Home Invasion81-jähriger Hausbewohner überlebte brutalen Überfall nicht

Sechs Männer waren am 11. Oktober in ein Haus in Niederösterreich eingedrungen und hatten Familie misshandelt. Vater (81) starb nun im Spital. Obduktion soll klären, ob die erlittenen Verletzungen die Ursache waren.

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Kriminalität
Täter drangen ins Haus ein (Sujetbild) © APA/dpa/Nicolas Armer
 

Der Überfall in einem Einfamilienhaus in Niederösterreich, bei dem die Täter selten gezeigte Brutalität an den Tag legten, hat nun ein Todesopfer gefordert. Wie die Polizei mitteilte, ist ein 81-jähriges Opfer der "Home Invasion" am 11. Oktober in St. Bernhard-Frauenhofen (Bezirk Horn) verstorben.

Der Mann war so wie seine Frau (75) und der 52-jährige Sohn schwer misshandelt worden. Wie Polizeisprecher Johann Baumschlager am Freitag auf APA-Anfrage mitteilte, wurde seitens der Staatsanwaltschaft Krems eine Obduktion angeordnet. Diese soll klären, ob der Tod des Mannes auf die erlittenen Verletzungen zurückzuführen ist oder nicht.

Die Raubgruppe des Landeskriminalamts Niederösterreich ist mit den Ermittlungen betraut. Diese laufen laut Angaben von Baumschlager derzeit "auf Hochtouren". Über den Tod des 81-Jährigen hatten am Freitag zuerst die "NÖN" ("Niederösterreichische Nachrichten") berichtet.

Mit äußerster Brutalität

Die vermutlich sechs Täter hatten dem Sohn am 11. Oktober auf dem Grundstück in der Ortschaft Poigen aufgelauert, als der 52-Jährige gegen 20.30 Uhr mit seinem Pkw nach Hause kam. Die Täter attackierten den Mann laut Polizei beim Aufsperren der Eingangstür mit äußerster Brutalität und schleiften ihn über eine steile Steintreppe in das Obergeschoß des Wohnhauses. Dort wurden die Eltern des 52-Jährigen aus dem Bett bzw. von der Couch gezerrt und es wurde heftige Gewalt gegen die Pensionisten angewendet.

Die Täter, die laut Polizei mit ausländischem Akzent sprachen, bedrohten das Trio und forderten immer wieder Geld und Wertsachen. Die Bewohner wurden durch das Objekt gezerrt und massiv misshandelt, mit Kabelbindern an den Händen gefesselt und letztlich im Keller eingesperrt. Nach rund eineinhalb Stunden verließen die Täter das Gebäude. Erbeutet wurden Bargeld, Goldmünzen und Schmuck.

Der 52-Jährige konnte sich trotz seiner Verletzungen befreien, die versperrte Kellertür aufbrechen und bei einem Nachbarn die Polizei verständigen. Der Mann erlitt ebenso wie seine Eltern schwerste Hämatome an Oberkörper und Kopf sowie Rippenbrüche und Rissquetschwunden. Die drei Opfer wurden mit dem Notarztwagen in das Landesklinikum Horn transportiert

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