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Prämien für PräsenzdienstBis zu 1000 Euro für die Milizsoldaten

Verteidigungsministerin kündigte für die 13 einberufenen Jägerkompanien der Miliz, die während der Coronakrise erstmals mobilisiert wurde, Prämien an.

BM Klaudia Tanner schüttet Premien aus
© Markus Traussnig
 

Am Dienstag nahm Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) gemeinsam mit dem Milizbeauftragten Generalmajor Erwin Hameseder beim Festakt zum „Tag der Miliz“ in Wien teil. Begleitet wurde die Ministerin von den Wehrsprechern sowie der parlamentarischen Bundesheerkommission. Aufgrund von COVID-19 fand der Festakt heuer in einem kleineren Rahmen statt. Abschluss der Feierlichkeit bildete die Kranzniederlegung durch Verteidigungsministerin Tanner und den Milizbeauftragten Generalmajor Hameseder beim Deutschmeister-Denkmal in Wien. Der „Tag der Miliz“ wurde erstmals im Jahr 2017 als Zeichen der Wertschätzung für die Miliz ins Leben gerufen.

„Aufgrund der Coronakrise haben wir erstmals in der Geschichte der Zweiten Republik eine Teilmobilisierung eingeführt. Mit der Kranzniederlegung wollen wir allen Milizsoldatinnen und Milizsoldaten unsere Anerkennung und aufrichtigen Dank aussprechen. Als weiteres sichtbares Zeichen der Wertschätzung habe ich entschieden, dass alle Wehrpflichtigen des Milizstandes, die wegen der Coronakrise zum Einsatzpräsenzdienst einberufen worden sind, eine Anerkennungsprämie erhalten sollen. Die Höhe der Prämie kann bis zu 1000 Euro betragen. Mit ihrem Einsatz stärken sie die Durchhaltefähigkeit des Bundesheeres und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit Österreichs und der Bevölkerung“, zeigte sich die Ministerin stolz. An einer langfristigen gesetzlichen Lösung zur Ausbalancierung der unterschiedlichen Besoldungssysteme wird derzeit gearbeitet.

13 Jägerkompanien wurden einberufen

Ab 15. April wurden insgesamt 13 Jägerkompanien für den Milizeinsatz einberufen, die am 4. Mai eingerückt sind. Mit 18. Mai starteten österreichweit die ersten Milizeinsätze. Rund 1.400 Milizsoldatinnen und -soldaten übernahmen in allen neun Bundesländern Einsatzaufgaben. Aufgrund der Grenzöffnung am 3. Juni und einer damit verbundenen Beurteilung der Lage sowie dem Wegfall von Assistenzaufgaben, haben sich auch die personellen Anforderungen an das Bundesheer verringert. Insgesamt sechs Jägerkompanien, also rund 600 Milizsoldatinnen und -soldaten, rüsteten am gestrigen Montag wieder ab.

Die 13 eingesetzten Jägerbataillone haben in den vergangenen zwei Wochen 13.410 Personentage bei zahlreichen Assistenzeinsätzen und Unterstützungsleistungen geleistet. Im Vergleich dazu absolvierten die Milizsoldaten im Jahr 2019 181.756 Übungstage. Gemeinsam mit den Berufssoldaten und Grundwehrdienern waren es österreichweit rund 190.000 Personentage seit Ausbruch der Corona-Pandemie. Aktuell gibt es etwa 34.000 Milizsoldatinnen und –soldaten beim Österreichischen Bundesheer.

Kommentare (2)

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unterhundert
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Wer zahlt das?

Wird die Post, oder Betriebe die aus Mangel an Arbeitern Soldaten für Hilfsarbeiten gebraucht wurden zur Kasse gebeten? Kurzarbeit anmelden, und das Heer arbeiten lassen, das gibt es wohl doch nur in Österreich. dazu eine Unfähige Ministerin.

ingvier1977
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Prämien für Milizsoldaten?

Das ist schon alles ein wenig komisch. Die werden einberufen und erhalten € 1000,- an Prämie.
Aber was ist mit all den Angestellten in den Geschäften usw die den österreichischen Staat zum Lock Down erhalten haben?
Die bekommen nichts, ja man hört und liest nicht mal mehr was.
Achja wie möchte sich das das Bundesheer leisten, wo man immer hört die haben kein Geld??
Oder zahlt den Arbeitslosen mal ein wenig mehr die unverschuldet dorthin gerutscht sind.