Faßmann stellt klar"Die Schulen sind offen für alle, die sie brauchen"

Die Schulen bleiben offen. In ganz Österreich gilt: Maskenpflicht für alle auch im Unterricht, tägliche Tests der Klasse nach Coronafall, freiwilliges Homeschooling. Unsicherheit bei Lehrervertretern.

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Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) will die Schulen offen halten.
Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) will die Schulen offen halten. © APA/HERBERT NEUBAUER
 

Die Anzeichen mehrten sich, dass bei einem bundesweiten Lockdown sogar die Schulen geschlossen werden würden. Doch: "Schulen und Kindergärten bleiben grundsätzlich geöffnet", sagt Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) bei der Pressekonferenz Donnerstagvormitag.

Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) konnte sich hier offenbar doch gegen die Landeshauptleute durchsetzen: Die Schulen bleiben nun doch offen mit Präsenzunterricht. Die Regierung appelliert aber an alle Eltern, die das können, ihre Kinder zuhause zu betreuen.

"Eine Schule, die nur Betreuung anbietet, ist eigentlich unrealistisch", begründete Faßmann. Die Schülerinnen und Schüler sollten auch im Lehrplan weiterkommen. Er wisse, dass man durch die "vielen Testungen in der Schule so etwas wie einen kontrollierten Ort" geschaffen habe. "Unsere Testungen durchbrechen Infektionsketten." Das aufzugeben bedeute, dass Ansteckungen im unkontrollierten Bereich passieren würden.

Bildungsminister zu Maßnahmen in Schulen

Das Modell, das das Ministerium zunächst für Oberösterreich und Salzburg geplant hatte, kommt nun in den Schulen in ganz Österreich:

  • Für alle Schulstufen gilt Maskenpflicht auch im Unterricht, für die Jüngeren (VS, MS, Unterstufe) reicht ein Mund-Nasen-Schutz, die Älteren brauchen FFP2-Masken
  • Kinder können aber auch unbürokratisch zuhause bleiben und werden dafür mit Lernmaterial versorgt, heißt es aus dem Ministerium.
  • Gibt es einen Coronafall in der Klasse, wird die ganze Klasse an den fünf darauffolgenden Schultagen per Antigentest getestet. So sollen die komplett überlasteten Gesundheitsbehörden entlastet werden.

 

 Die Maßnahmen, die nun ab Montag in allen Schulen Österreichs gelten werden.
Die Maßnahmen, die nun ab Montag in allen Schulen Österreichs gelten werden. ©

"Der Weg, auf den wir uns geeinigt haben, ist - grob gesagt - der Weg, auf den wir uns mit Oberösterreich und Salzburg geeinigt haben", bestätigt Bundeskanzler Alexander Schallenberg. Es gebe einen eindringlichen Appell der Regierung und der Landeshauptleute an alle Eltern, ihre Kinder wenn möglich zuhause zu betreuen.

Eltern entscheiden, ob das Kind in die Schule geht

"Das Wesentliche ist: Die Schule ist offen, sie sorgt nicht nur für Betreuung, sondern auch für Unterricht", betonte Bildungsminister Faßmann im Gespräch mit der APA. Der Betrieb in der Schule sei abgesichert, gleichzeitig könne man die Klassen entdichten - jene Eltern, für die Homeoffice möglich ist, könnten ihre Kinder auch daheim lassen, wenn sie dies wollen.

Ob sie das tun, sollen Eltern selbst entscheiden, denn "Eltern wissen in der Regel immer, was das beste für ihr Kind ist", sagt der Bildungsminister in der Pressekonferenz am Abend. Auf Nachfrage empfiehlt er Eltern, externe Faktoren in ihre Entscheidung einzubeziehen. In Regionen mit hoher Inzidenz sei es etwa sinnvoll, das Kind zuhause zu lassen. Aber auch der Lerntyp des Kindes könne ein Faktor sein. Grundsätzlich hält er die Frage aber "für eine Falle", er betont: "Das wissen, glaube ich, Eltern am besten."

