Eine Industriehalle auf dem Gelände der Entsorgungsfirma Freudenthaler in Inzing in Tirol (Bezirk Innsbruck Land) ist Samstagvormittag in Brand geraten. Nach rund zwei Stunden konnten die Flammen von einem Großaufgebot an Feuerwehren großteils gelöscht werden, zu Mittag standen noch Nachlöscharbeiten an, wie die Feuerwehr Inzing der APA mitteilte. Die Brandursache sowie das genaue Ausmaß des Sachschadens waren vorerst unklar. Personen waren nicht betroffen.

Die Gefahr, dass Problemstoffe austreten könnten, war schnell gebannt, sagte der Inzinger Feuerwehrkommandant Rene Staudacher dem ORF-Radio Tirol. Es habe keine Gefahr für die Bevölkerung bestanden. Dass die Halle eventuell einsturzgefährdet sei, habe mittlerweile ebenso ausgeschlossen werden können. Der Brand hätte sich aber massiv in Richtung einer 110-kV-Leitung ausgedehnt. Aber auch diese Gefahr konnte relativ schnell entschärft werden, so der Feuerwehrkommandant.

Dichter Rauch war aus der Halle gedrungen und weithin sichtbar. Die Bewohner der Gemeinde wurden deshalb zwischenzeitlich gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Dabei handle es sich um eine Vorsichtsmaßnahme. Laut den Einsatzkräften bestand keine akute Gefahr für Anrainer und Bewohner.

Der Brand hatte einen Großeinsatz der Feuerwehren zur Folge. 215 Männer und Frauen von 13 Feuerwehren, darunter der Berufsfeuerwehr Innsbruck, wurden ebenso aufgeboten wie 32 Fahrzeuge.

Die Völser Straße (L 11) war im Gewerbegebiet in beide Fahrtrichtungen vorübergehend für den gesamten Verkehr gesperrt worden. Die Sperre wurde gegen Mittag wieder aufgehoben.