Corona-RekordwertFast 10.000 Neuinfektionen, Lockdown "kann man nicht mehr ausschließen"

Die aktuelle Coronalage spitzt sich weiter zu. Am Samstagvormittag meldeten die Ministerien 9943 Neuinfektionen in den letzten 24 Stunden. Ein neuer Rekordwert in der gesamten Pandemie. Epidemiologe Gartlehner: "Ohne Lockdown ist Wintersaison in Salzburg kaum zu retten"

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Samstagvormittag meldeten die Ministerien 9.943 Neuinfektionen in den letzten 24 Stunden
Samstagvormittag meldeten die Ministerien 9.943 Neuinfektionen in den letzten 24 Stunden © APA/Herbert Neubauer
 

Das Wochenende beginnt mit einem neuen Rekordwert an Neuinfektionen. Von Freitag auf Samstag meldeten die Ministerien 9943 Neuinfektionen – so viele wie noch nie in der gesamten Pandemie. Der bisherige Höchstwert vom 13. November 2020 - damals hatte man 9586 Infektionen verzeichnet - wurde damit deutlich übertroffen. Am Samstag gab es in Österreich 68.016 aktive Fälle, um 5357 mehr als am Freitag. Beim Sieben-Tages-Schnitt hält man mittlerweile bei 7148 Infektionen pro Tag, die Sieben-Tages-Inzidenz liegt bei 560.

Mit 2791 Infektionen trug Oberösterreich am Samstag mit fast 28 Prozent aller neuen Fälle maßgeblich zum immer Besorgnis erregenderen Infektionsgeschehen in Österreich bei. 1788 Neuinfektionen gab es in Niederösterreich, 1207 in der Steiermark, 1121 in Wien, 1021 in Salzburg, 795 in Tirol, 636 in Kärnten, 330 in Vorarlberg und 254 im Burgenland, teilten Innen- und Gesundheitsministerium mit.

Auch in den Spitälern bleibt die Lage ernst. 1865 Menschen liegen mit Covid im Spital, davon benötigen 359 Intensivbetreuung – um drei mehr als noch am Freitag. Zudem sind 31 Menschen in den vergangenen 24 Stunden an oder mit Covid verstorben.

Statistisch betrachtet sind im Schnitt in der abgelaufenen Woche in Österreich täglich 19,6 Personen an bzw. mit Covid-19 gestorben. In den vergangenen sieben Tagen wurden 137 Todesfälle registriert. Insgesamt hat Covid-19 seit Ausbruch der Pandemie 11.482 Tote in Österreich gefordert. Pro 100.000 Einwohner sind seit Beginn der Pandemie 128,5 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben.

Lockdown "kann man nicht mehr ausschließen"

Mit einer überraschenden Ankündigung wartet der Epidemiologe Gerald Gartlehner bei der Analyse des Ergebnisses des Corona-Krisengipfels im Kanzleramt in der ZiB2 auf. Angesichts der hohen Inzidenzen in Oberösterreich und Salzburg schließe er einen Lockdown in diesen beiden Bundesländern nicht aus. „Das kann man nicht mehr ausschließen.“

Auf Nachfrage der Kleinen Zeitung präzisierte Gartlehner nach der Sendung: „Wenn man die Infektionszahlen rasch nach unten bringen möchte, um die Wintersaison in einem Monat zu retten, könnte ein genereller, regionaler Lockdown die einzige Möglichkeit sein.“ Epidemiologisch sei dies nicht notwendig, Salzburg weise eine Inzidenz von 700 auf, Deutschland von 170. 

Experten zu den neuen Corona-Regeln

Nach Informationen der Kleinen Zeitung war im Vorfeld des Corona-Gipfels ein genereller Lockdown durchaus eine Option. Einige Virologen sollen auf die Frage von politischen Verantwortungsträgern, wie man dem explosiven Anstieg der Infektionszahlen begegnen könnte, geantwortet haben, aus „rein virologischer Sicht“ wäre ein Lockdown die tauglichste Maßnahme. Bundeskanzler Alexander Schallenberg wie auch Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein haben dieser Idee - zumindest gestern - eine Absage erteilt.

