Verfolgung im BurgenlandErst Warnschüsse stoppten Schlepperfahrzeug

Eine wilde Verfolgungsjagd hat sich am Donnerstagvormittag ein Schlepper mit der Polizei im Burgenland geliefert. Mit mehr als 200 km/h raste der Mann von Siegendorf bis nach Eisenstadt, wo er schließlich festgenommen werden konnte. In seinem Auto befanden sich zehn Flüchtlinge.

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Sujetbild © (c) Gerhard Seybert - Fotolia
 

Zu dramatischen Szenen kam es gestern Vormittag im Burgenland, wo ein Schlepper von der Grenze weg mit teilweise mehr als 200 km/h den Grenzern und dann der Polizei davonfuhr. Mehrere Versuche, den Lenker zum Anhalten zu bewegen, schlugen fehl. Daraufhin gaben die Beamten mehrere Warnschüsse ab.

Eine Polizeistreife wurde in Siegendorf auf den Kleinbus mit ungarischem Kennzeichen aufmerksam, weil er viel zu schnell unterwegs war, berichtete das Innenministerium. Der Schlepper dürfte sich der Grenzkontrolle entzogen haben und davongerast sein. Eine Streife nahm daraufhin die Verfolgung auf und eine Sofortfahndung wurde eingeleitet.

Um den Schlepper zum Stehenbleiben zu bringen, erzeugte eine Streife der Landesverkehrsabteilung einen "künstlichen Stau" auf der Burgenland-Schnellstraße S31. Der Mann fuhr aber weiter auf die Beamten zu und brachte sie laut Innenministerium damit in eine "lebensbedrohende Situation". Deshalb wurden Schüsse auf die Reifen des Fahrzeuges abgegeben, das schließlich in der Nähe der Landespolizeidirektion Burgenland auf der B50 zum Stillstand kam. Der Lenker versuchte noch, zu Fuß zu flüchten, konnte aber festgenommen werden. In seinem Fahrzeug saßen zehn illegale Migranten.

Auch am Mittwochmorgen war im Burgenland bereits ein Schlepper festgenommen worden, der sechs Frauen und 16 Männer aus Syrien in seinem Lkw mitgenommen und zwischen Parndorf und Bruckneudorf (Bezirk Neusiedl am See) aussteigen hatte lassen. Weil die 22 Personen keinen Asylantrag stellten, wurden sie laut Innenministerium festgenommen und in die Polizeiinspektion Nickelsdorf gebracht.

 

Kommentare (1)
Laser19
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Jetzt fahren schon überbesetzte Kleinbusse unseren

Polizeistreifen davon. Vermutlich hatte die Polizei nur bis 190 zugelassene Reifen montiert - für die Überwachung der 30er Zone reicht es, und Migranten? Nie gehört.