Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) hat vor unsachgemäßem Einbau bei alternativen Heizungssystemen wie Holzöfen oder Elektroheizungen gewarnt, da dies oft mit erhöhter Brandgefahr einherginge. Vor allem aufgrund höherer Energiepreise und der Sorge vor einem Gas-Engpass setzen viele Österreicher auf andere bzw. zusätzliche Heizsysteme. So sollen auch vorübergehende Lösungen vom Fachmann abgesichert werden, hieß es bei einer Pressekonferenz am Mittwoch.

Laut KFV-Unfallstatistik passiere die Mehrheit an Brandunfällen in privaten Haushalten. Häufigste Ursachen dabei wären elektrische Energie sowie offenes Licht und Feuer. Vor allem bei Kontakt mit anderen Materialien wie Stoff oder Staub können Wärmestrahler oder Geräte mit Heizspiralen Brände auslösen. "Installieren Sie Rauchwarnmelder und besorgen Sie sich einen Feuerlöscher für ihre Wohnung", forderte KFV-Experte und Leiter des Bereichs Eigentumsschutz, Armin Kaltenegger am Mittwoch.

Schlechte Wartung

Neben unsachgemäßer Inbetriebnahme könne eine schlechte Wartung der Gerätschaften ein vermeidbarer Brandgrund sein. Es sei die Vorstellung der Menschen, dass die Krise nur temporär und somit auch die Notheizung eine vorübergehende Lösung ist, die zu einem schnellen und provisorischem Einbau führe, erklärte Kaltenegger, "weil der MacGyver im Fernsehen hat es auch immer geschafft", führte er weiter aus.

Überlastung

Die vermehrte Nutzung von elektrischen Geräten könne außerdem zu einer Überlastung der Stromanlage führen. "Elektrische Wärmestrahler eignen sich nicht für das Beheizen der gesamten Wohnräume, sondern nur für das kurze Erwärmen eines Raumes", hieß es in der Aussendung am Mittwoch. Vor allem bei Mehrfachsteckdosen sei Vorsicht geboten, da oftmals zu viele Geräte daran angeschlossen seien. So sind die meisten Verlängerungskabel mit Mehrfachsteckdosen auf eine Leistung von 3.000 bis 3.500 Watt ausgelegt und sollten in Summe diese maximale Gesamtleistung nicht überschreiten.

Nachfrage gestiegen

Besonders in Wien sei die Nachfrage nach Ofeninstallationen stark gestiegen. "Seit der Diskussion um die Unsicherheiten betreffend Gasversorgung haben die Anfragen für Ofeninstallationen für Holzöfen bzw. die Umrüstung von Zentralheizungen auf Biomasse bei den Österreichischen Rauchfangkehrern im Schnitt um das Drei- bis Fünffache im Vergleich zu den Vorjahren zugenommen", stellte Bundesinnungsmeister der Rauchfangkehrer in Österreich, Christian Plesar, fest.

Tipps zur Reduktion des Brandrisikos seien die fundierte Beratung durch Fachpersonal, die Verwendung geeigneter Brennstoffe, die regelmäßige Wartung elektrischer Geräte, die Installation von Rauchwarnmeldern und einen Handfeuerlöscher griffbereit zu halten.