Kommentare (99+)
schteirischprovessa
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Meine Prognose:

Zuerst kommt ein Lockdown für nicht Geimpfte und wenn dann die Zahlen nicht rasch zurückgehen, ein Lockdown für alle wie gehabt.
(und wenn sich die Situation günstiger entwickeln sollte, wird mich UHP wohl als Lügner bezeichnen, wie er es laufend mit Kurz macht)

gonzolo
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Na ja –

in anderen Ländern betrachtet man die Impfung als Geschenk – zudem stehen auch alle politischen Parteien dahinter – Regierung und Opposition - und was dann auch zu hohen Durchimpfungsraten führt.

Bei uns wetterte von Anbeginn an der Verhaltensauffällige vom lustigen Ponyhof dagegen – die Meinl-Reisinger meinte auch ewig, es handle sich nur um einen Schnupfen. Dann kommen noch die Verschwörungstheoretiker und die Esoteriker hinzu, die meinen, dass man mit einem Kräuterauszug und Globuli gegen die Delta-Force aufmarschieren könne. Bei der Themenaufbereitung im Vorfeld wundert es auch nicht, dass dann auch noch in OÖ ein paar lustige Leutchen mit freundlichen Grüßen 7% bei den Landtagswahlen einfahren.

Ich denke, wir liefern gerade ein fatales evolutionäres Zeugnis der Menschheit ab – einen niederschmetternden Pisa-Test … und nach dem Anthropozän wird das Darwin-Kapitel aufgeschlagen werden - und unsere Mama wird die lästigen Zecken vom Globus kratzen … denn bei so vielen Menschen gehen sich so viele asoziale Egomanen einfach nicht mehr aus. Und sich zu impfen, sollte man auch als Sozialbeitrag betrachten … mein Beitrag für unsere Mitmenschen …

Fotomandalas
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Hoffentlich hast Du recht

Hoffentlich erfüllt sich Dein Wissen so, wie Du es dzt. hast.
Vielleicht aber auch nicht, und Du wachst in einem schlimmeren Albtraum auf, als den der jetzt schon ist.

UHBP
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@go...

Schöne Aufzählung. Vergessen hast du nur die Kurz-Truppe. Die die Pandemie im Frühjahr für beendet erklärt hat und die über dem Sommer Corona einfach ausgeblendet hst um in OÖ zu Punkten.

Mein Graz
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@gonzolo

Wie immer - auf den Punkt gebracht!
Danke!

rehlein
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@gonzolo

Super Kommentar!

samro
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ein wunderbarer beitrag

ich bin voll bei ihnen.
ich denke an die berichte aus anderen laendern in denen man keine impfung bekommt weil man es sich nicht leisten kann.
an laender in denen man menschen vorgegauklet hat dass sie geimpft werden.
an laender wie russland in denen menschan am schwarzmarkt die vertrauenwuerdigen impfstoffe kaufen.
und was ist bei uns? dem lieben volke wird der ar*** nachgetragen und wir schaffen es nicht.
unser problem ist dass es uns zu gut geht. dass wir keine zustaende wie italien hatten und sich schnell die coronalustigen entwickelt haben.
dass uns ein echtes sozialgefuehl aber auch eine soziale verantwortung fehlt teils.

Fotomandalas
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Ob das bei uns auch der Fall sein wird?

Das Universitätsklinikum Münster (UKM) hat für Pflegepersonal der Intensivstationen am Freitag kurzfristig die Auffrischungsimpfung („Booster“) gestoppt. Hintergrund seien „ungewöhnlich viele Impfreaktionen“, erklärte Pflegedirektor Thomas van den Hooven auf Nachfrage unserer Zeitung.

gonzolo
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Wer ist …

„unsere Zeitung“, Mandala? … Die „Kickl Reiter-Postille“ …?

checker43
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Alles

zitieren.

"Die Klinik fürchte, dass wegen der Impfreaktionen an den Tagen mehr Personal ausfalle, als die Dienstpläne vertragen. Die Impfungen sollen „koordiniert“ nachgeholt werden."

