Bombenexplosion vor Athener Börse

Auch in Thessaloniki detonierte ein Sprengsatz. Die Polizei vermutet hinter den Anschlägen linke Gruppen.

© AP/ Sujetbild
 

Eine starke Explosion hat am Mittwochmorgen die griechische Hauptstadt Athen erschüttert und schwere Schäden vor dem Gebäude der Athener Börse angerichtet. Eine Frau wurde durch Scheibensplitter leicht verletzt. Mehrere Autos wurden zerstört, berichtete das Staatsfernsehen. Kurz vor der Explosion in Athen rief ein unbekannter Mann bei einer Zeitung an und warnte vor der Detonation.

Die Bombe war nach ersten Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden in einem Minibus versteckt, der vor der Börse geparkt war. Fast zeitgleich detonierte in der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki ein Sprengsatz vor dem Gebäude eines Ministeriums. Die Schäden dort waren gering, hieß es. Der Sprengsatz war in einem Kasten der Telefongesellschaft in der Nähe des Ministeriums für die griechischen Provinzen Mazedonien-Thrazien angebracht, berichteten Reporter.

Die Polizei vermutet, dass die linken Gruppen "Volksaktion" oder "Revolutionärer Kampf" und "Revolutionäre-Sekte" hinter diesen Anschlägen stecken könnten. Diese hatten vor wenigen Monaten den Start einer "Stadt-Guerilla" in Griechenland angekündigt.

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