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Fohnsdorfer Bürgermeister im Interview

 
Warum haben Sie keinen privaten Investor für die Therme gefunden?
JOHANN STRANER: Das Projekt wurde medial und von höchster politischer Ebene von Beginn an schlechtgeredet. Dadurch wurde es uns schwer gemacht. Wir haben mit vielen Investoren gesprochen, aber die Einwände zeigten Wirkung.

Wieso haben Sie das riskante Projekt trotzdem durchgezogen?
STRANER: Wir müssen dem Tourismus in der Region eine Perspektive bieten. Mit der Therme werden wir zur wetterfesten Ganzjahres-Destination.

Ohne massive Landeshilfe wäre gar nichts gegangen.
STRANER: Schauen Sie die Schigebiete an: Auch auf dem Kreischberg hat zuerst das Land investiert, heute wird das Gebiet erfolgreich von Privaten geführt.

Warum haftet die Gemeinde für 18 Millionen Euro, ohne wenigstens grundbücherliche Pfandrechte zu haben?
STRANER: Die Eintragung hätte Gebühren in Höhe von 200.000 Euro erfordert. Dieses Geld wollten wir sparen. Ich nehme diese Bedenken aber ernst und versuche derzeit, eine Art "vorläufigen Pfandbrief" als Sicherheit zu bekommen.

Es gab keine Ausschreibung der Bauaufträge und keinen Leistungskatalog. Das sieht ziemlich dubios aus.
STRANER: Wir haben sehr angesehene Baufirmen beauftragt. Zuvor hat mir die örtliche Bauwirtschaft erklärt, ihr sei der Auftrag eine Nummer zu groß.

Verdienen im Umfeld der Gemeinde nur Ihre Freunde?
STRANER: Man kann das sehen, wie man will. Alle beteiligten Unternehmer sind ein Gewinn für unsere Gemeinde.