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Corona-Impfung Ärger um Vordrängler: Ministerium nimmt Länder in die Pflicht

Die Nicht-Einhaltung der Impf-Reihenfolge ruft etwa in Kärnten Behörden auf den Plan. Ministerium nimmt Länder in die Pflicht

Derzeit begehrtes Gut: Die Impfung gegen das Coronavirus
Derzeit Begehrtes Gut: Die Impfung gegen das Coronavirus © Andrej - stock.adobe.com
 

Der Ärger ist groß: Übrig gebliebene Impfstoffe wurden in fast allen Bundesländern an Politiker, Gemeindebedienstete und Angehörige verimpft. Wieder rückt hier auch neben Vorarlberg, Tirol, Ober-, Niederösterreich und Wien auch Kärnten in den Fokus. Im Seniorenzentrum des Sozialhilfeverbandes in Völkermarkt kamen bei der Impfaktion nicht nur über 80-jährige Heimbewohner in den frühzeitigen Genuss einer Impfung, sondern auch andere Personen.

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wjs13
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Überraschung?

Die Politiker, die sich impfen lassen machen nur eines überdeutlich, dass wir dummes Volk nur als Stimmvieh zu dienen haben, ansonsten sind wir denen völlig egal.
Im sozialistisch regierten Kärnten basieren die Impfpläne noch immer auf 5 statt, wie seit einigen Wochen auf 6 korrigierte, Dosen aus einer Ampulle.
Wohl damit genug Restdosen für Politiker übrig bleiben.
Die Alten und Personen mit Höchstrisiko danken der Landeshauptmann-Stellvertreterin Fr. Dr. Beate Prettner für die Rücksichtnahme.

wjs13
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Es kommt noch schlimmer

Habe gerade die Seite Land Kärnten --> Gesundheit --> Impfen geöffnet und, wenig überraschend, sind in der zuletzt am 01.10.2020 aktualisierten Seite Corona und COVID-19 mit kleinem Wort erwähnt.
Corona ist also in Kärnten noch gar nicht angekommen. Verstehe nicht worüber sich die Leute so alterieren können.

zweigerl
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Ein Menetekel?

Der "altes Brot"-Bürgermeister ist ein Menetekel. Wehe uns, wenn die Pandemie nur durch ein einziges Serum in den Griff zu bekommen ist und die Infektionszahlen steigen und steigen! "Drängeln" wäre dann ein Hilfsausdruck. Die Menschen würden sich gegenseitig umbringen. Siehe Camus' "Die Pest", Goldings "Lord of the flies" etc.

ReneF
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Vorbild

Früher hat man sich beschwert, dass die Politik kein Vorbild ist und sich nicht impfen lässt. Jetzt regt man sich auf weil Sie es tun...

Finde es gar nicht so schlecht, auch wenn es offiziell gemacht werden hätte sollen. :) heißt doch auch, dass sie daran glauben...
Würde auch gern schon impfen gehen aber das wird wohl noch dauern

silentbob79
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@ReneF

Häh? Haben Sie überhaupt verstanden worum es hier geht? Ja, wenn es eine offizielle Regelung gegeben hätte, dass bestimmte Personen als Vorbildwirkung geimpft werden, dann hätte man darüber geteilter Meinung sein können, ob das richtig oder falsch ist. Und ob der Alt-Bürgermeister einer Kleinstadt im Süden Österreichs oder der Bürgermeister einer 2500 EW Gemeinde in der Oststeiermark wirklich die richtigen für so eine Vorbild-Kampagne wären, lass ich auch mal dahingestellt.

So aber gibts eine ganz klare Regelung der Impfreihenfolge. Und diese Herrschaften (sowohl die Politiker als auch die entsprechenden Heimleitungen) haben ganz klar dagegen verstoßen und politische bzw. finanzkräftige Günstlinge ungerechtfertigterweise vorgezogen. Im Angesicht dessen, das allein in Kärnten schon 23000 ü80 auf der Anmelde-Liste stehen und keinerlei Informationen darüber haben, wann sie geimpft werden ist das ein Affront. Von denjenigen die Zuhause gepflegt werden, oder den mobilen Pflegekräften zB AVS oder Hilfswerk, die tagtäglich ungeimpfterweise die Patienten besuchen, garnicht zu sprechen ... Aber der Vorsitzende des AVS muss selbstverständlich geimpft sein weil er "häufig seine Freunde in der Seniorenwohnanlage besucht" ...

barbara78
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Aufwachen!

Sind Sie nur naiv oder haben Sie den Artikel nicht verstanden? Es geht hier um die Nichteinhaltung von Regeln, eine Disziplin, in welcher Österreich Weltmeister ist!!!

