In Fürstenbrunn bei Salzburg (Gemeinde Grödig) sind am Mittwoch zwei Beamte der Justizwache festgenommen worden. Die beiden stehen im Verdacht, Handys in die Justizanstalt Salzburg in Puch-Urstein geschmuggelt und dafür Geld kassiert zu haben. Die Festnahme wurde im Auftrag der Staatsanwaltschaft Linz durchgeführt, bestätigte deren Sprecherin, Ulrike Breiteneder, am Donnerstag gegenüber der APA entsprechende Medienberichte.

Laut Breiteneder sind ein ehemaliger und ein aktiver Justizwachebeamter festgenommen worden. Weiters habe es aufgrund einer Durchsuchungsanordnung eine Hausdurchsuchung gebeben. Die beiden Männer sollen Mobiltelefone ins Gefängnis geschmuggelt bzw. Häftlingen die Handys nicht abgenommen haben, "sodass ein unkontrollierter Kontakt zur Außenwelt ermöglicht worden ist", sagte die Sprecherin. Da sie auch im Verdacht stehen, Geld dafür angenommen zu haben, wird ihr zufolge neben dem Verdacht des Amtsmissbrauchs auch wegen des Verdachts der Bestechlichkeit ermittelt.

Die beiden befinden sich laut Breiteneder derzeit noch in Polizeigewahrsam, was bis zu 48 Stunden möglich sei. Die Staatsanwaltschaft werde die Untersuchungshaft beantragen, kündigte sie an.