Nach einem JahrPolizei verhaftet Verdächtigen in Mordfall

Durch die Arbeit eines Kriminalpsychologen und eine DNA-Reihenuntersuchung kamen die Ermittler einem Mann auf die Spur, der vor einem Jahr eine 81-Jährige mit 28 Messerstichen getötet haben soll.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
THEMENBILD: POLIZEI / SICHERHEIT
© (c) APA/BARBARA GINDL
 

Mehr als ein Jahr nach dem gewaltsamen Tod einer 81-jährigen Frau im Salzburger Stadtteil Maxglan hat die Polizei am Donnerstag in Wiener Neustadt einen Tatverdächtigen festgenommen. Wie der Leiter des Landeskriminalamts, Christian Voggenberger, am Freitagnachmittag auf einer Pressekonferenz sagte, wurde der 61-jährige Österreicher noch in der Nacht nach Salzburg überstellt und den ganzen Freitag verhört.

Auf die Spur des Verdächtigen kamen die Ermittler, nachdem ein Kriminalpsychologe zunächst den Kreis der potenziellen Täter eingegrenzt hatte und die Staatsanwaltschaft schließlich eine DNA-Reihenuntersuchung unter allen alleinstehenden Männern im Wohnblock des Opfers beantragte.

Verdächtiger bestreitet die Tat

Der 61-Jährige - er lebte bis Anfang August selbst in dem Wohnhaus und übersiedelte dann nach Niederösterreich - bestreitet bisher jeden Zusammenhang mit der Tat. Ihm zufolge kannte er das spätere Opfer nur vom sehen und war nie bei der Frau in der Wohnung. Die Staatsanwaltschaft hat mittlerweile einen Antrag auf Verhängung der U-Haft gestellt. Für den Mann gilt die Unschuldsvermutung.

Die Frau war am 30. August 2020 vormittags tot in ihrer Wohnung aufgefunden worden. Ein Bekannter hatte Nachschau in dem Wohnblock gehalten, weil sie die 81-Jährige nicht mehr erreichen konnte. Die Tote wies insgesamt 28 Stichverletzungen auf, eine Obduktion ergab, dass die Frau verblutet war.

Diskutieren Sie mit - posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung!