finde ich bedauerlich. Das ist pure Gender-Mainstreaming-Ideologie. So erhält man nicht eine Regierung der besten Köpfe, sondern eine Regierung des Mittelmaßes.

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