UrteilKeine Genehmigung für S8 im Marchfeld

Das Bundesverwaltungsgericht hat keine Genehmigung für den Bau der S8 im Marchfeld erteilt. Das Umweltministerium muss nun eine Alternativenprüfung durchführen.

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BVwG Bundesverwaltungsgericht Republik �sterreich
© (c) Willfried Gredler-Oxenbauer
 

Das Bundesverwaltungsgericht (BVwG) hat entschieden, dass es keine Genehmigung für die Marchfeld Schnellstraße (S8) gibt. Das Verfahren zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) wurde "aufgrund von Mängeln im Behördenverfahren und der Missachtung naturschutz- und artenschutzgesetzlicher Bestimmungen" an das Umwelt- und Verkehrsministerium zurückverwiesen, teilte das BVwG anlässlich der am Freitag veröffentlichten Entscheidung in einer Aussendung mit.

Das Ministerium muss laut BVwG eine Alternativenprüfung durchführen. Bei dieser sei zu klären, "ob keine alternative Trassenführung möglich ist, die zu geringeren Auswirkungen führt, und ob zwingende Gründe des öffentlichen Interesses das Interesse des Naturschutzes überwiegen".

18 Beschwerden, Triel und Ziesel

Das Umweltministerium hatte mit dem Bescheid von April 2019 die Umweltverträglichkeit der S8 Marchfeld Schnellstraße im Abschnitt West - Knoten S1/S8 bis Anschlussstelle Gänserndorf/Obersiebenbrunn bestätigt und damit die Errichtung genehmigt. Aufgrund von 18 Beschwerden gegen den positiven UVP-Bescheid war das BVwG am Zug. Das Verfahren hat laut Aussendung ergeben, dass die "Bestimmungen des Artenschutzes sowohl betreffend den Triel als auch das Ziesel durch den Bau und den Betrieb der S8 verletzt werden".

Die S8 ist eines jener Asfinag-Neubauvorhaben, die derzeit vom Umwelt- und Verkehrsministerium auf den Klimaschutz und Ressourcenverbrauch evaluiert werden. Der Abschnitt West ist rund 14,4 Kilometer lang und umfährt Raasdorf, Deutsch Wagram, Markgrafneusiedl, Strasshof, Obersiebenbrunn und Gänserndorf. Mit der Schnellstraße sollen die an der B8 liegenden Ortsdurchfahrten entlastet werden.

Kommentare (2)
steirerman99
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weiter betonieren....

Alle Befürworter der S8, sollen nach Fürstenfeld kommen, und sich den Bau der S7 ansehen.
Hier sieht man, wie die Umwelt massiv zerstört wird.
Folge: mehr Hochwasser und Hagel, ganz zu schweigen vom Eingriff in die Tier und Pflanzenwelt
Unsere Dorfpolitiker sind aber noch immer stolz darauf.....

Lupoo
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Bumm - noch mehr

Ahnungslosigkeit ist nicht möglich !
Das Marchfeld ist mit der Steiermark überhaupt nicht zu vergleichen.
Sie wissen ja gar nicht wie es im Marchfeld aussieht. Was glaubens warum von der Donau wasser ins Marchfeld geleitet wird - sicher nicht wegen Hochwasser, sondern weil es zu wenig Wasser gibt.