Sam125
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Überschrift vom 17. 8. 2021: Neuseeland hat wegen eines einzigen Coronafalls

für 3 Tage einen Landesweiten LOCK-DOWN ausgerufen und verordnet;mit der Begründung dass man früh genug reagieren muss!Und wie sind derzeit die Coronazahlen bei uns?Es muss einfach eine Impfpflicht her,und es darf absolut niemand mehr ins Land gelassen werden,der NICHT geimpft ist!Hat den von euch überhaupt jemand eine Ahnung was das ganze unserem Gesundheitswesen kostet?Und wie lange hat man noch genügend Pfleger/innen und Ärzte/innen die noch an der"vordersten Front"stehen,die noch wollen und können,bevor sie selbst zum Burnaut und Corona Opfer werden?Hat überhaupt irgendeiner von euch Impfgegner eine Ahnung,was es heißt,wenn Intesivpfleger/innen den ganzen Tag im Schutzanzug herum laufen müssen?Und was kostet uns ein Intensivbett für NUR einen Tag?Bis zu 1000 € oder sogar noch viel mehr?Bitte lasst euch Impfen,oder IMPFPFLICHT für ALLE PERSONEN die sich in Österreich aufhalten!Die Delta-Variante ist schon brandgefählich,aber was wenn es zu einem noch gefährlicheren Virus mutiert?

Fotomandalas
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Zur Zeit passiert genau das Gegenteil

Die Parlamentarische Versammlung des Europarates hat Anfang des Jahres eine Entschließung verabschiedet. Mit der Resolution hatte damit die wichtigste menschenrechtliche Organisation in Europa völkerechtliche Leitlinien geschaffen, die von den 47 Mitgliedsstaaten, auch der EU, anzuwenden sind.

Darin heißt es:

„7.3.1 sicherstellen, dass die Bürger darüber informiert werden, dass die Impfung NICHT verpflichtend ist und dass niemand politisch, gesellschaftlich oder anderweitig unter Druck gesetzt wird, sich impfen zu lassen, wenn er dies nicht selbst möchte;

7.3.2 sicherstellen, dass niemand diskriminiert wird, weil er nicht geimpft wurde, aufgrund möglicher Gesundheitsrisiken oder weil er sich nicht impfen lassen möchte;“

checker43
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Also

alles OK. Die Bürger sind aufgeklärt, dass die Impfung nicht verpflichtend ist. Es wird auch niemand unter Druck gesetzt.

Und diskriminiert wird auch niemand, weil eine Diskriminierung nur vorläge, wenn Ungeimpfte aus unsachlichen Gründen anders behandelt würden als Geimpfte. Es gibt aber sachliche Gründe für die Ungleichbehandlung.

Zudem hat die Entschließung keinerlei rechtliche Wirksamkeit.

mikai
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Keine Diskriminierung?!

Wie kann man nur so viel Unsinn in einen Absatz packen? Indirekte Impflicht um am öffentlichen Leben teilnehmen zu dürfen? Rational Begründung? Negativ getestet ist gesund - falls sie das verstehen können?!

checker43
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Negativ

getestet ist "gesund zum Zeitpunkt des Tests". Es muss nicht "gesund in der Zeit nach dem Test" bedeuten. Es bedeutet schon gar nicht, dass man sich nicht infzieren und schwer erkranken könnte. Das ist bei Genesenen und Geimpften deutlich unwahrscheinlicher. Mit "gesund" alleine gewinnt man also keinen Blumentopf.

samro
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keine diskriminierung

ausser dass die geimpften wieder diskriminiert werden da sie alles ausbaden.

Mein Graz
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@rehlein

Ich hatte heute eine Diskussion, in der es darum ging, ob ein Mensch mit einem gesunden Immunsystem auf der Intensivstation landet.
User @ blubl schrieb:
"Wenn sie ein gesundes Immunsystem hätten bzw gesund wären, würden sie nicht auf der Intensiv landen!!!"
Nach Rückfrage kam die Antwort:
"Bei den meisten Pat., welche bei uns waren und intensivpflichtig wurden bzw. gewesen wären, war Covid19 eine Nebendiagnose - die Hauptdiagnosen waren zB Lungen-, Blut-, Nierenkrebs,... oder COPD, dekompensierte Herzinsuffizienz,... selten gab es intensivpflichtige wo Covid19 als Hauptdiagnose galt. Weiters möchte ich festhalten, dass nur jene auf die Intensiv (Triage) kamen, wo eine gewisser Therapieerfolg im Raum gestanden hat. ZB wurde jemand mit Lungenkrebs mit Metastasen nicht mehr von der ICU übernommen."