Lamax2
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Ist ja auch ein gutes Zeichen

Es ist noch nicht so lange her, da hatte man die Hoffnung, dass sich genug Leute impfen lassen und jetzt zeigt sich, dass sie immer beliebter wird-ist doch gut, wenn sich möglichst viele (allerdings in geordneten Bahnen) impfen lassen. Der Staat soll sich bemühen, möglichst viele Dosen zu bekommen.

eston
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Was Politiker anlangt,

ist die Sache glaskar und einfach: Wer sich vordrängt, muss zurücktreten.

laster
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Ausreden sehr fadenscheinig

Für einen Bürgermeister wäre es wohl keine Hexerei innerhalb kürzester Zeit Jemanden (Alter/Risiko...) aus seiner Gemeinde zu finden und zu kontaktieren, der die Impfung dringender braucht und auch haben möchte. Wenn schon nicht persönlich bekannt, was in kleineren Gemeinde ja meist der Fall ist, würde ein Blick ins Melderegister genügen.

Lepus52
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Ministerium ist völlig unschuldig?

Warum sorgt das Ministerium nicht für eine einheitliche, transparente Anmeldeplattform und lässt den Ländern das Rad 9 mal neu erfinden? Weniger Geld in sinnlose Werbung und mehr in eine neue digitale Organisationsstruktur. Der Bund schafft an und die Länder sollen die Suppe auslöffeln. Ist das der Sinn des Föderalismus?

silviab
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und Frau Prettner haben immer nur gegen die Bundesregierung gewettert und alle Aktionen mehr oder weniger als "Unfähigkeit und Chaos" angeprangert, seit Monaten nie wirklich konstruktitve Vorschläge gebracht und mitgearbeitet. Werden gewisse Agenden, so wie die Organisation und Durchführung der Impfung Landessache, dann sind die Damen und Herren überfordert. Warum eigentlich? Es war doch nur eine Frage der Zeit bis zur Zulassung des Impfstoffes. Da hätte man im Hintergrund schon längst Strategien und Konzepte für einen geregelten und reibungslosen Ablauf der Impfung ohne Hintertürln entwickeln können. Angefangen mit dem Impfbeginn, dann die gerechte Verteilung - Bessermachen geht anders!

silentbob79
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@Lepus

Es gibt ganz klare Richtlinien in welcher Reihenfolge geimpft wird. Soll das Ministerum in jedes Altersheim einen Kontrollor schicken oder wie?

Ja, ich seh vollkommen ein, dass beim Impfen im Heim die eine oder andere Dosis überbleibt, selbst wenn man ehrlich und genau plant (jemand wird krank, ...) Aber dass es dann "Reservelisten" gibt wo irgendwelche Politiker (schon seit Wochen) draufstehen oder dass die Heimleitung eigenmächtig "Spender" vorreiht, da kann das Ministerium (und auch die Landesregierung) nicht viel dafür. In jeder Gemeinde in Kärnten liegt eine Liste der impfwilligen ü80 jährigen auf. Es wäre ein einfaches zum geplanten Impftermin die ersten 5-10 Leute auf diese Liste zu informieren, dass sie eventuell drankommen und wenn absehbar ist, dass ein paar Dosen zur Verfügung stehen, diese zu verständigen ...

feringo
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@silentbob79 : ... ganz klare Richtlinien ...

silentbob79, zu den (groben) Richtlinien, in welcher Reihenfolge geimpft wird:
Es steht nur fest, welche Gruppen der Reihe nach geimpft werden. Das ergibt aber keine Reihenfolge innerhalb der Gruppe. Da ist das Manko. Es müsste neben dem Risiko das Geburtsdatum die Reihenfolge bestimmen. Allerdings brauchte man dann gar keine Altersgruppen, sondern nur das Geburtsdatum vom 1.1.1910 bis ....

silentbob79
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@Lepus52

Weil die Landeskaiser (ganz an vorderster Front unser eigener) ganz vehement gefordert haben, die Verteilung der Impfdosen selbst zu übernehmen, weil sie das angeblich so viel besser können. In der Zeit vor der Zulassung der Impfung hat Kaiser keine Gelegenheit ausgelassen dem Bund (manchmal zu recht, manchmal zu unrecht) Untätigkeit vorzuwerfen und mehr Kompetenzen für das Land zu fordern. Seit das Land nun diese Kompetenzen hat, ist genau garnichts passiert. (Außer dass ein paar Heimleiter bestens vernetzte Politiker oder finanzkräftige Spender nebenher mit Impfugen versorgt haben, während 23000 ü80 Jährige noch immer keine Informationen darüber haben, wann sie drankommen)

Erst diese Woche beginnt die Politik in Kärnten offenbar darüber nachzudenken ein Impfportal einzurichten. Ja kann denn das sein? Seit Monaten warten wir alle nur darauf, dass es diese Impfung endlich gibt. Und 3 Wochen nach der Zulassung des ersten Impfstoffes kommt unsere Landesregierung endlich drauf, dass man den ja auch irgendwie unter die Leute bringen muss.

Amadeus005
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Bestätigt nur was in Österreich in vielen Bereichen üblich ist

Die Frage ist nur was die Führung daraus macht. Vor allem bei amtierenden Politikern und Amtsträgern.