Spionagevorwürfe aus WienMoskau reagiert verschnupft wegen "Megafon-Diplomatie"

Ein früherer Bundesheerangestellter (70) soll 300.000 Euro für Spionagetätigkeiten kassiert haben. Moskau reagiert verschnupft und beklagt die Vorgehensweise der Regierung: "Wir werden beschuldigt und es gibt Aufforderungen, dass wir uns für eine Sache entschuldigen, von der wir nichts wissen", erklärte Russlands Außenminister Sergej Lawrow.

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Russlands Auszenminister Lawrow bei Auszenminister Maas
Russlands Außenminister Lawrow © APA/dpa/Kay Nietfeld
 

20 Jahre lang soll ein Salzburger Oberst für Russlands militärischen Geheimdienst in Österreich aktiv gewesen sein. Der Heeresbedienstete soll in einer Leitstelle des Heeres gearbeitet haben und alle zwei Wochen mit seinem russischen Kontaktmann "Juri" zusammengekommen sein, berichtet die "Krone".

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Verteidigungsminister Mario Kunasek (FPÖ) gaben um 9.30 Uhr eine Stellungnahme ab. Ein ausländischer Geheimdienst soll Österreich den Hinweis zur Ausforschung des Oberst geliefert haben. Der Mann wurde bei der Staatsanwaltschaft angezeigt.

Russland-Aktion "nicht akzeptabel"

Kurz erklärte, dass der Oberst von den 90ern an bis heute tätig gewesen sein dürfte. Sollte sich der Verdacht bestätigen, werde das "natürlich strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen". Zum Verhältnis zu Russland: Dieses werde durch solche Aktionen "nicht verbessert", ein solches Vorgehen sei "nicht akzeptabel". Bisher handle es sich nur um einen Verdacht, betonte Kurz und bedankte sich bei Kunasek für das "professionelle Handeln".

Das russische Außenministerium beklagt das Vorgehen Österreichs im Fall des Bundesheer-Offiziers, der für Russland spioniert haben soll. Die "von Wien unternommenen Schritte", die auf "unbewiesenen Verdächtigungen" basierten, hätten zu einer "Erschwerung unserer Beziehungen geführt", erklärte das Ministerium am Freitagabend in einer Aussendung.

Dies sei insofern bedauerlich, als sich die Beziehungen zwischen Moskau und Wien "bis zuletzt durch eine positive Dynamik ausgezeichnet" hätten, heißt es in dem Schreiben weiter. Kritik übte das russische Außenamt auch daran, wie der Vorfall von der österreichischen Regierung kommuniziert wurde. Man sei nicht "über bewährte Kanäle des Dialogs" in Kontakt getreten, sondern habe "auf sensationalistische Weise Informationen an Medien gespielt".

Mit der öffentlichen Aufforderung an Russland, Erklärungen abzugeben, hätten die österreichischen Partner leider zu einer von vielen westlichen Staaten praktizierten Methode gegriffen, klagte das Außenministerium. Österreichs Botschafter Johannes Eigner sei am Freitag im russischen Außenministerium über das russische Unverständnis diesbezüglich informiert worden.

Bundesheer-Offizier soll für Russland spioniert haben

Außenministerin Karin Kneissl habe zudem ihre geplante Reise nach Russland abgesagt, erklärte Kurz. Diese hätte am 2. und 3. Dezember nach Moskau führen sollen, die Umsetzung des "Sotschi-Dialogs" wäre das Hauptthema des Treffens gewesen. Die Rede war von einem Forum für zivilgesellschaftlichen Dialog zwischen Österreich und Russland, das beim Wien-Besuch von Präsident Wladimir Putin im Juni angekündigt worden war.

Kneissl fürchtet nun aufgrund des Spionagefalls eine Belastung der bilateralen Beziehungen mit Russland. "Sollten sich die jetzt vorliegenden Verdachtsmomente bestätigen, dann würde dies eine schwerwiegende Belastung für die bilateralen Beziehungen zwischen Österreich und Russland darstellen", teilte sie der APA am Freitag mit.

Nach Bekanntwerden des Spionageverdachts ist Österreichs Botschafter Johannes Eigner am Freitag in das russische Außenministerium in Moskau zitiert worden. Das vermeldeten russische Nachrichtenagenturen.