Welche Erfahrungen hast du damit? Stimmt es tatsächlich, dass die Hauptdiagnose Covid-19 selten war/ist?
Ich kann mir das wirklich nicht ganz vorstellen.
Liebe Grüße!

rehlein
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Liebe Mein Graz,

ich kann nicht für alle Covid-Stationen sprechen, aber bei uns ist es so, dass auf ICU ca. 15 % Geimpfte liegen, die schon wegen Covid auf Intensiv liegen, aber entweder schwere Vorerkrankungen haben, also schon dadurch ein schlechteres Immunsystem, und deshalb weniger wirksamen Impfschutz.
Unter den Geimpften sind aber hauptsächlich Organtransplantierte, die immunsupprimiert sind (Impfung wirkt bei Immunsuppressiva nicht), oder Autoimmunkranke, die auch Immunsuppressiva nehmen müssen.
Die würden OHNE Covid, ganz normal zuhause leben, eben unter Einnahme Ihrer Immunsuppressiva. Also bei uns ist Covid die Hauptdiagnose bei den Geimpften - sind aber bei uns, weil sie durch das schlechte Immunsystem schwerer erkranken.
Die restlichen ICU-Patienten sind ungeimpft, und kaum vorerkrankt - abgesehen von z.B. hohem Blutdruck, das haben viele, und Diabetes.
Das sind Risikofaktoren, und sie hätten sich impfen lassen sollen.
Aber was uns am meisten zu schaffen macht ist, dass der Großteil mittleren Alters bis relativ jung ist (unser Jüngster ist 25), OHNE Vorerkrankungen, und wie aus dem Leben gerissen.
Also weder ganz Alte, noch nur Vorerkrankte, die sind die Minderheit.
Und einem z.B. 97-Jährigen erspart man die ICU.

Auf Normalstation sind etwas mehr Geimpfte, aber die kriegen wir meistens innnerhalb von ein paar Tagen wieder fit.
Ungeimpfte sind viel mehr.

Den Ungeimpften geht es meist schlechter, und es dauert länger bis sie wieder entlassen werden können.

Mein Graz
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@rehlein

Liebe(s) rehlein,
danke für die Antwort.
Ich war mir ziemlich sicher, dass die Aussage dieses Users nicht ganz korrekt war, denn ginge es tatsächlich nur um ein "gesundes Immunsystem" wären vermutlich auch viel weniger Menschen auf den Intensivstationen gelandet.

Dass Menschen mit Vorerkrankungen gefährdeter sind als solche ohne war von Vornherein klar, das ist ja bei allen Erkrankungen so und beschränkt sich nicht nur auf Covid-19! Dabei werden gerade so "einfache" Erkrankungen wie Bluthochdruck völlig unterschätzt, und auch viele Diabetiker sind der Meinung, dass eine gute Diabeteseinstellung sie vor allem möglichen beschützt.

Es ist schlimm, dass jetzt so viele junge Menschen betroffen sind. Ich könnte mir Vorstellen, dass bei <30 ein gewisses Laissez-faire zum Vorschein kommt, das im Vorjahr auch von der Politik mit Aussagen, dass Junge nicht oder wenig betroffen sind schon fast gefördert wurde.
Ich hoffe, dass auch bei den Jungen schnell durchdringt, dass sie auch gefährdet sind!

Ich wünsch dir, dass du diese Kräfte raubende Zeit gut überstehst!
Liebe Grüße!

samro
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mein graz

ich bin zwar nicht rehlein aber ich moechte dazu etwas sagen:
glauben sie dass uns prof wenisch, likar und weitere die auf den intensivstationen arbeiten beluegen?
prof wenisch hat genug dazu gesagt ob es nur vorerkrankte auf den covidstationen gibt oder menschen mit sclechten immunsystem. das stimmt einfach nicht.
was stimmt ist dass es genug schwurbler auch in den spitaelern gibt.
ich werde dann noch etwas dazu schreiben und jetzt scuhe ich ihre diskussion mit blubl.

Mein Graz
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@samro

Dieser Meinung bin ich ja auch!
Und dann kommt ein User daher, behauptet, auf einer Intensivstation zu arbeiten und wirbelt alles durcheinander.

Wobei mich tatsächlich wundert, wie viele Poster im Forum der Kleinen sich jetzt plötzlich als "in einem Krankenhaus tätig" oder als "Arzt" outen - und m.E. nicht viel Wissen mitbringen oder mit Fakes um sich werfen.

Deshalb war meine Frage auch an @rehlein gerichtet. Da sehe ich fundierte Kenntnisse, praktische Erfahrung und den Willen zu Auskünften nach besten Wissen und Gewissen zu geben.
Dazu kommt der unermüdliche, sehr häufig aber erfolglose Versuch, Menschen mit Daten und Fakten zu überzeugen.

rehlein
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Liebe Mein Graz,

Habe @blubl dort geantwortet, wo du die Diskussion hattest.

