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ORF-PressestundeWerner Kogler: "Die Flüge werden nicht abgedreht"

Grünen-Chef Werner Kogler über Klimaschutz, Sondierungsgespräche mit der ÖVP, ein "Bündnis" mit den Wählern und das "Routinegespräch" mit Ex-Kanzler Sebastian Kurz.

Werner Kogler, Spitzenkandidat der Grünen
Werner Kogler, Spitzenkandidat der Grünen © ORF
 

Drei Wochen vor der Wahl stellte sich heute Grünen-Chef Werner Kogler im Rahmen der ORF-Pressestunde den Fragen von ORF-Journalistin Claudia Dannhauser und Kleine-Zeitung-Chefredakteur Hubert Patterer.

Gleich zu Beginn sprach man über die IT-Infrastruktur der Grünen, nachdem jüngst bekannt wurde, dass die ÖVP sehr wahrscheinlich Opfer eines Hacker-Angriffs geworden ist.

"Ich wüsste gar nicht, wer bei uns alles IT-Mitarbeiter ist", antwortete Kogler schmunzelnd und führte das vor allem auf eine "Organisations-Reduktion" nach dem Abschied aus dem Nationalrat zurück. Kogler: "Vieles hat sich bei uns dramatisch verändert, was die Ressourcen betrifft". Bei der ÖVP ortet der Grünen-Politiker in der aktuellen Causa einen Versuch der "Vorausimmunisierung, den Versuch einer Abschirmung".

"Routinegespräch" mit Sebastian Kurz

Schnell ging es im Gespräch auch um mögliche Koalitions-Varianten nach der Wahl, nachdem sich Werner Kogler beim Wahlkampfauftakt diesbezüglich recht offensiv positionierte

In der Pressestunde relativierte der Steirer etwas. So würde man "zunächst das Bündnis und die Koalition mit Wählern" suchen. Immerhin sei oberstes Ziel, die Grünen wieder ins Parlament zu führen. Gleichzeitig ortet Kogler schwindende Zustimmung zur ehemaligen Regierung. "Türkis-Blau hat keine Mehrheit in der Zustimmung", ließ er wissen.

Deswegen wolle man nach der Wahl jedenfalls "das Gespräch suchen" und auch in "Sondierungsgespräche" treten. Ob es mit der ÖVP von Sebastian Kurz diesbezüglich zu einem erfolgreichen Abschluss kommen könnte? Das, so Kogler, sei "ziemlich unwahrscheinlich". Unwahr sei es auch, dass bereits intensive Vorab-Gespräche geführt würden. Es habe lediglich ein "Routinegespräch" mit Sebastian Kurz gegeben.

Angesprochen auf das Wahlkampfthema Nummer Eins der Grünen, den Klimaschutz, warb er unter anderem für eine ökosoziale Steuerreform. Eine CO2-Steuer hätte in diesem Konzept keine Auswirkungen auf Menschen mit kleinen Einkommen versicherte er.

Wie Werner Kogler die Debatte um die dritte Piste am Wiener Flughafen sieht:

Werner Kogler über Umweltthemen

Auch Flugreisen will er nicht komplett verhindern: "Es werden die Flüge nicht abgedreht. Unser Ziel ist, dass bei den Binnenflügen, Kurz- und Mittelstreckenflügen weniger geflogen wird", sagte Kogler. Er wolle das "perverse System" ändern, dass diejenigen, mit dem Zug fahren, oft sehr viel mehr bezahlen als jene, die fliegen. Die Heeresflugshow Airpower, die am Wochenende in Zeltweg stattfand, will er nicht verbieten, aber er die öffentlichen Förderungen dafür kürzen.

Grünen-Chef Werner Kogler zu den Themen Zwölf-Stunden-Tag und 60-Stunden-Woche:

Werner Kogler über die Verlängerung der Arbeitszeit

Kommentare (9)

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weinsteirer
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wenn man

vergleicht wieviel der staat zb einem wiener der einen kurzurlaub in der südsteiermark an "Wegegeld" (Maut Mineralölsteuer KFZ steuer Mehrwertsteuer usw. ) abnimmt und das mit der steuerleistung vergleicht die ein wiener abliefern muss wenn er für einen kaffee einen tag nach barcelona hin und retour fliegt gibt es wohl wirklich akuten handlungsbedarf!

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ichbindermeinung
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CO2/CO2Import/Klima/Plastiksteuer nur bitte mit Volksabstimmung

Die Bürger als Eigentümer und Zahler sollen bitte direkt selbst ohne Vormund mittels Volksabstimmung entscheiden, ob sie eine CO2/CO2Import/Klima/Plastiksteuer zur Eigenmittelfinanzierung genehmigen oder nicht; Besser 10% der jährlichen Kriegswaffen/Militärausgaben der einzelnen EU-Länder zweckgebunden fürs Klima verwenden, dann braucht man keine neuen Steuern erfinden.

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Lodengrün
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Glauben Sie

das unsere Leute so viel kritisches und ehrliches Denken heute noch aufbringen? Da investiert die Industrie etwas für die Gehirnwäsche und schon haben wir das Ergebnis das wir haben wollen. Ist ja herzig wie unsere Politiker schon die Pendler und Bauern dazu als Ausrede benützen um von der CO2 Steuer abzudrehen. Ein steuerlicher Ausgleich wie an anderer stelle fällt Ihnen gar nicht ein.

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procontra
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Danke Hr. Kogler...

...dass Sie uns weiterhin das Reisemittel „Flugzeit“ gestatten und nicht abdrehen😄

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selbstdenker70
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...

Die Klimasurfer...Österreich hat beim Ausstoß innerhalb der EU einen Anteil von 2%!! Weltweit somit den Anteil von einem Fliegenschiss. Aber der Kogler rettet die Welt...mit einer co2 Steuer...

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checker43
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Alle

Länder müssen reduzieren, also auch Österreich. Mit Ihrem Argument bräuchte niemand was tun außer China (und die tun was). Und wenn die 100 kleinen Länder nicht mitmachen, reicht es nicht.

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derdrittevonlinks
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Dem Kurz fehlt sowieso ein Segel quasi,..

... weil, zur Zeit treibt a jo trotz hoher Umfragewerte wie a Blattl im Wind, durch die politische Landschaft.

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Reipsi
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Do gehts net

um den Kurz , Kollega.

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derdrittevonlinks
5
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Reipsi...

... als Stimmungsbarometer sind die 15/26 ein schon beachtlicher Stand.
Dachte eher an 11/30.

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