FPÖ als "Sicherheitsrisiko"

Im Zusammenhang mit dem Spionageverdacht sehen die Liste Pilz und die Grünen die Regierungspartei FPÖ und deren gute Kontakte nach Russland als "Sicherheitsrisiko" an. Peter Pilz, Gründer der Liste Pilz, schrieb am Freitag in einer Aussendung: "Eines der größten nachrichtendienstlichen Risiken im Innenministerium und Landesverteidigung ist die mit der russischen Führung verbündete FPÖ selbst." Er forderte, dass das "Sicherheitsrisiko FPÖ" im BVT-Untersuchungsausschuss ab Jänner untersucht wird.

Außerdem twitterte Peter Pilz: "Putin verfügt über 5 Stationen in Österreich: 1. die russische Botschaft in Wien; 2. den russischen Inslandsgeheimdienst FSB; 3. den Auslandsdienst SWR; 4. den militärischen Auslandsdienst GRU und 5. den politischen Dienst FPÖ."

Auch der Grüne EU-Abgeordnete Michel Reimon bezeichnete die blaue Regierungspartei in einer Aussendung als "Sicherheitsrisiko für Österreich" und schrieb: "Die FPÖ, die den Verteidigungsminister stellt, und deren Innenminister das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung unter ihre Kontrolle bringen will, unterhält einen offiziellen Freundschaftsvertrag mit Putins Regierungspartei 'Einiges Russland'. In diesem Vertrag sagen sich beide Seiten gegenseitige Unterstützung zu." Die NEOS forderten eine schnelle Aufklärung des Spionageverdachts.

Lawrow: Wir wissen nichts davon

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat den Spionageverdacht aus Österreich zurückgewiesen. "Wir werden beschuldigt und es gibt Aufforderungen, dass wir uns für eine Sache entschuldigen, von der wir nichts wissen", zitierte die Nachrichtenagentur Interfax Lawrow am Freitag.

Der Minister gab sich "unangenehm überrascht" über die Vorwürfe aus Wien. Moskau werde Österreichs Botschafter Eigner erklären, wie Wien sich verhalten sollte, wenn es Fragen an Russland hat, zitierten russische Nachrichtenagenturen weiter. Lawrow beklagte, "dass Österreich eine "Megafon-Diplomatie" verwendet habe, statt sich in diesen Fragen direkt an Moskau zu wenden. Eigner wurde am Freitag ins russische Außenministerium zitiert.

Staatsanwaltschaft Salzburg prüft Anzeige

Bei der Staatsanwaltschaft Salzburg ist am Freitag eine Anzeige des Verteidigungsministeriums in Bezug auf einen pensionierten Offizier des österreichischen Bundesheers eingegangen, die nun geprüft wird. Dies gab ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Freitagvormittag in einer Presseaussendung bekannt.

"Gegenstand der Darstellung ist der Vorwurf gegen einen 70-jährigen Salzburger Offizier in Ruhe des österreichischen Bundesheeres, wonach dieser Informationen an einen ausländischen Nachrichtendienst weitergegeben habe", hieß es in der Aussendung. Die Staatsanwaltschaft prüfe den Bericht auch in Richtung des Verbrechens des Verrats von Staatsgeheimnissen (§ 252 Abs 1 StGB).

Tipp von befreundeten ausländischen Diensten

Kunasek erklärte, dass befreundete ausländischen Dienste das Ministerium vor einigen Wochen über den Oberst, der bereits fünf Jahre pensioniert ist, informiert haben. Derzeit werden die Arbeitsgeräte des Mannes ausgewertet, an die Staatsanwaltschaft wurde eine Sachverhaltsdarstellung übermittelt. Dieser Fall zeige, dass es auch nach dem Kalten Krieg Spionage gebe. Deshalb werde man umso mehr den Fokus auf die Sicherheit der heimischen Verteidigung legen. Zudem brauche es mehr Sicherheitsüberprüfungen, ebenfalls im Bezug auf die IT.

Man könne nicht mit Sicherheit sagen, dass es "keinen Wissensabfluss" gegeben habe, erklärte Kunasek. Ob es sich bei dem Fall um einen Einzelfall handelt, könne man bisher ebenfalls nicht sagen. Kurz wurde deutlicher, angesichts jüngster Fälle in Holland könne man "durchaus davon ausgehen, dass sich dieser Verdacht erhärtet". Nun werde man sich auch mit den Europäischen Partnern beraten.

