Der April ist heuer seinem Ruf gerecht geworden und sehr wechselhaft verlaufen, mit mehreren kalten und milden Phasen. "In der vorläufigen Monatsbilanz war der April 2022 im Tiefland Österreichs um 1,2 Grad kühler als im Durchschnitt der letzten 30 Jahre, auf den Bergen um 0,9 Grad", sagte Alexander Orlik von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (Zamg) am Freitag.

Im Vergleich zur Klimaperiode 1961 bis 1990, die von der Klimaerwärmung noch nicht so stark betroffen war, lag der April 2022 hingegen im Tiefland um 0,3 über dem Mittel und auf den Bergen war es um 0,7 Grad zu mild. Der Temperaturverlauf war in Österreich abwechslungsreich: Zu Beginn des Monats lag die Lufttemperatur in allen Landesteilen unterhalb der Mittelwerte. Zur Mitte des Monats stellte sich kurzfristig eine überdurchschnittlich warme Phase ein. In weiterer Folge bewegte sich das Temperaturniveau nahe an den klimatologischen Werten oder leicht darunter.

Der April war der erste Monat in diesem Jahr, der nicht deutlich zu trocken ausgefallen ist. "In vielen Regionen lagen die Niederschlagsmengen im April 2022 im Bereich der üblichen Schwankungen um den vieljährigen Durchschnitt. Berücksichtigt man die Prognose bis Monatsende, liegt die Niederschlagsmenge in der österreichweiten Auswertung um drei Prozent unter dem Mittel", sagte Orlik.

Mitte April leitet normalerweise die Apfelblüte die phänologischen Jahreszeiten vom Erstfrühling in den Vollfrühling über. Zahlreiche Sträucher und Obstsorten blühen und fast alle Bäume und Sträucher treiben in diesem Monat ihr Laub aus. Der massive Kaltlufteinbruch Anfang April verringerte heuer aber den rund einwöchigen Vorsprung der Entwicklung der Natur vom März.

Ausblick aufs Wochenende

Nach einem sonnigen Start ins Wochenende breitet sich in den nächsten Tagen in Österreich zunehmend ein unbeständiges und schaueranfälliges Wetter aus. 

Am Freitag ist noch schwacher Hochdruckeinfluss vorherrschend.
Mit diesem präsentiert sich das Wetter überwiegend sonnig und
trocken. Speziell im Osten und Südosten muss jedoch ab Mittag mit
mehr Quellwolken gerechnet werden. Die Neigung zu Schauern bleibt
bis zum Abend aber gering. Es weht generell nur schwacher Wind,
lediglich am Alpenostrand bläst mäßiger Wind aus nördlichen
Richtungen. Die Frühtemperaturen liegen zwischen null und acht Grad.
Die Tageshöchsttemperaturen sind mit 15 bis 23 Grad erreicht, am
wärmsten ist es im Westen des Landes.

In Vorarlberg und in Tirol startet der Samstag bereits mit
dichten Wolken. Diese breiten sich im Tagesverlauf langsam in
Richtung Salzburg und Osttirol aus. Außerdem muss mit den Wolken mit
einsetzendem Regen und mit Regenschauern gerechnet werden. Weiter im Osten und Südosten beginnt der Tag hingegen sonnig. Nachmittags
zieren jedoch immer öfters harmlose Quellwolken den Himmel. Der Wind
weht schwach bis mäßig aus Ost bis Süd. Zwei bis acht Grad zeigt das
Thermometer in der Früh, 13 bis 22 Grad maximal am Nachmittag.

Im Westen überwiegen am Sonntag die Wolken und dort regnet es
auch immer wieder. Sonst ist es zwar teils sonnig, allerdings ziehen
auch einige Wolkenfelder durch. Mit aufkommender Quellbewölkung
spätestens ab Mittag ist vor allem im Berg- und Hügelland auch mit
Regenschauern zu rechnen. Weitgehend trocken bleibt es im Norden und
Osten. Der Wind weht schwach, im Osten teils auch mäßig, aus Ost bis
Südost (Frühtemperaturen: vier bis neun Grad, Tageshöchstwerte: 14
bis 21 Grad).