Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

Delta-Variante80-Jähriger starb in Niederösterreich trotz erster Impfung

Aus Niederösterreich werden 16 neue Erkrankungen mit der Delta-Variante gemeldet. Ein Pensionist starb trotz erster Impfung. Warum der Impfschutz dennoch Schutz und Sicherheit liefert.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
© AP
 

In Niederösterreich ist die Zahl der Infektionen mit der Delta-Variante des Coronavirus um 16 auf 114 gestiegen. Nach Angaben aus dem Büro von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) vom Dienstag betreffen die neuen Fälle auch drei Reiserückkehrer. Aufgehalten hatten sich diese in Kroatien und Ungarn sowie im Inselstaat Mikronesien.

Wie das Büro der Gesundheitslandesrätin am Dienstag ebenfalls mitteilte, ist eine der 114 mit der Delta-Variante infizierten Personen mittlerweile gestorben. Vier Erkrankte werden stationär im Krankenhaus behandelt. Insgesamt 73 Menschen sind wieder genesen.

Besonders besorgniserregend aus Sicht der Behörden: Zwei der 16 neu infizierten Personen wurden bereits einmal, eine Person sogar bereits zweimal per Schutzimpfung gegen das Virus geimpft. Bedeutet das nun, dass uns der Impfstoff nicht mehr ausreichend schützt? "Nein", sagt Virologin Monika Redlberger-Fritz von der MedUni Wien. "Dieser Fall ist eindeutig als Einzelfall zu betrachten. Solche kann es natürlich geben, aber sie werden die Ausnahme bleiben." 

Schutz dennoch sehr hoch

Denn mit der Impfung sei ein hoher Schutz vor schweren Verläufen und Hospitalisierung garantiert - bei den meisten Impfstoffen beläuft sich diese Schutzwirkung auf rund 90 Prozent. "Aber es gibt eben keinen 100-prozentigen Schutz. Daher wird es einen kleinen Prozentsatz an Menschen geben, der dennoch erkrankt und eventuell sogar einen schwereren Verlauf hat", so die Expertin. 

Bei dem Todesopfer handelt es sich um einen 80-jährigen Pensionisten, der bereits geimpft war. „Der Mann wurde zuvor bereits einmal gegen das Virus immunisiert“, hieß es aus dem Büro der Gesundheitslandesrätin.

Vorerkrankungen spielen eine Rolle 

"Wir wissen nachweislich, dass ältere Menschen durch die natürliche Alterung des Immunsystems anfälliger sind als jüngere", so Redlberger-Fritz. Auch Vorerkrankungen spielen dabei meist eine Rolle. "Aus diesem Grund ist es auch wichtig, dass in den Altenheimen weiterhin gescreent wird, um einen Krankheitsausbruch zu verhindern." 

Um sich selbst und andere zu schützen, sei es gerade wegen der Delta-Variante noch wichtiger geworden, beide Impfungen durchzuführen bzw. die Vollimmunisierung zu erreichen. Außerdem empfiehlt die Expertin im Menschenmengen weiterhin sicherheitshalber zur Maske zu greifen.

Vakzine müssen (noch) nicht angepasst werden

Den Impfstoff anzupassen sei derzeit noch nicht notwendig: "Aktuell schützen uns die zugelassenen Vakzine sehr verlässlich vor Infektionen. Irgendwann wird eine Anpassung notwendig sein, den das Virus wird sich weiter verändern", sagt Redlberger-Fritz. Das sei dann aber sehr rasch umzusetzen, denn die Forschung probiere hier bereits einiges aus. 

Kommentare (7)
Kommentieren
Hausverstand100
6
7
Lesenswert?

Stellt euch vor!

Es sind 80 jährige mit zwei Impfungen genauso verstorben wie welche ohne Impfung!
Statistische Lebenserwartung?

Stony8762
2
0
Lesenswert?

Hausverstand

Manche wären mit 2 Hirnen genauso dumm wie mit 1! Nur so nebenbei! Denkst du auch daran, wie viele ohne Impfung erkrankt und gestorben sind oder hast du mit 'Hausverstand' deinen Namen falsch gewählt?

100Hallo
10
2
Lesenswert?

freie Meinung

Damit das Geld der Firmen passt.

lombok
5
13
Lesenswert?

"Trotz erster Impfung"????

Ist das auch bei de Kleinen Zeitung nicht angekommen, dass eine erste Impfung kein Freibrief ist - schon gar nicht, wenn die erste Impfung nur wenige Tage und Wochen zurück liegt.

Aber Hauptsache, man hat wieder ein bisserl Angst gestreut! Unglaublich, diese Berichterstattungen! Man kann nur mehr den Kopf schütteln ...

Ba.Ge.
1
0
Lesenswert?

Oder aber die Schlagzeile ist bewusst so gesetzt?

Mich verwundet weder die Tatsache, dass 80-jährige sterben, noch das dieser Todesfall Erstgeimpft war,
Obwohl letzteres mich ein wenig verwundert… Ich dachte, die vulnerable Bevölkerungsgruppe wäre längst fertig geimpft? 🤔 Aber das ein Durchgang eben nicht reicht, ist ja schon länger bekannt.

MuskeTiere4
1
0
Lesenswert?

Dieser sogenannte Todesfall war statistisch auch einmal jung

zum (ab)feiern.
Wer schreibt sich denn in so einer distanzierten Sprache den größtmöglichen Abstand zum Älter-werden herbei?
Wir haben doch jetzt schon so oft hören können, dass eine einzige Teilimpfung nicht ausreichend schützt. Wie steht es mit der (schnellen) Auffassungsgabe in der Gruppe derjenigen, die Krankheiten als Ausleseinstrumente sehen und denken das gilt nur für alle anderen?

Ba.Ge.
0
0
Lesenswert?

Natürlich

war auch dieser Herr mal jung… genau so wie ich . Ich habe keine Distanz zum Älterwerden, ich bin (für meine Verhältnisse) schon alt genug ;)
Und natürlich haben wir das bezüglich der zweiten Teilimpfung schon öfter gehört. Nichts anderes habe ich gesagt? Nur hab ich halt auch schon vor längerem gehört, dass die vulnerable Gruppe bereits zum Großteil zweimal geimpft wäre und deswegen versteh ich es nicht ganz.

Ich versteh leider nicht genau, was sie mir jetzt mit ihrem Kommentar sagen wollen und bitte um eine Aufklärung.