 

Kommentare (82)
wahlnuss
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Na ja

wer mit dem Bären tanzt braucht sich nicht zu wundern, dass er Spuren hinterlässt. Die internen Hardliner zeigen sich jenseits der Grenzen doch sehr naiv...

Planck
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Boah ey, ein Maulwurf.

Der wird doch nicht verraten haben, wo die beiden Panzer stehen, die gerade nicht in der Werkstatt sind?

Das muss man natürlich ahnden, keine Frage, aber das eigentliche Sicherheitsrisiko sind die Cyanlackierten, die sich bei Putin anwanzen.

Cirdan
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...die Magenta - Fraktion (Schröder und Gusi) sind halt auch um nix besser...

Planck
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Ja wissen S',

ich halte es auch für höchst problematisch, wenn sich Sozialdemokraten in den Dunstkreis autokratischer Regime begeben.
Dennoch ist es ein Unterschied, ob jemand als Privatzperson einer hinterfargenswürdigen Beschäftigung nachgeht, oder ob man als sich als Partei nach Kräften bemüht, die liberale Demokratie zu zerstören.

Irgendeiner
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Ja und vor allem sollte man

nicht vergessen,daß sich da nicht nur "die Cyanlackierten" "sich bei Putin anwanzen" ,man lacht,der ein lupenreiner Autokrat ist, aber immerhin gewählt,sondern auch Türkise selbiges bei ägyptischen Potentaten und libyschen Warlords tun, das sind lupenreine Gewaltherrscher,und denen Flüchtlinge überlassen wollen.Was die Blauen tun ist von Übel,aber wenn man sieht, welches Wissen die immer vorweisen frägt man sich doch, was die denn verraten sollten, aber das andere ist noch viel übler.

Planck
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D'accord.

Allerdings halte ich das Kunstprodukt 'türkise Bewegung' für eine Seifenblase mit ebensolcher Halbwertszeit. Die Schwarzen werden über kurz oder kürzer aufmucken, da gibt's Licht am Ende des Tunnels.
Bei den Cyanlackierten hingegen ist die Abschaffung der liberalen Demokratie erklärtes Ziel und Lebensinhalt. Und zwar an der Basis noch deutlicher als an der Spitze.

lisigerti
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Warum die Grünen?

Ich dachte die Grünen sind nicht mehr in der Regierung!

voit60
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auch die lisigerti

darf wählen. Sollte dabei aber schon wissen, dass die Grünen noch nie in der Bundesregierung gewesen sind. Hier wird halt ein bißchen was verwechselt.

X22
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Grüne zwar nicht, aber welche die Grün hinter den Ohren und ..... im Herzen sowie farblos im Kopf sind

die gibt es zu genüge

Irgendeiner
6
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Die waren in der Regierung,

was ich so alles versäume.

zafira5
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Protest von Österreich

Da wird halt der Putin die Kneissl anrufen und sagen:

Freundin alles nur erfunden, und wenn du das Gerucht nicht
einstellen wirst komme ich nicht zu deinen Geburtstag.

Und aufeinmal wird es heisen:
War nur ein Irrtum.

Aber der Pilz hat dann die Chance den nächsten
Vertuschungsausschuss zu fordern.

Lodengrün
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Was erwarten wir uns?

Sorry das ist uns jetzt aber peinlich. Wir spielen ohnehin seltsame Spielchen. Hier Gudenus mit der Krim, Kurz mit Putin, Kickl mit Salvini, Vilimsky mit Le Pen, und dann erwarten wir das uns Macron, Merkel und May in den Arm nehmen. Das man dann auch nur um der FPÖ wegen Herrn Netanjahu gar nicht genug den Hof machen kann tut sein übriges.

selbstdenker70
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...

der spioniert seit 20 Jahren...kunasek muss sofort zurücktreten ( weil er ja ein blauer ist)..

hgw22
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Glaubt irgendjemand daß das der einzige ist?

Tausende russische Informanten befinden sich lange schon in Europa. Einige EU Staaten verschenken quasi ihre Staatsbürgerschaften an reiche Russen. Malta und Zypern sind zudem die Schwarzgeldwaschmaschinen für die russ. Nomenklatura.