Distance Learning, wenn ganze Klasse daheimbleibt

"Es gibt keine Form des hybriden Unterrichts, wo Lehrerinnen und Lehrer gleichzeitig Distance Learning betreuen müssen und auch Präsenzunterricht haben", meinte Faßmann.

Distance Learning sei dann möglich, wenn etwa eine ganze Klasse daheimbleibe, meinte Faßmann. Wenn die technischen Möglichkeiten vorhanden sind, könne außerdem auch ein synchroner Hybridunterricht stattfinden, bei dem der Präsenzunterricht per Kamera nachhause übertragen wird.

Wie der Unterricht zuhause genau funktionieren wird, werde nach Alter und Standort variieren, sagte der Bildungsminister am Abend. So würden etwa Jüngere womöglich eher Bildungspakete erhalten, Ältere eher mit digitalen Lernplattformen arbeiten können, so Faßmann.

Schularbeiten und Tests werden ausgesetzt

Bei den Schularbeiten bzw. Tests gibt es die grundsätzliche Vorgabe, diese während dem Lockdown nicht stattfinden zu lassen. Wenn aber etwa praktisch alle Schüler anwesend seien bzw. sie unaufschiebbar sind, könnten sie durchgeführt werden. "Man kann sie aber auch ganz entfallen lassen, wenn anderweitig eine gesicherte Leistungsbeurteilung möglich ist."

Die nächsten drei Wochen seien nicht die Zeit, um im Curriculum auf das Gaspedal zu treten, sagte der Bildungsminister am Abend. Man will aber darauf achten, dass nicht alles in den Jänner geschoben wird. Er wolle verhindern, dass die nächsten 20 Tage zu einer prüfungsimmanenten Zeit werden, sagte Faßmann am Abend.

Auf Kritik von Lehrervertretern angesprochen verweist Faßmann in der Pressekonferenz am Abend auf die Dringlichkeit der Situation. "Da kann ich mir keine Zeit lassen, nicht bös sein."

Eine Prognose über die Inanspruchnahme des Unterrichts wollte der Minister nicht abgeben. Im Zuge der Lockdowns in den vergangenen Jahren habe sich gezeigt, dass dies von Schultyp zu Schultyp und von Schule zu Schule unterschiedlich gewesen sei. Mit zunehmender Dauer seien dann immer mehr in die Schule gekommen.

Für die Hochschulen wird es keine Vorgaben seitens des Ministeriums geben. Diese seien komplett autonom. Sie würden aber größtenteils auf Distance Learning umstellen, wo ein solches machbar sei und andererseits versuchen, etwa Labortätigkeiten und künstlerischen Unterricht in Präsenz anzubieten.

Appell, Kinder zuhause zu lassen

Die Schulen bleiben grundsätzlich offen (Präsenzunterricht "für all jene, die es benötigen" laut der schriftlichen Vereinbarung), die Präsenzpflicht wird aber ausgesetzt, sagte Schallenberg. "Es gibt den gemeinsam Appell von Bundesregierung und Landeshauptleuten, dort wo möglich, die Schüler zuhause zu lassen", betonte er - und verwies auf die extrem hohe Fallzahlen in diesen Altersgruppen. "Was immer wir im Schulbereich entscheiden, ist immer eine Herausforderung", räumte er ein. Man bitte die Bevölkerung in den nächsten 20 Tagen, sich noch einmal zusammenzureißen, "damit wir diese vierte Welle brechen". "Und ich hoffe, dass wir mit diesem Appell nie wieder in seine solche Situation kommen", sagte er.

Für AHS-Lehrergewerkschafter Herbert Weiß waren am Vormittag noch sehr viele Fragen offen: "Wir Lehrer können uns jedenfalls  nicht zweiteilen. Präsenzunterricht für die einen und Distance Learning für die anderen wird gleichzeitig natürlich nicht möglich sein." Weiß will aber noch abwarten, bis es weitere Informationen vom Ministerium gibt.

