Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Ex-Manager RandaBank Austria hatte Interesse am BUWOG-Deal

Der Ex-Manager der Bank Austria sagte am 145. Tag des Grasser-Prozesses aus und sagte, der Sieg der CA Immo wäre ein guter Deal gewesen.

ARCHIVBILD: GERHARD RANDA
© APA/BARBARA GINDL
 

Der ehemalige Bank-Austria-Manager Gerhard Randa trat am Dienstag, am 145. Tag im Grasser-Prozess um Korruptionsverdacht, bei der Bundeswohnungs-Privatisierung in den Zeugenstand. Randa erläuterte, dass die Bank Austria damals großes Interesse gehabt habe, dass die CA Immo bei der Privatisierung siegreich wäre. Denn sie habe eine Minderheitsbeteiligung von etwa 30 Prozent an der CA Immo gehabt.

Randa war zur Zeit der Privatisierung im Jahr 2004 nicht mehr Bank-Austria-Generaldirektor, sondern -Aufsichtsratspräsident. Er habe ein Vorstandsmandat bei der HypoVereinsbank in München innegehabt und sein Lebensmittelpunkt sei daher in München gewesen, sagte der Zeuge heute. An vieles von den Vorgängen rund um die Bundeswohnungs-Privatisierung könne er sich nicht mehr erinnern.

Für die Bank Austria wäre ein Sieg der CA Immo beim Bieterverfahren um die Bundeswohnungen ein gutes Geschäft gewesen, denn die Bundeswohnungen hätten geringen Leerstand gehabt und stabile Mieter, sagte Randa. Daher sei auch verständlich gewesen, dass man in der Bank Austria nicht glücklich über die zweite Runde gewesen sei. "Man war überrascht, dass es eine zweite Runde geben soll", sagte Randa. Und dass die CA Immo dann überhaupt verloren habe gegen das Bieterkonsortium aus Immofinanz und RLB OÖ, damit war man "nicht zufrieden", wie Randa ausdrückte. "Ich glaube mich zu erinnern, dass sie grantig waren, dass das Geschäft jemand anderer bekommen hat", sagte er.

"Im Nachhinein war's erstaunlich, wie nahe es beieinander war. Wenn sie um 100 Millionen daneben gelegen wären, hätten sie sich auch geärgert. Aber wenn sie nur um eine Millionen daneben liegen, tut's natürlich weh, wenn man das Geschäft machen will." Das Konsortium von Immofinanz und RLB OÖ lag mit seinem Angebot in der zweiten Runde knapp vor der CA Immo und bekam den Zuschlag. Die Immofinanz zahlte daraufhin eine geheime Millionenprovision an Hochegger und Meischberger, laut Anklagevorwurf Bestechung auch für Grasser, der dies ebenso wie Meischberger zurückweist.

In der Befragung durch Richterin Marion Hohenecker sagte Randa, dass er auf der Herfahrt den "Standard"-Online gelesen habe über die Einrichtung eines Exekutivkomitees des BA-Aufsichtsrats, wozu der vorherige Zeuge, Michael Mendel, befragt worden war. Daraufhin habe er sich wieder an dieses Exekutivkomitee erinnert und dass er damals darin gesessen sei. Dieses Komitee hatte sich mit der Finanzierung des geplanten Erwerbs befasst.

Bei vielen Fragen zu Details der Entscheidungsfindung konnte sich Randa nicht erinnern.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.