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Salvini wütet"Italien ist nicht Europas Flüchtlingslager"

Frankreich und Deutschland dürften nicht allein die europäische Migrationspolitik bestimmen, wütet der italienische Innenminister Matteo Salvini. Italien sei nicht mehr Europas Flüchtlingslager.

ITALY-UE-MIGRANTS
© APA/AFP/YARA NARDI
 

Der italienische Innenminister Matteo Salvini hat in einem Schreiben an seinen französischen Amtskollegen Christophe Castaner hervorgehoben, dass Frankreich und Deutschland nicht allein die europäische Migrationspolitik bestimmen können. Man dürfe nicht die Bedürfnisse der mit der Einwanderungsproblematik belasteten Länder wie Italien und Malta ignorieren.

"Wir sind nicht mehr bereit, die Migranten aufzunehmen"

Italien sei nicht mehr Europas Flüchtlingslager. "Wir sind nicht mehr bereit, die Migranten aufzunehmen", so Salvini am Sonntag. Am Montag ist in Paris ein Treffen zum Thema Seenotrettung und Migration geplant. Daran wird sich auch der scheidende EU-Innenkommissar Dimitri Avramopoulos beteiligen. Salvini wird nicht in Paris anwesend sein und lässt sich von Experten seines Innenministeriums vertreten.

In seinem Schreiben an Castaner bekräftigte Salvini die Notwendigkeit, die Regeln für die Suche und Rettung von Migranten im Mittelmeer zu ändern. NGOs sollten im Einklang mit den internationalen Regeln und der nationalen Gesetzgebung jedes EU-Mitgliedstaates handeln, hieß es in Salvinis Brief an Castaner.

Österreich skeptisch

Deutschland und Frankreich haben bei einem EU-Treffen in Helsinki vergangene Woche erfolglos versucht, eine europäische Übergangsregelung zur Verteilung von im Mittelmeer geretteten Migranten auf den Weg zu bringen. Die Verhandlungen mit anderen EU-Staaten sollen in den kommenden Wochen fortgesetzt werden. Österreich zeigte sich skeptisch zu dem deutsch-französischen Vorschlag.

Salvini wehrt sich gegen die von Deutschland und Frankreich initiierte Regelung, die verhindern soll, dass Italien und Malta Schiffen mit geretteten Menschen die Einfahrt in ihre Häfen untersagen. Beide Staaten hatten dies in der Vergangenheit mehrfach getan, weil sie befürchteten, mit der Verantwortung für die Migranten von den EU-Partnern alleine gelassen zu werden. Infolgedessen mussten gerettete Migranten auf privaten Rettungsschiffen oft tagelang an Bord ausharren, bis eine Lösung gefunden war.

Kommentare (9)

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picciona1
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Italien sei nicht mehr Europas Flüchtlingslager. "Wir sind nicht mehr bereit, die Migranten aufzunehmen", so Salvini

sollte für österreich auch gelten.
inkl. pflegekräfte, fachkräfte, bevölkerungswachstum und raketentechniker

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Lodengrün
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Sein Wüten

geht ins Leere, ist wie kann es bei den Rechten sein populistisch. Die in der EU haben die Zahlen und zeigen ihm wer wirklich viele Flüchtlinge aufnimmt. Und das ist nicht Italien. Sollen ihre Finanzen in den Griff bekommen, dann plaudern.

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SoundofThunder
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🤔

Als es Griechenland war war es ihm egal.

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ichbindermeinung
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Österreich stellte im Verhältnis zu den EW die meisten pos. Asylbescheide aus

tagesschau de vom 25.04.2019 14.53 Uhr....Gemessen an Einwohnerzahl liegt Österreich vorn
Weit dahinter landen im Vergleich Italien mit 47.900 positiven Antworten auf Asylanträge und Frankreich mit 41.400. Im Verhältnis zur Bevölkerung belegt allerdings Österreich den Spitzenplatz, was die Aufnahme von Asylsuchenden betrifft. Pro Million Einwohner nahm das Land im vergangenen Jahr 2345 Migranten auf (ca.20.636). Die Schlusslichter sind Polen und die Slowakei mit jeweils nur zehn aufgenommenen Asylbewerbern pro Million Einwohner.

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procontra
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Quote bei Männern u. Frauen auf der Flucht.

Laut UNHCR sollten es weltweit ebenso viele "Frauen" wie Männer sein die auf der "Flucht" sind. Ich frage mich bei all den Bildern die in den Medien kursieren wo die Frauen und vor allem Kinder auf der Flucht sind?? Es handelt sich immer um junge kräftige Männer...

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Mein Graz
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@procontra

Ja, nach Europa kommen mehr junge Männer als Familien mit Frauen und Kindern. Das hat einen einfachen Grund:
In vielen Familien bzw. ganzen Dörfern wird zusammengelegt, damit EINE Person flüchten kann - und dann mit dem Geld, das in der neuen Heimat erarbeitet wird, die ganze Familie oder eben das Dorf zu unterstützen. Für den Geflüchteten ist es eine Schande, wenn er das Ziel (eben die finanzielle Unterstützung) nicht erreicht, dann hat er "versagt".
Dass das mehrheitlich junge Männer sind liegt wohl auf der Hand: junge Frauen würden die Flucht noch weniger überleben, haben schlechtere Chancen einen halbwegs gut bezahlten Job zu erhalten und oft steckt auch noch die "Wertigkeit" der Männer/Frauen dahinter.

Zudem muss man bei den Zahlen von UNHCR berücksichtigen, dass dort alle Flüchtlinge, also auch die Binnenflüchtlinge, enthalten sind - und das sind sicherlich gleich viele Männer wie Frauen!

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Marmorkuchen1649
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Was will uns das sagen?

Zum einen glaube ich nicht, dass es in der Hauptsache junge kräftige Männer sind, zum anderen hat diese unqualifizierte Aussage nichts mit der Thematik zu tun.

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procontra
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...

Und Ihr Beitrag ist qualifiziert ;)

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GamperlAlfred
16
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Junge Männer

werden von Ihren Familien weggeschickt, das sie nicht für irgendein Regime eingezogen und kämpfen müssen.
All das Geld wird in der Familie gesammelt um flüchten zu können

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