Schau dir das Interview mit Prof. Staudinger vom 4.11. bei ZiB an, ist auf youtube verfügbar.
Bei ihm ist nur 1 geimpfter auf ICU, alle anderen ungeimpft.

Es ist vollkommen unrealistisch, dass auf einer Covid-ICU, nur schwer Krebserkrankte zusammenkommen, und sehe die Aussagen von user @blubl mit Skepsis, da alle mir bekannte Covid-ICU-Stationen, die gleichen Zahlen und Patienten haben, wie wir. Ein paar mehr, ein paar weniger - aber niemand hat in der Mehrzahl Pat. mit Covid als Nebendiagnose auf ICU.

Ich weiß nicht wo @blubl arbeitet, auf einer der mir bekannten Covid-Stationen sicher nicht, denn keine hat so einen Krebs-Überschuß als Hauptdiagnose.

Das sind eher die seltenen Fälle, die leider als Krebspatienten auch noch an Covid erkranken, aber nie die Mehrzahl.

Was aber stimmt, dass wir hoffnungslose Vorerkrankte, z.B. metastasierende Tumorerkrankte, oder Palliativpatienten, nicht mehr auf ICU- übernehmen - das geschieht aber nahezu immer im Einvernehmen mit den Pat. und/oder Angehörigen.
Es gibt nur ganz wenige, die sowieso schon auf einer normalen ICU waren, und sich dort (wahrscheinlich von Pflegepersonal oder Besuchern) angesteckt haben - die werden dann von einer Covid-ICU übernommen, damit sie keine anderen Pat. anstecken.
Das ist aber eine verschwindend geringe Zahl.

GLG! Paß du auch auf dich auf!

Mein Graz
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@rehlein

@blubl hat dir dort geantwortet, ich kopiere die Antwort hierher, damit die Sucherei nicht von vorne beginnt:

"Zu damaligen Zeit, gab es noch keine Impfung - und ja, Covid19 war bei uns grundsätzlich eine Nebendiagnose - Es wurde versucht, jene Covid19Pat., welche nicht auf die Unklinik angewiesen waren, auf externe Krankenhäuser zu verlegen - daher waren bei uns vermehrt hämatologische, onkologische,... Pat.
Wie es zur Zeit aussieht, kann ich nicht beurteilen, da ich aktuell auf keiner CovidStation tätig bin"

Durch meinen ehemaligen Beruf (im med.-techn. Bereich) habe ich einen kleinen Einblick ins medizinische Geschehen, und auch wenn man "weg vom Fenster" ist, das Interesse bleibt.
Und schon deshalb stehe ich Aussagen wie der von @blubl sehr skeptisch gegenüber!

Ich wünsche dir einen schönen Sonntag!

rehlein
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Liebe Mein Graz,

da schreibt also jemand über etwas, obwohl er dzt. auf keiner Covid-Station mehr arbeitet, und somit NICHT weiß welche Patienten "JETZT" auf ICU liegen.

Das sagt eh schon alles. Unglaublich....

Da ist schon jedes Kopfschütteln zuviel.

samro
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ich verstehe sie sehr gut

und wieviel tauchen hier zur zeit auf und arbeiten im spital?
wieviel haben wir voriges jahr schon erlebt.

nun die preisfrage fuer alle die nicht mit denken und sich durch "coronawahrheitsseiten" und "bald werden wir alle verstehen" und was weiss ich fuer einen dreck beeinflussen lassen:
wisst ihr wem iohr im onternet glaubt?
kennt ihr die menschen die euch die wahre echte wahrhehit verkaufen?
wer steckt hinter synonymen?
oder wollt ihr menschen wie prof wenisch likar und so vielen anderen glauben, deren identitaet fuer uns sichtbar und klar ist? die sich vor eine kamera und nicht hinter einem synonym verstecken?

samro
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und weitere frage:

was denken sie wie lange liese sich eine derartige luege aufrecht erhalten?
kein konkurrierender arzt keine intensivschwester wuerde auspacken und erzahlen dass das alles gar nicht stimmt?
bitte seien wir realistisch. menschen wie wenisch oder likar: das sind gestandene menschen die ihren ruf und alles was sie sich aufgebaut haben verlieren wuerden.

 
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