Mehrere Tote und VerletzteBus wurde von Tornado 70 Meter weit in ein Feld geschleudert

Mindestens fünf Menschen kamen bei dem Unwetter im Südosten Tschechiens ums Leben, mehr als 200 wurden verletzt. Hilfe gibt es auch aus Österreich, ÖAMTC flog zwei Tornado-Opfer nach Wien. Viele Personen sind vermisst und werden noch unter den Trümmern vermutet.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
 

Nach dem verheerenden Unwetter und dem Tornado mit enormen Schäden in Tschechien ist der zweite Block des Atomkraftwerkes Temelin heruntergefahren worden. Die Maßnahme erfolgte nach einem Schaden an einer abführenden Hochspannungsleitung. Das teilte der oberösterreichische Umweltlandesrat Stefan Kaineder (Grüne) in einer Presseaussendung am Freitag mit. Er warnte vor einem ähnlichen Zwischenfall beim AKW Dukovany.

Die Umstände für die Notabschaltung von Temelin sind für Kaineder unklar und er forderte von Betreiber und Aufsichtsbehörde "umfassende Aufklärung zum Vorfall". Er zitierte zu Temelin Berichte der lokalen Medien, wonach die abführende 400-kV-Hochspannungsleitung zwischen dem Kraftwerk und der Schaltanlage Kocín aufgrund von schweren Gewittern beschädigt worden sei - drei Strommasten wurden demnach zerstört. Der zweite Block in Temelin sei daraufhin automatisch heruntergefahren worden.

Hier ein Video-Report von Georg Renner:

"Aus allen Himmelsrichtungen kamen Verletzte"

"Erdrückende Bilder" haben sich den Helfern aus Niederösterreich in der Nacht auf Freitag im Südosten Tschechiens geboten. Nur wenige Stunden, nachdem ein Tornado über das Gebiet hinweggefegt war, war Patrick Wolfram mit seinen Kollegen des Roten Kreuzes in der Gemeinde Hrusky (Birnbaum) und half bei der Versorgung der Verletzten. "Häuser und Infrastruktur waren völlig zerstört", beschrieb der Weinviertler im APA-Gespräch die Szenerie. "Man kennt das sonst nur aus den Vereinigten Staaten, aus den klassischen Hurrikan-Gebieten", befand Wolfram, freiwilliger Mitarbeiter des Roten Kreuzes und Leiter der Bezirksstelle Laa a. d. Thaya (Bezirk Mistelbach). "Aus allen Himmelsrichtungen" seien die Verletzten vor allem zu Beginn auf die Helfer zugeströmt. 

Mindestens fünf Menschen wurden bei dem schweren Unwetter mit einem Tornado getötet. Rund 200 Menschen wurden verletzt, davon mussten knapp 60 stationär im Krankenhaus behandelt werden. Der Tornado hat sieben Dörfer in der Region Südmähren verwüstet.

Die Situation dort sei wie in einem Krieg, sagte Gesundheitsminister Adam Vojtech im TV. Ministerpräsident Andrej Babis nannte die Naturkatastrophe eine "Apokalypse" für Tschechien, wie er sie nie zuvor gesehen habe. Der Tornado habe rund 2.000 Häuser beschädigt, der Schaden belaufe sich auf Hunderte Millionen Tschechische Kronen. Babis drückte den Angehörigen der Todesopfer sein Mitgefühl aus.

Tornado in Tschechien: Ein Bild der Verwüstung

Bilder der Zerstörung

Erschreckende Bilder nach dem Wirbelsturm im Südosten Tschechiens. Die genaue Zahl der Todesopfer ist noch nicht bekannt, mindestens 200 Personen wurden verletzt

AFP

Großeinsatz

Für die Rettungsmannschaften bedeutet das Unwetter einen Großeinsatz; Unterstützung aus Österreich ist unterwegs