Irgendeiner
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Ja,natürlich tun sie das, die Russen,

schon seit Ende des Zweiten ,gibt aber auch Dienste die uns viel direkter abschöpfen,bis zum Handy einer deutschen Kanzlerin,man lacht,die entschuldigen sich nichtmal, die halten das für ihr gutes Recht, und die diesbezüglichen Paragraphen hättma auch, aber judiziert werdens halt nicht.Und natürlich hat das Räderl das da als Oberst einem Juri was mitgeteilt hat was er nicht mitzuteilen gehabt hätte abgestraft zu werden und natürlich sind Politiker die quasi außerstaatliche Bindungen an einen fremden Staat haben hochproblematisch,aber ich bin alt und ich weiß schon daß hierorts alle wildern,naja und ich kann mich nicht des Verdachts entledigen, daß immer das auffliegt was man gerade braucht,jetzt die Russen als Feindbild nämlich, wenn man ein gemeinsames europäisches Heer durchdrücken will und wenn man uns mit Pesco frech als neutralen Staat an die NATO annähert,Basti mein ich,die wieder Erdogans Kriegsverbrechen decken.Ich hätte einen ganz simplen Vorschlag, man gebe den österr. Diensten endlich Zähne bei der Ermittlung zur Spionage und lasse reinfahren und festsetzen und judiziere das auch, ich garantiere einige Überraschungen.

SoundofThunder
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🤔

Russische Informanten gab es schon,aber noch nie waren es Regierungsmitglieder.Österreich verlangt nur eine Spende von 300000€ für eine Parteinahe Stiftung für eine Staatsbürgerschaft. Für russische Oligarchen ein Trinkgeld.

Miraculix11
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Da kannst sicher sein

Das machen alle, die die Möglichkeiten haben, Deutsche, Amerikaner, Chinesen...und auch Russland. Politiker tun überrascht und ziehen eine Show ab.

Armergehtum
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Unsere Regierung macht es wie der Spion und pflegt selbst den guten Kontakt zu Russland.

Jetzt tun alles so verwundert - warum nur. Aussenministerin, Innenminister...

tannenbaum
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Die Kneissl

könnte ja gleich ihren Busenfreund im Kreml direkt anrufen! Was soll der Umweg über russischen Botschafter?

Lodengrün
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In GB

vergiften sie erwiesenermaßen die Leute und wir wissen gar nicht wie wir Ihnen den Diener machen. Kein Wunder wenn Merkel & co Kurz mit Vorbehalt behandeln.

fersler
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die

mitregierende(!!) FPÖ hat ja einen 'Freundschaftspakt' mit den Russen und fühlt sich, wie auch ständige Besuche von ihren Mitgliedern der Regierung und des Parlaments zeigen, dort offensichtlich recht wohl. Was meint Türkis wohl dazu?

X22
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Also Kunasek der Unteroffizier sagt, dass befreundete ausländischen Dienste das Ministerium vor einigen Wochen über den Oberst, .., informiert haben.

Hat der Bipmatz das nicht gewusst, der kam doch vor wenigen Tagen aus Russland retour, und schwärmte über Russland und wünschte sich einen guten Austausch zu unserer aktuellen und zukünftigen Zusammenarbeit.
(https://www.kleinezeitung.at/service/newsticker/5520875/Innenminister-Kickl-trifft-zwei-russische-Minister-in-Moskau)
Ob er es wusste ist die Frage, ich vermute schon, dann stellen sich andere Fragen, warum hatte er keine Bedenken deswegen

penunce
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Russischer Spion im Heer!

Es ist ein Oberst der die "Geheimnisse" über unser Heer den Russen ausgeplaudert hat und die Spionage geschah bereits seit 1990, also mit öffnen der Ostzone.
Die SPÖ war bis vor einem Jahr am Ruder des Staates, also ist die Spionage unter Aufsicht der SPÖ erfolgt!

Der Tipp kam also von befreundeten ausländischen Diensten, ich habe bis gestern den Medien geglaubt, dass die befreundeten ausländischen Diensten nicht mehr mit uns reden wollen und die "Geheimnisse" für sich behalten werden, seit dem BVT-Skandal! 😜

Ich nehmen als einfacher Staatsbürger frohlockend zur Kenntnis, dass das nicht so war und sein wird, der BVT wird also weiter versorgt werden mit den "Geheimnissen" aller unwichtigen und wichtigen Art!