Erste Reaktionen zeigten, wie schwierig neuerliche spontane mehrwöchigen Schulschließungen für die Betroffenen gewesen wären: "Zwar machen die stark steigenden Infektionszahlen verschärfte Maßnahmen erforderlich, wir sprechen uns aber klar gegen weitere gravierende Einschnitte in das Leben junger Menschen aus und fordern weitreichende Sonderregelungen bzw. maximal mögliche Normalität für Jugendliche", erklärt die Salzburger Kinder- und Jugendanwältin Andrea Holz-Dahrenstaedt.

"Kinder sind die am meisten getestete Bevölkerungsgruppe, die die am diszipliniertesten ihren Nasen-Mund-Schutz oder FFP2 Maske tragen, aber gleichzeitig diejenige Gruppe, deren Bedürfnisse am wenigsten Beachtung finden." Das Kindeswohl sei bei allen Maßnahme vorrangig zu berücksichtigen. Die psychischen Belastungen und Erkrankungen von Kindern seit Beginn der Covid-19 Pandemie seien bekannt, die Triage in der Kinder- und Jugendpsychiatrie stünden schon lange an der Tagesordnung.

"Kinder- und Jugendpsychiatrie am Anschlag"

Auch der Vorarlberger Kinder- und Jugendanwalt Michael
Rauch hat sich am Freitag strikt gegen eine neuerliche Schließung von Bildungseinrichtungen ausgesprochen. Er fürchtet gravierende Folgen für die Bildung, die psychische Gesundheit und die sozialen Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen. Die Versorgungssysteme der Kinder- und Jugendpsychiatrie seien schon infolge der bisherigen Covid19-Maßnahmen "seit Monaten am Anschlag", so Rauch.

Schon die bisherigen Maßnahmen hätten gravierende Auswirkungen auf die seelische Gesundheit junger Menschen gehabt, durch neuerliche Einschränkungen verstärkten sich bereits vorhandene Risiken. "Sowohl die ambulanten als auch die stationären Versorgungssysteme der Kinder- und Jugendpsychiatrie arbeiten seit Monaten am Anschlag und die gesetzten Entlastungsmaßnahmen zeigen erst langsam Wirkung", erklärte Rauch. Jugendarbeit, Sportvereine und Bildungseinrichtungen müssten zugänglich bleiben.

Elternverband für offene Schulen

Auch der Bundeselternverband für Mittlere und Höhere Schulen  fordert, die Schulen offenzuhalten. Die Gründe: Die psychosozialen und emotionalen Belastungen würden durch Schließungen sowohl bei Kindern als auch bei Eltern nicht noch weiter verstärkt. Und: "Kinder und Jugendliche befinden sich in der wichtigsten Entwicklungsphase und benötigen mehr als Erwachsene einen strukturierten Tagesablauf und soziale Kontakte", erklärt Verbandspräsident Christoph Drexler. Gefährdete Kinder oder Kinder von gefährdeten Eltern könnten vom Unterricht freigestellt werden, die etablierte engmaschige Teststrategie an Schulen ermögliche einen für die Gesellschaft wichtigen und nutzbringenden Einblick in das Infektionsgeschehen.

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Danke für Ihr Verständnis.

Miraculix11
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Versager ist nicht nur die Politik

Geh in irgendeinen Supermarkt, Kassierin hat die Maske so dass die Nase frei ist, an der Kassa ein Gedränge wie in alten Zeiten und wer es live sehen will: Morgen stürmen alle die Geschäfte und stecken sich an.

Sege
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Viele

Kinder wurden geimpft damit sie in der Schule sicher sind
Das sollte weiter so sein

Sege
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Sicherheit

Geimpft und getestet
Höchster Level

Gun125
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Herr Minister

was sagen Sie zur Studie der AGES mit der MedUni Graz. Bei 755 Kindern bis 14 Jahre hatten 60 Prozent der positiven Kinder klinische Symptome entwickelt, 7 Prozent benötigten einen Arzt, 2,4 Prozent benötigten einen Krakenhausaufenthalt und 11 Prozent leiden unter Ling-Covid. Bei einer Studie des Ludwig-Boltzmann Instutes in Wien wurde bei rund 600 Kindern, welche in der Schule getestet wurden, bei rund 50Przent die Infektion nicht erkannt wurde. Glauben Sie noch immer an die große Schutzwirkung Ihrer Tests?