AP
(c) AP (Vaclav Salek)
(c) AP (Shafkat Anowar)
(c) AP (Salek Vaclav)
(c) AP (Vaclav Salek)
(c) AP (Salek Vaclav)
AP
(c) AP (Salek Vaclav)
AP
APA/HELMUT FOHRINGER
APA/HELMUT FOHRINGER
(c) AP (Vaclav Salek)
AFP
AFP
APA/HELMUT FOHRINGER
APA/HELMUT FOHRINGER
AFP
AFP
AFP
AFP
AP
APA/HELMUT FOHRINGER
AFP
AFP
AFP
AFP
APA/HELMUT FOHRINGER
AFP
1/29

Mehrere Busse seien bei dem Unwetter umgestürzt, berichtete der Fernsehsender CT. Alle verfügbaren Einsatzkräfte seien auf dem Weg in die Region, so Innenminister Jan Hamacek. "Alles, was Arme und Beine hat, fährt dorthin." Der Tornado wird vorerst als Kategorie F3 klassifiziert; dabei handelt es sich nach der Fujita-Skala um Sturmgeschwindigkeiten von 254 bis 332 km/h, die schwere Schäden verursachen können. Nach Einschätzung eines ZAMG-Experten könnte es sich aber sogar um einen Tornado der Stärke F4 gehandelt haben, die Abklärungen liefen noch. In Österreich ereignen sich pro Jahr durchschnittlich vier Tornados

Tschechien mobilisierte alle Kräfte, Hilfe gibt es auch aus Österreich. Die Notarzthubschrauber Christophorus 2 und 9 brachten je ein schwerverletztes Opfer in Spitäler nach Wien, sagte ein Sprecher der ÖAMTC-Flugrettung.

Bus in ein Feld gefegt

Die Christophorus-Teams halfen laut Ralph Schüller, Sprecher der ÖAMTC-Flugrettung, bei der Bergung, nachdem der Tornado einen Bus gut 70 Meter weit von der Straße in ein Feld gefegt hatte. Dort habe es wohl Tote und etliche Schwerverletzte gegeben, zwei der Opfer wurden zur medizinischen Versorgung nach Wien geflogen. Es handle sich um einen etwa 50-Jährigen, offenbar der Buschauffeur, sowie um ein 15-jähriges Mädchen. Beide seien schwer verletzt, aber nicht in Lebensgefahr. Der Unfallort lag bei Mikulcice (deutsch Mikultschitz, auch Nickoltschitz, Nikolschitz), ein Dorf mit rund 2.000 Einwohnern in der Region Jihomoravský kraj.

"Halbe Ort wurde dem Erdboden gleichgemacht"

Auf Bildern und Videos in den sozialen Medien war eine gewaltige Windhose zu sehen. Der Wetterdienst CHMU bestätigte später, dass es sich um einen Tornado gehandelt habe. Besonders betroffen waren die Gemeinden Hrusky (Birnbaum) mit knapp 1.500 und Moravska Nova Ves (Mährisch Neudorf) mit rund 2.600 Einwohnern. Der stellvertretende Bürgermeister Hruskys sagte der Agentur CTK, dass der halbe Ort dem Erdboden gleichgemacht worden sei. "Geblieben sind nur die Mauern, ohne Dach, ohne Fenster", sagte er. Die Menschen hätten sich vor dem Unwetter nicht schützen können.

Mehrere Rettungsstaffeln mit Hunden waren unterwegs ins Einsatzgebiet, um in Gebäuden nach möglichen Verschütteten suchen. Die Feuerwehr ging von Haus zu Haus. "Hier herrscht großes Chaos, große Panik", sagte ein Augenzeuge in der Gemeinde Luzice (Luschitz) dem Sender CT. Viele Häuser sollen einsturzgefährdet sein. Die Polizei sperrte die Zufahrtswege zu mehreren Orten, um Schaulustige fernzuhalten.

Caritas startet Unwetterhilfe

„Die Caritas ist sofort nach Bekanntwerden der Katastrophe mit den Helferinnen und Helfern in Tschechien und Niederösterreich in Kontakt getreten. Wir haben auf schnellstem Weg eine Notruf-Hotline für Betroffene eingerichtet: 05 17 76 300. An diese können sich all jene wenden, die jetzt unserer Hilfe brauchen“, sagt Caritas-Präsident Michael Landau. Die Menschen in Niederösterreich und Tschechien brauchen jetzt akute und langfristige Unterstützung.

Spendenkonto:

Erste Bank
BIC: GIBAATWWXXX
IBAN: AT23 2011 1000 0123 4560
Kennwort: Unwetterhilfe Österreich und Tschechien

Den ganzen Abend zogen schwere Sommergewitter durch Südmähren, das für seine Weinanbaugebiete bekannt ist. Die Notrufleitungen waren überlastet. In den Verwaltungsbezirken Breclav (Lundenburg) und Hodonin fielen nach Berichten in den sozialen Medien tennisballgroße Hagelkörner. Am Schloss Valtice (Feldsberg), das zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, entstand ein Millionenschaden. An dem Barockbau aus dem 17. Jahrhundert barsten zahlreiche Fensterscheiben.

Hilfe aus Österreich

Die Autobahn D2, die von Brno (Brünn) nach Breclav führt, war nicht befahrbar, weil eine Hochspannungsleitung auf die Fahrbahn gestürzt war. Rund 32.000 Haushalte waren ohne Elektrizität. Die Regierung in Prag versetzte Kräfte der Armee für einen möglichen Hilfseinsatz in Bereitschaft. Das Rote Kreuz Niederösterreich war laut Sprecher Andreas Zenker mit 32 Fahrzeugen in Tschechien im Einsatz. Hinsichtlich möglicher Patienten wurden zudem alle weiteren Kliniken im Weinviertel, jene in St. Pölten und Wiener Neustadt sowie Wiener Krankenhäuser vorinformiert, erfuhr die APA. Hilfe bot auch die benachbarte Slowakei an.

"Unser Mitgefühl gilt den Opfern und den Familien der Opfer", sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am EU-Gipfel in Brüssel zu den Vorfällen. Kurz dankte in den frühen Morgenstunden des Freitag den österreichischen Einsatzkräften, die grenzüberschreitend tätig seien und versuchten, einen Beitrag zu leisten. Der tschechische Regierungschef Andrej Babis ließ mitteilen, dass er wegen des Wetters in Europa nicht mit dem Flugzeug aus Brüssel zurückkehren könne, wo er ebenfalls am Gipfel teilnimmt.

ÖAMTC flog zwei Opfer nach Wien

Die Notarzthubschrauber Christophorus 2 und 9 brachten je ein schwerverletztes Opfer in Spitäler nach Wien, sagte ein Sprecher der ÖAMTC-Flugrettung der APA. Ein Tornado hatte am Donnerstagabend sieben Dörfer in der Region Südmähren verwüstet.

Die Christophorus-Teams halfen laut Ralph Schüller, Sprecher der ÖAMTC-Flugrettung, bei der Bergung, nachdem der Tornado einen Bus gut 70 Meter weit von der Straße in ein Feld gefegt hatte. Dort habe es wohl Tote und etliche Schwerverletzte gegeben, zwei der Opfer wurden zur medizinischen Versorgung nach Wien geflogen. Es handle sich um einen etwa 50-Jährigen, offenbar der Buschauffeur, sowie um ein 15-jähriges Mädchen. Beide seien schwer verletzt, aber nicht in Lebensgefahr. Der Unfallort lag bei Mikulčice (deutsch Mikultschitz, auch Nickoltschitz, Nikolschitz), ein Dorf mit rund 2.000 Einwohnern in der Region Jihomoravský kraj.

Der schwere Sturm hat offenbar sogar mehrere Busse umgestürzt, berichtete der Fernsehsender CT. Auch das Rote Kreuz Niederösterreich war laut Sprecher Andreas Zenker mit zahlreichen Fahrzeugen in Tschechien im Einsatz.