Hauptsache scheint mir zu sein, dass der beste Innenminister der II. Republik von der SPÖ verdächtigt/angepatzt wurde! 🤛

X22
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"Der Tipp kam also von befreundeten ausländischen Diensten, ich habe bis gestern den Medien geglaubt, dass die befreundeten ausländischen Diensten nicht mehr mit uns reden wollen und die "Geheimnisse" für sich behalten werden, seit dem BVT-Skandal! 😜"

BVT und Herresnachrichtendienst kannst nicht gleichsetzen, die haben, a; andere Ziele und b; andere Quellen,
so was sollte man als Österreicher schon wissen, bei der eh schon negativ berühmten Wählerschaft zweifelt man es an

Lodengrün
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Die Roten

sind im Heer in der Promillegrenze. Schon historisch gesehen.

Eyeofthebeholder
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@penunce: Zwischen 1983 und 2007 war das Verteidigungsministerium

in schwarzer oder blauer Hand.

Und wie kommst Du darauf dass der BVT die Information erhielt?

anzughildbert
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Teilweise richtig,

aber mittlerweile sind wir längst wieder im Berner Club... seit Herbst sogar schon,
erst auf Stand bringen vorm Aufregen oder aufhören zuerst die Krone zu lesen und dann hier zu kommentieren...

Inwiefern die SPÖ Schuld sein soll dass es einen Spion gibt ist auch recht interessant, vorallem daher dass der Herr Oberst sicher schon einige Jahre beim Heer war, oder teilen wir die Schuld auf die Regierungen der vergangenen 20 Jahre auf?

Und "der beste Innenminister der II. Republik" , damit wissen wir schon welche Zeitperiode Sie sich wieder herbeiwünschen, wird mit keinem Wort erwähnt, also versuchen Sie hier nicht irgendwelche Tatsachen zu erfinden...

SoundofThunder
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🤔

Wir sind wieder im Berner Club,ausgenommen es geht um Russland. Diese Informationen teilen andere Geheimdienste nicht mehr mit Österreich. Jeder kennt die Regierung in Österreich.

HPIK1RXCA6MZ63IL
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@penunce

Pech hast aber, wenn der Oberst ein Bläuling ist!

anzughildbert
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@gerbur

uuuuh,
daran hatte ich noch gar nicht gedacht!!!!
Liebe KZ, bitte findet noch die Parteizugehörigkeit des Herrn Oberst heraus!

voit60
17
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Früher hatten die Russen den einen oder anderen Spion, den sie erhielten

jetzt haben sie die halbe Regierung als Best Friends. So ändern sich die Zeiten.

C6X4XSKCKCDLK45H
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"Kurz bedankte sich bei Kunasek für das professionelle Handeln"

Was hat Kunasek gemacht? Er hat laut Bericht "heute um 9.30 Uhr eine Stellungnahme abgegeben".
Wenn das schon reicht, um Lob des Kanzlers einzuheimsen, kann man erahnen, wie diese Regierung tickt.

Legu
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Ich dachte bis jetzt...,

daß es der Auftrag der Beamten ist, ihre Aufgaben bestens wahrzunehmen, im Sinne unsres Staates !
Dafür gelobt zu werden, ist eine Farce... ( bei dem Salär, noch dazu !)wir haben auch gearbeitet und dafür unser Gehalt bezogen und sind nicht tägl. dafür vor den Vorhang geholt worden !
Wenn ich meine Arbeit gut machte, dann ist es vorerst für mich ein gutes Gefühl.

anzughildbert
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Naja, Professionell war er schon

z.B. hat er das Rauchverbot beachtet, eine Leistung die er nicht immer an den Tag legt...

BernddasBrot
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Wahrscheinlich

geht es um die Pferde vom besten Innenminister der 2. Republik..

Lodengrün
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Na und?

Die FPÖ hat mit ihnen Partner- äh Arbeitsverträge mit der Partei dort drüben. Und da tauschen sie sicher nicht nur Kochrezepte aus. Noch ein Argument Österreich mit Informationen verhungern zu lassen. Und dieser Oberst war gewiß kein Roter.

Oberwoelzer
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Spionage

Super nach 20 Jahren kommt man drauf das ein Oberst für Russland spioniert hat und dafür 300000.-kassiert hat.
Aber Anscheinend ist diese Regierung keinen Cent besser wenn
Kunasek sagt das befreundete "Ausländische Dienste das Ministerium informiert haben"Wer bitte sind diese Ausländische Dienste"?????????

anzughildbert
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Sie erwarten doch nicht wirklich

dass der Kunasek vor die Kameras tritt und sagt :
"Diese Information wird ihnen gesponsort vom Litauischen Geheimdienst"

oder?