stimmtnicht
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In den Schulen werden Infektionskrankheiten durchbrochen 😂🤣

Herr Fassi bezeichnet die Schule derzeit als einen sicheren Ort, ja geht's noch?
In den Schulen, vor allem Brennpunkt Schulen ging es die letzten Wochen rund! Da sind 4 bis 5 Aufsichtspersonen abgestellt um die Maskenpflicht am Gang oder nach der Hofpause zu kontrollieren, ist den 12 bis 15 jährigen teilweise so was von egal und dann wird den Pädagogen noch geantwortet mit :" he tscüsch Oida" oder so ähnlich.
Die Testungen sind sicher sinnvoll, aber was bringt es wenn bei einem positiven Fall alle anderen Mitschüler trotzdem weiter in die Schule kommen dürfen, in den Öffis sitzen, sich privat treffen....usw.
Völlig sinnbefreit, da wird das Virus zu den Geschwistern mitgebracht ( andere Schule), zu den Eltern und Großeltern und so ist es leider die letzten Wochen passiert.
Betreuer von Kindern mit Einschränkung hatten nachweislich engsten Kontakt mit einem positiven Schüler, dürfen aber als K2 in anderen Schulen vertreten, da vorbildlich geimpft 😉. Mittlerweile sollte wirklich jedem bekannt sein, dass Geimpfte anstecken können und es sehr viele Impfdurchbrüche gibt.
So kann und wird es nicht funktionieren die Zahlen in den nächsten Wochen rapide zu reduzieren!!!
Lösung ist also, kein Distanz Learning, aber die Eltern dürfen die Kinder daheim lassen, wenn sie möchten! Was ist das für eine Lösung?
Die aufgeweichte Regelung der Quarantäne, sowie die K1 und K2 Einstufung in den Schulen hat die Situation heuer ( trotz der vielen Geimpften Pädagogen) so prikär werden lassen!!!!

mahue
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Manfred Hütter: liebe(r) stimmtnicht

Ich wohne in Althofen in einer kleinen Stadt Kärntens.
Alle Mitschüler in der Klasse meines Sohnes sind geimpft, Mitschüler sehen es in der Pause am Ninja Pass, durch das goldene Pickerl (geimpft) und anderen Farben weil freiwillig zusätzlich getestet, und zeigen es den Mitschülern. Kinder sind schlauer als wir Erwachsene denken und viel ehrlicher.
Mein Sohn geht als Geimpfter am Montag sicher in die Schule, es wird dreimal in der Woche in der Schule unter Aufsicht getestet, ab Montag laut Plan öfter, und soweit ich es am Elternabend zu Schulbeginn erfahren habe, sind auch die meisten Eltern vollständig geimpft.

stimmtnicht
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Schön 🌞

Liebe Grüße nach Althofen, toll wenn's bei euch so gut funktioniert! Ihre Beschreibung hat nur leider absolut gar nichts mit der Realität in steirischen Brennpunktschulen gemeinsam. Viel Spaß in der Schule für ihren Sohn und bleibt gesund 👍

fassungslos
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Unglaublich

Ich hoffe sehr, dass das ein Fehlzitat ist...
"Da kann ich mir keine Zeit lassen. Nicht bös sein"?!?!

Wenn man wochenlang nichts gegen die steigenden Zahlen unternimmt, kann man sich keine Zeit mehr lassen, richtig. Aber "nicht bös sein", nein, DAS kann man nicht nicht sein. Die explodierenden Zahlen kamen nun ja soooo überraschend, nie und nimmer hätte man rechtzeitig irgendetwas machen bzw. kommunizieren können. Ich glaub ich bin im falschen Film.

Avro
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Ein Hoffnungsschimmer

Wenigstens bleiben die Schulen offen und die Hysteriker haben sich nicht durchgesetzt.
Kinder und Jugendliche sind die am allerwenigsten gefährdete Gruppe.
Und der Vorschlag, man kann/soll sie zu Hause lassen und den Lehrstoff vom Lehrer holen ist weltfremd.