"Weltuntergangsstimmung" im Raum Hollabrunn

Ein Unwetter hat am Donnerstagabend im Raum Hollabrunn den Einsatz von rund 650 Mitgliedern von insgesamt 50 Feuerwehren gefordert. Tennisballgroße Hagelkörner beschädigten Dutzende Dächer und Autos zum Teil stark. Man spreche von "Weltuntergangsstimmung", sagte Franz Resperger vom Landeskommando Niederösterreich der APA. Im Laufe des Abends wurde Schrattenberg bei Poysdorf (Bezirk Mistelbach) von Ausläufern einer mächtigen Gewitterzelle in Tschechien getroffen.

In der mehr als 800 Einwohner zählenden Grenzgemeinde wurden laut Resperger etwa die Hälfte aller Hausdächer abgedeckt. Hagel sei ebenso wie massiver Regen niedergegangen. Objekte wurden unter Wasser gesetzt. Helfer würden von einem "Bild der Verwüstung" sprechen, so Resperger. Der Landesfeuerwehrverband war in den Abendstunden mit Planen aus Tulln auf dem Weg ins nördliche Weinviertel. Beschädigte Häuser in Schrattenberg sollten provisorisch geschützt werden.

Weitere Unwetter

Ebenfalls von Unwettern geplagt wurde am Donnerstagabend der Bezirk Zwettl. Hier standen Resperger zufolge zehn Feuerwehren im Einsatz. Schwere Hagelkörner wurden u.a. in der Nähe der Bezirksstadt registriert.

In den vergangenen Tagen kam es auch in Salzburg und Oberösterreich zu starken Hagelunwettern.  

Kommentare (51)
Zuckerpuppe2000
1
6
Lesenswert?

Echt jetzt?!

Wo leben Sie eigentlich?!

Stony8762
2
21
Lesenswert?

lucie

War wieder mal Märchenstunde auf FPÖ TV?

Adiga
1
29
Lesenswert?

nein

Auch während der Pandemie ist der globale CO2-Austoß gestiegen (zwar weniger aber trozdem mehr, aber das spüren wir frühestens in 20 Jahren - leider - denn wenn wir das unmittelbar spüren würden, begriffen es viel mehr Leute, das wir als "globale" Wohlstandsgessellschaft ständig scheißebauen.

Mein Graz
3
21
Lesenswert?

@lucie24

ROFL.

future4you
5
63
Lesenswert?

Dem Menschen bläst es die Krone vom Kopf

Bis jetzt war so was immer sehr weit weg und es war halt so. Die Bilder waren schnell wieder vergessen. Man kann nur hoffen, dass jetzt schön langsam alle checken, dass ein radikales Umdenken stattfinden muss: Landwirtschaft, Industrie, Politik, Konsument, alle werden ihren Beitrag leisten müssen. Dieser ewige Wachstums- und Mibilitätswahn, diese Wegwerf- und Verüllungsmentalität, das wird es nicht mehr spielen. Wobei die Natur den stärkeren Atem haben wird, wie es dieses traurige Beispiel zeigt.

DergeerderteSteirer
2
24
Lesenswert?

Ich pflichte dir @future4you

zu 100% bei, sehr guter realistischer Kommentar!!

Patriot
4
46
Lesenswert?

@future4you: Sie haben vollkommen recht!

Wenn die Weltgemeinschaft die vielen Dummen und Gierigen nicht in den Griff kriegt, wird sie untergehen! Und es gibt unglaublich viele Dumme und Gierige.

DergeerderteSteirer
2
17
Lesenswert?

@Patriot, richtiger Ausdruck mit

"Weltgemeinschaft"..........!!

frikazoid
6
59
Lesenswert?

Unverantwortlich

Die Wirtschaftskammer und die ÖVP glaubt immer noch man kann mit der Natur über die Klimakatastrophe verhandeln. Es ist 1 vor 12 und es wird immer noch argumentiert, dass man die Dinge nicht so schnell ändern kann. Ja dann erledigt das eben die Natur für uns.

Patriot
6
58
Lesenswert?

