Nach einem Vergewaltigungsversuch, bei dem sich die 22-jährige Betroffene im Februar erfolgreich mit einem Messer zur Wehr gesetzt hatte, ist der Angreifer am Donnerstag am Wiener Straflandesgericht zu einer fünfjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Obwohl sich der 24-jährige Angeklagte leugnend verantwortet hatte, nahm er das Urteil an.

Der Syrer soll die junge Frau nachts am Eingangstor ihres Wohnhauses in Meidling von hinten attackiert und in den Innenhof genötigt haben. Er berührte sie unsittlich an intimen Körperstellen und drängte sie zu Boden. Der 22-Jährigen gelang es, ein Messer aus ihrer Handtasche zu ziehen, womit sie dem Mann mehrere Schnitt- und Stichverletzungen zufügte. Auch ein Hausbewohner wurde durch Schreie aufmerksam.

Angeklagte stritt alles ab

Der Täter ließ schließlich von ihr ab und flüchtete zu Fuß mit der Handtasche. Polizisten erwischten den Verdächtigen bei einer Sofortfahndung, der nach Versorgung seiner Verletzungen in Haft genommen wurde. Der Mann war mit knapp einem Promille alkoholisiert und hatte eine geringe Menge Haschisch bei sich.

Vor Gericht stritt der Angeklagte die Vorwürfe ab. Er habe mit der jungen Frau "Freundschaft schließen wollen". Diese habe plötzlich auf ihn eingestochen. Dieser Version wurde vom Gericht kein Glauben geschenkt. Die fünf Jahre Haft sind bereits rechtskräftig.