Zahl der Sterbefälle hochCoronalage stabilisiert sich weiter: Knapp 3700 neue Fälle

Zwei Tage vor Beendigung des Lockdowns – zumindest für Genesene und Geimpfte – ging die Zahl der Neuinfektionen neuerlich zurück.

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© APA/HERBERT NEUBAUER
 

Die Coronalage in Österreich entspannt sich weiter: In den letzten 24 Stunden (Stand Freitag, 9.30 Uhr) wurden insgesamt 3659 Neuinfektionen eingemeldet. Am Vergleichstag der Vorwoche waren es noch 6738 Neuinfektionen gewesen.

Bei den Neuinfektionen liegt wie schon seit Wochen Oberösterreich vorn, gefolgt von Niederösterreich.

Neuinfektionen nach Bundesländern

Burgenland: 85
Kärnten: 413
Niederösterreich: 563
Oberösterreich: 742
Salzburg: 147
Steiermark: 525
Tirol: 497
Vorarlberg: 259
Wien: 428

Weiterhin hoch ist die Zahl der Todesfälle, 65 Covid-Tote wurden seit Donnerstag gemeldet. Mehr als 1000 der bisher 13.076 Opfer starben allein in den vergangenen zweieinhalb Wochen.

Die Zahl der Spitalspatienten sank im Tagesvergleich um 105 auf 2.708, jene der Intensivpatienten auf unter 600.

Die Sieben-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner ging wieder unter einen Wert von 400 zurück und betrug am Freitag 393 Fälle. Die Situation in den einzelnen Bundesländern stellt sich dabei weiterhin unterschiedlich dar: Das Bundesland mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz ist Vorarlberg mit 734, gefolgt von Kärnten (567), Tirol (516) und Salzburg (437). Weiters folgen die Steiermark (426), Oberösterreich (399), Niederösterreich (340), das Burgenland (290) und Wien (247).

Von 459.101 PCR-Tests österreichweit waren seit dem Vortag 0,8 Prozent positiv. Seit Pandemiebeginn gab es österreichweit 1,221 Millionen bestätigte Fälle. 1,129 Millionen Betroffene haben eine Infektion hinter sich. Am Freitag galten 78.581 Personen als aktiv infiziert, um 5.978 weniger als am Tag zuvor.

110.000 Impfungen an einem Tag

110.854 Covid-Schutzimpfungen wurden am Donnerstag durchgeführt, geht aus Daten des E-Impfpasses hervor. Insgesamt haben bisher 6,44 Millionen Menschen in Österreich zumindest eine Impfung erhalten. 6,08 Millionen Personen und somit 68 Prozent der Einwohner verfügen über einen gültigen Impfschutz.

Die Erststiche machten am Vortag nur 7,6 Prozent aller Impfungen aus. 8416 Menschen holten sich eine erste Schutzdosis, innerhalb einer Woche immerhin 62.347 Personen. Großen Anteil haben aktuell die für einen hohen Immunschutz wichtigen Drittstiche. 82.899 verabreichte Booster-Impfungen in den vergangenen sieben Tagen waren 74,8 Prozent aller durchgeführten Immunisierungen. Insgesamt 485.465 Drittstiche wurden in der vergangenen Woche verabreicht.

Zahl der Sterbefälle weiter erhöht

Laut vorläufigen Ergebnissen von Statistik Austria sind in der 47. Kalenderwoche (22. bis 28. November 2021) 2.146 Personen verstorben (an allen Todesursachen, nicht nur Covid), das sind um 40 Personen mehr als in der Vorwoche. Damit setzt sich der seit Anfang Oktober (ab Kalenderwoche 40) bestehende Trend der steigenden Sterbefälle auch in der ersten Woche des aktuellen, allgemeinen und bundesweiten Lockdowns fort.

Dennoch bleibt die Zahl der Verstorbenen um rund elf unter dem Wert der 47. Kalenderwoche des Jahres 2020, in der 2401 Personen verstarben. "Seit Anfang Oktober sehen wir wieder deutlich erhöhte Sterbefallzahlen in Österreich. In der letzten Novemberwoche 2021 lag die Zahl der Verstorbenen 40 Prozent über dem Durchschnitt der gleichen Kalenderwoche des Vor-Corona-Zeitraums 2015 bis 2019. Im letzten Jahr lag die überhöhte Sterblichkeit mit 56 Prozent noch deutlich darüber – und das bei einem niedrigeren Corona-Infektionsgeschehen", erläuterte Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas.

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