Schöne Grüße an die Klimawandelleugner!

.

kukuro05
5
62
Lesenswert?

Umdenken? geh bitte, zawos?

Tornados vor der Haustüre, Hagelbombardements, Trockenheit, lokale sintflutartige Regenfälle, enorme Hitze schon im Juni...

Aber die Grazer FPÖVP-Stadtregierung träumt wieder von der Plabutschgondel .
Wie viele gesunde Bäume müssten dafür gefällt werden, Herr Bürgermeister?

Planck
4
42
Lesenswert?

Klimawandel hat's immer gegeben, klar, alles verändert sich, das ist das Prinzip der Natur. Aber diesmal ist er menschengemacht.

Beim sauren Regen waren es die großen (Rück-)Versicherungen, die anhand ihrer globalen Daten festgestellt haben, dass entlang aller Autobahnen dieser Welt vermehrt Forstschäden auftreten und Agrarprodukte wie z. B. Milch durch Verbleiung unbrauchbar werden.
Das ist der Grund für 5-Liter-Autos und bleifreies Benzin, im Grund ein Ergebnis knallharter Erpressung von Firmen durch ihre Versicherungen.

Wenn man die Schäden durch vermehrte Katastrophen mit dem Nutzen eines entschlosseneren Umgangs mit dem Klimawandel gegenrechnet, empfiehlt sich eine ähnliche Strategie, um Regierungen in die Hufe zu kriegen.

Auf Intelligenz und Hausverstand zu hoffen, wird's net bringen, wie wir aus der allerjüngsten Vergangenheit wissen.

Oder hamma's goa scho wieder vergessn? *g

huckg
19
50
Lesenswert?

Es wäre an der Zeit, dass Alle begreifen wie schnell uns der Klimawandel einholt

Erst wenn wir verstanden haben, dass es ums Überleben der Menschheit geht - wir haben doch eine Verantwortung unseren Kindern und Enkel gegenüber - wird die Politik reagieren. Haben wir noch soviel Zeit?
Ich sehe es als Aufgabe der Medien die Menschen wach zu rütteln. Aber was machen die Zeitungen? Seitenweise Werben für Autorennen in Spielfeld ...

selbstdenker70
21
17
Lesenswert?

..

Es war klar was jetzt wieder kommt. Österreich muss mal wieder das Weltklima retten. Wie kann man nur so verbohrt sein. Österreich hat beim co2 Ausstoß einen Anteil von 0,2%!!!!.Deutschland zb hat 2%. Auch wenn ganz Österreich wieder in der Höhle wohnt, ohne Strom, ohne Autos, ohne Internet ect.fällt deswegen kein einziger Tropfen Wasser mehr oder weniger vom Himmel. Im Vergleich zu den 80er Jahren hatten wir in Österreich noch nie so eine saubere Industrie, Umwelt, Autos, Hausbrand ect. Das ist mal Fakt und muss auch dem extremsten Aktivisten klar sein. ABER, ja, es muss sich was ändern und wird sich auch ändern. Nur da muss man bei den Top 10 anfangen. Und der Frachter ist seeehr groß und ist schwer zu wenden. Immerhin kommen weit über 90% aller unserer täglichen Güter aus diesen Staaten. Wenn mein Auto fast auseinander fällt und kaum noch fährt beginnt man auch nicht damit einen 1 cm großen Lackschaden auszubessern sondern man beginnt beim Motor.....

X22
0
2
Lesenswert?

