NachholbedarfÖsterreicher reisten im Sommer sogar mehr als vor der Coronakrise

Laut Statistik Austria herrschte großer Nachholbedarf. Urlaubsreisen stiegen von Juli bis September fast um die Hälfte.

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© APA/ROLAND SCHLAGER
 

Nach monatelangen Lockdowns aufgrund der Coronapandemie hatten die Österreicherinnen und Österreicher heuer im Sommer einiges an Reisen aufzuholen. Die Urlaubsreisen zogen nicht nur gegenüber 2020 kräftig an, sondern übertrafen sogar das Vorkrisenjahr 2019. "Beim Sommerurlaub gab es heuer ganz viel Nachholbedarf", so Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas am Donnerstag.

Von Juli bis September hat die österreichische Wohnbevölkerung 8,3 Millionen Urlaubsreisen (inklusive Verwandten- und Bekanntenbesuche) unternommen. Im Vergleich zum dritten Quartal 2020 entspricht das einer Zunahme um fast 48 Prozent, gegenüber dem Vorkrisensommer 2019 ist das ein Anstieg um fast ein Fünftel (rund 18 Prozent).

"Weitreichende Grenzöffnungen und der Impffortschritt haben dabei die Zahl der Auslandsreisen im Vergleich zum Sommer 2020 mehr als verdoppelt und auch die Zahl der Inlandsreisen weiter ansteigen lassen", sagte Thomas.

Das wichtigste Reisemotiv war heuer im Sommer erstmals der Verwandten- und Bekanntenbesuch (rund 22 Prozent), knapp gefolgt vom Aktivurlaub (21,5 Prozent) und an dritter Stelle vom Strand- und Badeaufenthalt (rund 20 Prozent).

50 Prozent fuhren ins Ausland

Die Hälfte aller Urlaubsreisen führte ins Ausland, wobei Italien, Deutschland, Kroatien und Griechenland die beliebtesten Destinationen waren. Fernreisen waren hingegen wie schon 2020 kaum gefragt. Der Anteil der Fernreisen an allen Auslandsurlaubreisen lag 2021 bei rund 0,7 Prozent, im Sommer 2019 waren es noch 6,4 Prozent.

Insgesamt wurden 4,8 Millionen Haupturlaubsreisen mit vier oder mehr Nächtigungen und 3,5 Millionen Kurzurlaubsreisen mit ein bis drei Nächtigungen durchgeführt. Im Vergleich zum Sommer 2020 stieg die Anzahl der Haupturlaubsreisen (+80 Prozent) deutlicher als jene der Kurzurlaubsreisen (+19 Prozent), und beide erreichten in etwa wieder die Anteile von 2019.

Die Menschen reisten wieder mehr mit dem Flugzeug. Der Anteil der Flugreisen lag im Sommer 2021 bei 15,1 Prozent, nach 4,8 Prozent im Jahr 2020 und 19,7 Prozent 2019. Hingegen büßten anteilsmäßig Urlaubsreisen mit dem Pkw und der Bahn ein.

Bei jeder zweiten Urlaubsreise wurde in Hotels und ähnlichen Unterkünften und bei jeder vierten Urlaubsreise unentgeltlich in privaten Unterkünften bei Freunden, Bekannten bzw. Verwandten oder im eigenen Zweitwohnsitz genächtigt

Kommentare (3)
deCamps
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Muss dazu etwas schmunzeln.

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gibt es einige Länder weltweit wohin dies nicht möglich ist, oder nur durch bestimmte Bedingungen und langwierigen Umständen. Nicht nach Australien, nicht nach Island, nicht nach China, nicht nach Tasmanien, nicht auf Tonga und noch einige Länder. Mir ist ein Rätsel wer sowas schreibt und in Zahlen ausdrückt.

mahue
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Manfred Hütter, 9330 Althofen: Haben zwei Jahre den Besuch der Eltern meiner Frau in der Karibik verschoben

In ihrem Land versteht man auch unter dem Begriff Familie den halben Ort, die Muttersprache meiner Frau ist Spanisch. In unseren südlichen Nachbarländern ist es nicht anders.
Dass das Reisen um Safaris in Südafrika oder tropischem Strand zu machen, meist Personen die ihr Hotel im Oktober oder November geschlossen haben sind, oder Personen die Verwandte in Süd-Ostnachbarländern haben, die mit dem Auto zu erreichen sind, die Infektionstreiber sind, hört und liest man täglich in den Zeitungen.

himmel17
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Ansteckungsreisende

Corona wo bist du? "Searching for corona" auf gut Österreichisch. Dumpfbacken-Urlauber! No na!