Franzzz
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Treiber der Pandemie

5-14 Jährige mit einer Inzidenz von 2000!!! haben das Virus zwischen den Kindern und zu Ihren Eltern und Großeltern nach Hause gebracht. Beim Narrativ der offenen Schulen hätte man eine Impfquote von mindestens 80% benötigt um das Gesundheitssystem nicht zu überlasten. So konnte es nicht gut gehen. Das Infektionsgeschehen kann man bei diesen Inzidenzen durch Testen nicht in den Griff bekommen. Ich bin aber auch dagegen, Kinder einzuschränken, wenn Erwachsene nicht Ihren Beitrag durch Impfen leisten.

Adriano
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Kinder sind keine Treiber

Es gibt genügend Studien, die genau das Gegenteil zeigen: Die geimpften - NICHT GETESTETEN - Eltern (welche ja genau so das Virus weitergeben können) stecken zuhause die Kinder an und die tragen es dann IN die Schulen. Und nicht umgekehrt. Schulen müssen auf jedem Fall offen in Präsenzunterreicht bleiben.

mahue
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Manfred Hütter: mein 13 jähriger Sohn geht am Montag in die Schule

War mit 30.07.2021 vollständig geimpft.
Habe die Klassenvorständin nach der Pressekonferenz, darüber sofort über SchoolFox informiert.
Bin seit 6/2020 mit 62 Jahren in den Ruhestand getreten und zu Hause, Habe alle 3 Schulschließungen zuerst zwei im Home- Office und eine weitere im Ruhestand mit dem Sohn zur vollen Zufriedenheit der Lehrer erledigt.
Mir ist wichtig, dass er als Geimpfter die Schule besucht und nicht mit mir alleine zu Hause sitzt und KlassenkameradInnen auch alle geimpft trifft. Zusatz bin Alleinerzieher, meine getrennt lebende Frau in Vollbeschäftigung in einem REHA-Zentrum mit Abteilung Corona Erkrankter Nachbetreuung, kann nicht zu Hause bleiben.

lombok
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Herr Faßmann, wir haben Lockdown!

Somit haben ALLE nun Pause! Vor allem leider auch die Pandemietreiber "Schulen' ... Das ist nicht böse gemeint, aber Realität!

Steirer79
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Aha

Alle haben Pause? Gesundheitspersonal Lebensmittelhandel Polizei Feuerwehr usw.. wenn sie jetzt alle auf die Kinder zuhause aufpassen wer macht dann deren Job??

Gun125
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Das

müsste man auch den Uni Rektoren sagen, vor allem dem Rektor der KFU Graz (siehe Bericht ORF Science).

oberrisser9
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Minister Fassmann herausragend

Herr Minister Fassmann ragt nicht (nur) wegen seiner Körpergrösse, sondern aufgrund seiner Kompetenz und seine reflektierten Besonnenheit aus der Regierung hervor Er hat auch einen ausgeprägten Intelekt und antwortet auf Journalistenfragen punktgenau ohne Unschweife. Ich bin eigentlich freudig gespannt, was und wie er antworten wird.
Der (ehemalige?) Message-Kontollor wundert sich sicher, dass es selbständige Regierungsmitglieder gibt.

PiccoloCommentatore
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Herausragend?

Ich glaube ich lebe am falschen Planeten!

- die angekündigten Schullaptops sind immer noch nicht da.
- distance learning gibt es nur, wenn die ganze Klasse zu Hause bleibt. Die Chancen dafür liegt bei 0 %.
- daher kein Unterricht für jene, die zu Hause bleiben. Es wird auch bei den meisten nicht mal der Vortrag der Lehrer gestraumt.
- jene die zu Hause bleiben bekommen einen Haufen Zettel und sollen sich damit herumschlagen und das wars.

- die Regierung? Sie bittet intensiv darum, dass die Kinder nach Möglichkeit zu Hause bleiben weil jeder weiß, dass so Infektionen in die Familien getragen werden

Quintessenz: Fassmann wälzt die Verantwortung auf die Eltern ab. Mir ist schleierhaft, was daran jetzt herausragend sein soll???