Die Aussage des Kommentars ist falsch, ob's nur beim Denken, das beim eigenen Wissen des Selbst endet oder woanders liegt, spielt keine Rolle

Auch wenn sie es im Grunde richtig angehen, die Ursache bei den Verursachern sehen, stimmen die Relationen nicht. Jedes Produkt, das bei uns gekauft, verbraucht, benötigt wird, hat einen einen Fußabdruck der im Klima- und Umweltverlauf aufscheint, wenn sie das Teil kaufen übernehmen sie die Verantwortung für den Fußabdruck den es Hinterlassen hat, dabei ist es egal ob der in Östereich oder sonst wo auf der Welt seinen Ursprung hat.
Da wir und viele andere Staaten einen gehobenen Wohlstand und eine eigene Wegwerfmentalität haben, Produkte egal wo sie eigentlich produziert werden, werden nur auf Grund unserer Nachfrage erzeugt, obs um den Preis, für mich der Hauptgrund, oder um das umgehen von Standards geht, ist auch egal.
Jedoch müssen wir dafür auch den Teil der Last übernehmen, der dafür aufgewendet wird, egal obs in China, in östlichen Staaten oder sonst wo passiert, sozusagen einen pro Kopfanteil und dieser liegt dadurch weit höher oben als der Wert, den man nach lokalen Bemessungen zu scheinen hat.

Bluebiru
10
15
Lesenswert?

@selbstdenker

Ah ja, und weil wir so klein sind und nicht die ganze Welt retten können, brauchen wir gar nichts zu tun. Alles paletti, wir können unbesorgt weiter unseren Egoismus ausleben und so leben, wie bisher.

Und wenn jedes einzelne Land und jede einzelne Provinz so denkt, sitzen wir alle in der Bredouille weil das Klima keine Grenzen kennt.

Mein Graz
7
20
Lesenswert?

@selbstdenker70

Unser BK ist ja so toll auf internationalem Parkett unterwegs, er hat überall seine Fühler ausgestreckt, seine Finger drin und seine Lauscher offen.
Er soll seine Kontakte halt einmal anwenden und sich für den Klimaschutz international einsetzen!

Einer, der die Balkanroute schließen kann, der schon fast im Alleingang eine Pandemie bekämpft, der Impfstoffe aus Russland zu besorgen verspricht, der Regierungen sprengt, dem muss es doch locker auch möglich sein, bei den großen Verantwortlichen etwas zu erreichen.

Übrigens: auch ein Kleiner hilft mit und kann sogar eine Vorbildwirkung haben. Wenn alle kleinen Staaten sagen "Das hilft eh nix, weil die Großen ja nichts tun" bringt das nichts. Wenn alle Kleinstaaten etwas tun dann dürfen sich die Großen irgendwann auch nicht lumpen lassen, denn die Menschen werden darauf reagieren (müssen) und etwa Waren aus diesen Staaten nicht mehr kaufen - oder gar nicht mehr erhalten, was natürlich noch besser wäre.

Planck
5
26
Lesenswert?

Na sicher, "die Anderen" ...

Genau darum geht's nämlich.
JEDER ist aufgefordert, seinen Beitrag zu leisten.
Und ich garantiere Ihnen, das wird entweder freiwillig funktionieren oder per Befehl.
Befehl für die, die sich selbst zu klein sind, um etwas bewirken zu können, "Selbstdenker" zum Beispiel *gg

satiricus
7
58
Lesenswert?

Es ist 1 vor 12

Um die Klimaerwärmung einzubremsen, müssten seitens der Politik sofort umfassende und 'einbremsende' Maßnahmen getroffen werden.
Das Problem dabei: die Bevölkerung (der/die Wähler) wäre von Einschränkungen betroffen und würde vorerst einmal die Politiker bei der nächsten Wahl dafür 'bestrafen'.
Wie wir aus der Praxis wissen, geht Parteipolitik vor Umweltpolitik :-(
Und deshalb befürchte ich, dass sich trotz klimatischer Katastrophen so schnell nichts ändern wird ("gegn's Wetta konnst holt nix mochn").....

pescador
7
59
Lesenswert?

Es ist 1 vor 12

Es ist schon 12
Die richtigen Auswirkungen der Klimaänderung werden die Jungen zu spüren bekommen. Dagegen wird sich Corona wie ein Kindergeburtstag anfühlen.

AloisKIarlHeiling
6
65
Lesenswert?