Miraculix11
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Ganz normal

Wenn in xxxland ein Spion auffliegt und die sehen Verbindungen zu einem Oberst des Bundesheeres verständigen sie dieses. Erstens damit sie weitere Erkenntnisse bekommen und zweitens damit Österreich im umgekehrten Fall auch xxxland informiert.

Mr.T
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Heute...


... braucht Russland keine Spione mehr in Österreich!

Heute sitzen ja ihre Verbündeten und Freunde, zu deren Hochzeit sie sogar eingeladen werden, ja in der Regierung!!!

fans61
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Wüsste nicht was die Russen bei uns ausspionieren wollen

Ein Ablenkungsmanöver dieser Regierung?

F50DG6CNE23XJ5B8
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Ablenkungsmanöver

Habe so etwas Ähnliches - seit dem von der FPÖ angezettelten "BVT-Skandal" - schon erwartet und wurde "leider" nicht enttäuscht.

Obwohl das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung mit diesem Fall zuständigkeitshalber nichts zu tun hat wird man der "Stammwählerschaft" beweisen wollen dass der "BVT" durch die meiner Meinung nach ungesetzliche "Stürmung" im internationalen Ansehen nicht beschädigt wurde!

Westostsuednord
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Ja doch..

Ist sehr sehr naheliegend wenn sich sogar einmal S.K. im Inland zu Inlandsthemen äussert.

checker43
7
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Wäre

ein seltsames Ablenkungsmanöver, wenn eine russland- und bundesheerfreundliche Regierung einen für Russland spionierenden Bundesheerler zur Rechenschaft zieht.

georgXV
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???

was gibt es denn in unserer Zwergenarmee schon für Geheimnisse ???

walterkaernten
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OBERST

1.
Für RUSSLAND scheint das ÖSTERREICHISCHE heer doch von interesse zu sein.
Wir könnten uns gegen RUSSLAND sicher 30 minuten lang verteidigen.

2.
Spionage ist anscheinend ein SUPER GESCHÄFT, denn jedes land hat einen geheimdienst und die versorgen sich gegenseitig mit daten und leben dabei anscheinend sehr gut.

3.
Wenn der herr OBERSTS ein ÖSTERR. GESETZ gebrochen hat, dann ist er zu bestrafen.

UND:
Ein böser vorschlag wäre das dieser HOCHBEZAHLTE STAATSDIENER oder STAATPRIVILEGIERTE nur ein pension in der höhe der mindestsicherung bekommt. Vermutlich geniesst er derzeit eine privilegienrente die höher als 5000,00 brutto im monat ist.

SoundofThunder
15
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😏

Zu Punkt 2:Unser BVT ist nachhaltig beschädigt. Kein Geheimdienst der Welt wird mit einem Geheimdienst zusammen arbeiten der seine eigenen Daten nicht schützen kann. Und insbesonders wenn es um Russland geht:Da wird Österreich wegen der Russen-Freunde in der Regierung gemieden! Spionage wäre so viel einfacher:Macht es wie Mark Zuckerberg. Dort gibt jeder seine Daten freiwillig her!

schadstoffarm
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die Russen wissen jetzt

dass sich ein nicht untypischer Vizelt. bei der 9h Jause den Tagesmischweinbedarf holt.

c28c5b1ca47eb7e805feef05820bc5f2
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wahrscheinliche Stellungnahme...

...von HC und Vilimsky wird sein, dass es ein linkslinker Oberst war

SoundofThunder
13
29
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🤔

Ja,wenn es um die Russen geht nimmt das Matrjoschka-Pupperl natürlich Stellung dazu. Datenweitergabe unter Freunden ist doch kein Verbrechen!

bertl2811
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@SoundofThunder: Vollkommen richtig.

Also ich würde aber sehr traurig sein, wenn mich mein "Busenfreund" hintergeht.
Unsere arme, arme Aussenministerin. Soooo glücklich war sie mit dem Putin auf ihrer Hochzeit, ein ausgelassenes Tätatät, bezahlt hat's auch der Steuerzahler und jetzt das! Sie hat sich sicherlich schon so auf ein Wiedersehen gefreut und jetzt "darf" sie nicht auf Staatsbesuch kommen. - Mein Mitgefühl!

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