Gun125
11
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Minister

Faßmann hat noch nicht bemerkt, dass sich tausende Kinder infizieren. Er träumt nich immer von Schulen, welche Infektionsketten durchbrechen und benutzt für dieFeststellung
der Infektionsketten unsere Kinder. Ich glaube nicht, dass dies im Sinne der Eltern ist. Änderungen wird es leider erst bei den nächsten Wahlen geben. Und irgendwann werden die Kinder verstehen wieviel Leid sie durch den Umgang mit ihrer Gesundheit durch Menschen, welche sich um ihr Wohlergehen sorgen sollten, durch von i ihnen ungewollte Weitergabe des Virus angerichtet haben.

stadtkater
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Auch an der Uni Graz

finden die Lehrveranstaltungen weiter in Präsenz statt. Es dürfen aber nur 50% der Sitzplätze besetzt sein. Bei mehr Teilnehmern wird die Veranstaltung dupliziert (ohne Extrahonorar für die Vortragenden).

stadtkater
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In vielen Schulen

geht der Unterricht normal weiter. Nur die Schüler*innen dürfen ohne Entschuldigung zu Hause bleiben.

So schaut der "harte" Lockdown auf österreichisch aus.

hortig
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Fassmann

Der hat es wohl noch nicht kapiert, dass die meisten Infektionen aus dem Bereich der Schüler kommt

Rinder
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Schulen

Der Auftritt von BM Fassmann war sehr merkwürdig. In der jetzigen Situation und dem Wissen, dass Kinder auch schwer erkranken können , gibt es nur Lockdown sofort. Wie sich Long Covid auf Kinder auswirkt, ist kaum erforscht. Man kann nur hoffen, dass die Eltern noch vorsichtiger sind als sonst. Verantwortung tragen immer die Eltern. Und max. 20 Tage für Geimpfte sind schaffbar!

Sissii
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Wer zahlt...

.. meinen 600 eue Kindergartenbeitrag, wenn ich meine Kids zuhause lasse ??? Richtig.. Niemand.. Ich soll meiner Kinder zuhause lassen, waehrend man im homeoffice ist und bekomme nichts erstattet... Ich werde meine Kinder auch nicht in die Betreuung geben, weil Kinder nicht getestet werden und teilweise sogar krank abgegeben werden... Ich hab es satt, dass die Kleinen leiden müssen, weil es Erwachsen nicht begreifen, dass Krankenhäuser entlastet werden sollen und das mit einer Impfung funktionieren würde ...!!!

janoschfreak
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Und was bringt es…

…den Hauptinfektions/Übertragungsort aus dem Lockdown auszunehmen?
Für die übereifrigen Eltern: Am besten den Nachwuchs schon am Sonntagabend abgeben/abschieben, damit dem eigenen Ego Genüge getan ist.

Wendel1980
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Haben sie…

…/schon mitbekommen, dass die Kinder seit zwei Jahren keine Normalität bekommen? Keine Freunde, kein Sport im Winter, kein Musikunterricht etc. Man merkt, ihnen ist ihre Angst vor Corona wichtiger als das Wohlergehen der Kleinen. Lassen Sie ihre Kinder zuhause, aber lassen sie meine in Ruhe.

Rinder
8
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Kinder

Das ist jetzt aber enorm übertrieben. Es sind vorallem immerwieder die Eltern, die mit der Situation nicht umgehen können.

jojo81
7
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Blödsinn

Freunde, Musikunterricht, Sport im Winter... also mein Sohn hatte das alles 🙄 in den harten lockdowns halt nicht, aber um Himmels Willen keine zwei Jahre!

gonzolo
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Tja, offenbar hat Faßmann noch nicht gecheckt,

dass es in der Gruppe der 5-15-Jährigen mittlerweile die höchsten Inzidenzen gibt und immer mehr Kids auch bereits in intensive medizinische Behandlung müssen.