Patienten

Treffen sich zwei Planeten. Sagt der eine zum anderen, "Na, du schaust aber gar net gut aus, bist krank?". Drauf der andere Planet:"Nein, ich hab Menschen!" Da erwidert der andere erleichtert:"Achso, mach dir nix draus, die vergehen einfach von selbst."

isteinschoenerName
18
110
Lesenswert?

Okay, aber jetzt lasst uns wieder zur Tagesordnung über gehen

... und uns weiter über ("FridaysForFuture") Kinder lustig machen, die einfach nur dafür demonstrieren, auch noch eine Art Zukunft haben, die nicht nur einem Überlebenskampf inmitten einer andauernden Katastrophe geprägt ist.

Das ist es jedoch, was auf sie zukommen wird. Weil wir uns zu bequem dafür sind, endlich etwas zu ändern, und vorallem auch den politisch Verantwortlichen in den Allerwertesten zu treten, wenn sie nicht ENDLICH eine umfassende Energie- und Verkehrswende auf den Plan bringen.

Vor den Auswirkungen der ungebremsten Klimaerhitzung wird von der Wissenschaft nämlich seit 40 Jahren und mehr gewarnt!

Ninaki
12
26
Lesenswert?

Verkehrspolitik

Und bei der verkehrspolitik darf nicht die Frage sein wie ich den Strom für alle Autofahrten herstelle, die wir aus lauter Bequemlichkeit machen. Ausflugsfahrten, Kurzstrecken (die man auch mit dem fahrrad machen könnte), jede Erledigung mit dem Auto...
Man könnte meinen Österreichist ein Volk von Gehbehinderten.
Wenn es jedes Wochenende Staus gibt bei Stadteinfahrten und entlang von ausflugsstrecken gibt, dann kann man nicht immerauf die Pendler zeigen.
Verkehr bedeutetmehr als nur die art des Antriebs: das bedeutet auch bodenversiegelung für Straßenbau, reifenabrieb bis zur Herstellungund Entsorgungvon Rohstoffen. Alles hat Auswirkungauf unsere Umwelt.
Aber wenn es ums Sparen geht, würde immer auf die anderen gezeigt.
Ich bin für einen autofreien Wochentag für jeden einzelnenvon uns. Nicht wegen Benzin oder so# sondern damit wir lernen wieder unsere Beine zu benutzen. Und wenn dann nur 10 Prozentder Bevölkerung darauf kommt, was man alles ohne Auto machen kann, haben wir schon viel gewonnen!
Glaubt mir das geht!

isteinschoenerName
10
30
Lesenswert?

Dass es leider noch immer zu viele gibt,

die die Anliegen unserer Kinder und den dringenden Handlungsbedarf unsererseits nicht verstehen wollen, zeigt natürlich auch die Reaktion einiger (Hauptsache Daumen runter, aber ohne Kommentar mit Begründung dafür). Es muss wohl noch viele Katastrophenopfer geben müssen. Leider!

Ninaki
19
140
Lesenswert?

kkeine Impfung

Irgendwann werden wir verstehen müssen dass es gegen den Klimawandel mit all seinen schrecklichen Folgen keine Impfung gibt und jeder von uns anfangen muss auf unsere Erde zu achten.
Derzeit sorgen wir uns aber darum, wie wir unseren ungesunden, energiefressenden Lebensstil irgendwie aufrecht erhalten.
Was kommt wenn wir nicht bald anfangen mit Ressourcen und Energie sorgsam umzugehen? Dagegen ist corona ein Klacks.
Dich bei corona haben wir gesehen was möglich ist wenn wir zusammenhalten. Und was möglich ist wenn die Regierungen durchgreifen. Warum nicht auch beim Kampf gegen den Klimawandel? Weil es da noch viel zu viel wirtschaftliche Argumente gibt die bei corona aber keine Rolle gespielt haben....

princeofbelair
10
155
Lesenswert?

Aber den Klimawandel

gibt es nicht…
Alles Gute den Leuten dort und meine Hochachtung für die Einsatzkräfte.

Kommentare 26-51 von 51