Neue StudieAlles digital und Sorgen ums Geld: Das beschäftigt die Generation Z

Ob Shoppen oder Kommunizieren: Die 18- bis 24-jährigen Österreicherinnen und Österreicher erledigen vieles online. Sorgen machen sie sich darüber, wie sie ihren Lebensunterhalt bezahlen sollen.

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Coronakrise, Klimawandel, Digitalisierung. Das Leben von jungen Erwachsenen ist von Umbrüchen und Unsicherheit geprägt. Der Frage, was die 18- bis 24-Jährigen beschäftigt, ist jüngst eine Studie des Marktforschungsinstituts Kantar im Auftrag von Mastercard auf den Grund gegangen.

6.600 Personen in elf Ländern - Österreich, Bulgarien, Griechenland, Kroatien, Polen, Rumänien, Serbien, Slowenien, Tschechien, Ukraine und Ungarn - wurden befragt. Die Stichprobe in Österreich umfasste 600 Junge. 

Die Ergebnisse im Überblick: Familie, soziale Beziehungen und Begegnungen sind der Generation Z besonders wichtig. Und die Jungen erledigen gern alles via Handy und Laptop: Sie kommunizieren online, kaufen online ein und nutzen kontaktlose mobile Zahlungen sowie mobiles Banking.

Familie und digitale Welt besonders wichtig

Dass die Jungen in der digitalen Welt unterwegs sind, ist nichts Neues. "Die Generation Z pflegt einen sehr digital-zentrischen Lebensstil. Sei es im Bereich Kommunikation, Medienkonsum oder dem Einkaufen von Waren und Dienstleistungen. Dem Smartphone kommt hier eine Schlüsselrolle zu", sagt Christian Rau, Country Manager von Mastercard Austria. Am aktivsten sind sie auf WhatsApp (88 Prozent), Youtube (84 Prozent) und Instagram (80 Prozent). Rund 63 Prozent der Befragten informieren sich primär über soziale Medien, genauso viele kommunizieren täglich mit ihren Freunden über Messaging-Apps.

Geshoppt wird online, bezahlt mit Karte

Auch beim Shoppen ist die Generation Z digital orientiert: 81 Prozent kaufen mindestens einmal im Monat online ein. Überwiegend bezahlen die Jungen dabei via Debit- oder Kreditkarte und Paypal. Nur acht Prozent geben an, gelegentlich per Nachnahme zu bezahlen. Damit sind die jungen Österreicherinnen und Österreicher deutlich digitaler unterwegs als jene Gleichaltrigen in den anderen Ländern der Studie (41 Prozent geben an, manchmal per Nachnahme zu bezahlen).

Beim Einkauf im Geschäft bevorzugt die junge Generation bargeldlose Zahlungen. 76 Prozent der Befragten in Österreich zahlen mit Karte, 56 Prozent nutzen diese sogar häufiger als Bargeld. Bereits 34 Prozent der österreichischen Jugendlichen zahlen kontaktlos mit ihrem Handy.

Mehrheit verdient Geld selbst

Ihr Geld verdienen rund zwei Drittel der heimischen 18 bis 24-Jährigen bereits selbst – 35 Prozent sind Vollzeit beschäftigt, 27 Prozent arbeiten in Teilzeit – damit liegen sie gleichauf im Vergleich zu den anderen Ländern.

Geht es um die Werte der Jungen, steht die Familie an erster Stelle (66 Prozent) in ihrem Leben am meisten Wert zu, gefolgt von Gesundheit (58 Prozent), Freunde (50 Prozent), Freizeit (35 Prozent), persönliche Finanzen und Liebesleben (jeweils 34 Prozent).

Hunger als größte Herausforderung

Als größte Herausforderungen empfinden die Jungen das Bestreiten der Lebenshaltungskosten (52 Prozent), 45 Prozent haben Bedenken, einen passenden Job zu finden, 44 Prozent sorgen sich um die Zukunft des Planeten.

Als die größten weltweiten Ziele sehen sie die Bekämpfung von Hunger (33 Prozent), die Unterstützung von Institutionen, die für Frieden und Gerechtigkeit sorgen (29 Prozent), sowie die Themen Gesundheit und Wohlstand (28 Prozent). Für 25 Prozent ist außerdem Klimaschutz eine bedeutende weltweite Herausforderung. 45 Prozent der heimischen "Gen Z" geben an, im vergangenen Jahr für wohltätige Organisationen gespendet zu haben.

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