Auch den Eltern scheint das blunzn zu sein, wenn man hier so ein bisschen rumschmökert. Offenbar bricht Panik aus, wenn Mamas und Papas die lieben Kleinen zuhause haben müssen – und beim Unterrichtsminister bricht wiederum Panik aus, wenn dann diese Mamas und Papas auf die Barrikaden steigen. Dass man damit das Ziel eines Lockdowns boykottiert, hat die Wissenschaft auch schon zigmal vorgerechnet … hm – in den Schulen soll man was lernen – im Unterrichtsministerium tut man´s offenbar nicht.

Zum Glück hat Faßmann die Eier-legenden-Wollmilchsäue – die sind absolut virenresistent – 100% multitaskingfähig – stehen rund um die Uhr Mamas und Papas zur Verfügung – Nerven aus Stahl – Herz ohne Ende – binden den lieben Kleinen die Schuhe zu – putzen notfalls Popo – erklären wenn nötig die Relativitätstheorie – lernen mit den Kleinen das Weihnachtsgedicht für Oma und Opa – sind immer zu streng – sind immer zu locker – benoten ungerecht – haben nur Ferien … … nannte man früher Lehrer …

PMoser
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Sie müssen einer sein…

…. sonst würden sie hier nicht so einen schwachsinn schreiben! Ich liebe meine Kinder und habe sie verdammt gerne zuhause aber ich habe vergessen das können sie wohl besser beurteilen oder sind sie etwa arbeitslos das sie den ganzen Tag zeit gür die kinderbetreuung haben da ich ihre wohnung und ihre jause zahle dann verstehe ich natürlich ihre sicht der dingen! Ich und meine Frau müssen hart arbeiten das wir unser eigenheim erhalten und unsere kinder versorgen können und das jeden tag!!!!

gonzolo
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Wenn du so sehr deine Kinder liebst, PMoser,

dann solltest dich auch a bisserl damit beschäftigen, wie das Infektionsgeschehen mittlerweile an Schulen ausschaut und die Mär endlich mal vergessen, dass Schulen virenfreie Zonen und deine Kinder unverwundbar sind.
Und wenn du dann auch noch in der Lage bist 1+1 zusammenzuzählen, könntest auch noch zum Schluss kommen, dass das Wischi-Waschi, das jetzt wieder in den Schulen losgehen soll, das Ziel eines Lockdowns ad absurdum führt – und das jeden Tag.

Und übrigens – die Zahl derer ist Legion, die ihre kinder kategorisch während all der Lockdowns immer in die Schule schickte und schickt, obwohl man zuhause ist/war. Vielleicht überlegst mal in welche Richtung du haust, PMoser …

Andersgedacht72
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Pmoser

Glauben Sie einer Lehrerin es sind unzumutbare Zustände in den Schulen die Kinder stecken such ständig an ich kann das geraubt der verlorenen Generation nicht mehr hören wir schaffen es sogar in brennpunktschule die Kinder online zu unterrichten

Balrog206
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Ja

Das hab ich miterlebt 1 klasse HTL , wie super Home schooling funktioniert!!

Kathrin1009
14
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Die Kinder

Sind sicher am wenigsten schuld am ganzen Schlamassel!
Hör doch auf so einen Blödsinn zu verbreiten! Schau dir an wer die Krankenhäuser füllt?!

gonzolo
16
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Auweh, Kathi …

kommst mir mit „Schuld“ daher …?!
Sorry – du scheinst bei diesem Thema absolut nichts zu checken … da geh ich lieber Erdäpfel schälen … hat man mehr Substanz zwischen den Fingern …

marcneum
1
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@gonzolo

Schrecklich, dass sie hier noch immer ihr Unwissen ausschütten

gonzolo
0
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Hast schon deine heile Not,

wenn wer nicht deiner Meinung ist – gell, marcneum. Dabei hättest dich das ganze Jahr über überall informieren können – wieso hast das denn nicht gemacht?

Avro
43
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Gescheitert

Die Schulen sind bis jetzt schon daran gescheiter ordentlichen online Unterricht anzubieten.
Jetzt werden 50% zur Schule gehen und 50% erwarten sich online Unterricht.
Funktioniert sicher bei unseren Profis.

pressnitzgeorg
1
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Kritik an den Schulen

Dann formulieren Sie ihre Kritik bitte adressiert an den jeweiligen Schulen, aber verallgemeinern Sie hier nicht! Werfen Sie nicht alle in einen Topf!

AIRAM123
7
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Online hat perfekt funktioniert

sibi15
2
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Nicht überall

Bei uns war der Online Unterricht immer super, nach Stundenplan die 6 Stunden täglich, alles ganz normal, nur eben online. Und jetzt, wenn Kinder in Quarantäne sind, werden sie online zum Präsenzunterricht dazugeschalten.

Aber ich wäre für richtiges Home Schooling gewesen anstatt Maskenpflicht im Unterricht und dieses Halberte. Wer lässt die Kinder denn zu Hause, wenn in der Schule der Stoff weitergemacht wird, Tests und Schularbeiten geschrieben werden?

Avro
10
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Ausnahme

Dann haben sibi und airmen Glück gehabt.
Ich kann nur für die HAK Klagenfurt und das Europagymnasium Klagenfurt sprechen, welche es überhaupt nicht geschafft haben ordentlichen und strukturierten online Unterricht anzubieten.
Einzelne Lehrer waren Top, die Masse unfähig oder einfach nicht interessiert. Manche schaffen es ja nicht einmal ein PDF hochzuladen....

Gun125
9
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Rücksichtslosigkeit

gegenüber Kindern und Jugendlichen wird als Rücksichtnahme getarnt.
Man hätte ja eine grundsätzliche Betreuung anbieten können. Der ÖVP geht es scheinbar nur um Gesichtswahrung und nicht um Schutz.
Bei Schulen und UNIs, Altersgruppen mit den höchsten Infektionsraten werden scheinbar weiterbetrieben, wie gehabt.
Man kann heute noch nicht die Folgeschäden der Infektionen abschätzen, aber man ist zumindest seiner Linie treu geblieben. Ich bin mir sicher, nach den nächsten Wahlen, war das für lange Zeit.

cleverstmk
13
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Unfassbar

Herr BM Unfassbar hat keine Ahnung vom Schulalltag. Er spielt mit der Gesundheit aller

jeyjey
1
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Undurchdachter denn je

Klar, wir erhalten den Regelunterricht laut Stundenplan aufrecht, die halbe Klasse bleibt freiwillig daheim, keine Tests oder Schularbeiten können geschrieben werden, die Kinder die Zuhause sind, wollen auch betreut werden. Manchmal kommen 3, manchmal 10 - jeder Tag ist eine Überraschung.
Und nein, Laptops sind noch nicht da, wie es versprochen wurde, also alles kein Problem. Und ob die Schulen dann wirklich offen bleiben, erfahren wir Samstag Abend vom Bildungsminister.

LindaKr
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So ist es

Und Luftfilter gibt es bis jetzt auch keine.

AIRAM123
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Warum macht man nicht einmal was so…

… wie man es bereits erfolgreich gemacht hat? Warum stellt man nicht auf online Unterricht um? Das hat doch bereits gut funktioniert?
Stattdessen werden die, die zuhause bleiben mit Lernpaketen voll gestopft. Ohne Infos! Und wer hilft ihnen da dabei?
Sollen sie selber Stucken? Wie Lockdown 1?

Ich versteh es nicht. Macht dicht und geht in online mit Notbetreuung, statt so einem Chaos.

sibi15
4
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Unterschreibe ich

Online Unterricht hat hier immer super gepklappt, aber dieses Halberte ist ein Witz.

eratum
42
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Ganz einfach

solange ein 6jähriges Kind mit Maske den ganzen Tag gefoltert wird, bleibts zuhause. Punkt. Was für eine Tuscher kann man eigentlich haben....

Septemberkind
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Die angebliche Kinderfolter

Stellen sie sich vor : es gibt 6 jährige Kinder die haben Leukämie und die sind froh dass es ihnen wieder so gut geht das sie mit Maske zur Schule gehen können..........Wer hat nun einen Tuscher ...

eratum
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6
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Du

Weil es hier nicht um Leukämie geht.

AIRAM123
2
22
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Doch genau darum geht es in einer solidarischen Gesellschaft

… um den Schutz der schwächeren und nicht derer die laut schreien

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