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Bundesheer-VorstoßE-Sport wird zum Heeres-Sport

Das Bundesheer will künftig auch E-Sportlern einen Trainings- und Ausbildungsbasis stellen. Das Projekt startet jetzt - und wird begleitend evaluiert.

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Verteidigungsministerin Klaudia Tanner mit E-Sportler Fabio Özelt © (c) Pusch | Bundesheer
 

Profi-Sport ist in Österreich traditionell auch Heeres-Sache. Da ist es nur konsequent, sich auch dem Phänomen E-Sport zuzuwenden. Am 01. Juni 2021 präsentierte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner E-Sport als neue Trendsportart des Heeresportzentrums: "Wir haben im Verteidigungsressort die Entwicklung des E-Sports beobachtet und sein Potenzial erkannt."

Damit zählt die Verteidigungsministerin nicht mehr zu den Vorreitern in Europa. Beispielsweise unterhalten auch die vom Fußball bekannten Vereine Paris Saint-Germain oder Schalke 04 seit Jahren E-Sport-Teams. Aber man kann die Entscheidung des Verteidigungsressorts durchaus zeitgemäß nennen.

E-Sport sei nicht nur Spitzensport mit Top-Spielern, sondern ist längst schon als Breitensport bei der Bevölkerung und nun auch beim Bundesheer angekommen, sagte die Ministerin.

In einer ersten Phase bis Mitte 2022 soll nun sportwissenschaftlich überprüft werden, wie die Rahmenbedingungen einer Leistungssportförderung durch das Heeressportzentrum auszusehen haben. Dabei geht es insbesondere um die speziellen Anforderungen der noch jungen Sportart(en), die besonders von hoher Reaktions- und Konzentrationsfähigkeit der Sportler geprägt ist. Das Heeressportzentrum mit seinen über 450 Sportlerinnen und Sportlern soll auch künftig bei dieser Trendsportart Trainingsbasis für E-Sportler sein. Der E-Sport Verband Österreich unterstützt das Heeressportzentrum laut Aussendung mit seinem Know-How bei der Entwicklung von Trainingsmaßnahmen und der Auswahl der E-Sport-Athleten.

Erster uniformierter E-Sportler kommt aus Kärnten

Mit dem Kärntner E-Sportler Fabio Özelt hat das Bundesheer den ersten uniformierten Sportler, der gemeinsam mit weiteren Grundwehrdienern das Kernteam der neuen Sportart im Heer bilden wird. Grundwehrdiener Fabio Özelt betont die Vorteile eines strukturierten Sporttrainings beim Heeressportzentrum: "Ein verbesserter konditioneller Zustand ermöglicht mir effektivere Konzentrationsphasen während der Wettkämpfe." Gespielt wird bei nationalen und internationalen Wettkämpfen der FIFA-Fußball-Turniere.

Heeresportzentrum

Das Bundesheer stellt etwa 70 Prozent des österreichischen Teams bei den kommenden Olympischen Spielen und über 50 Prozent des Teams der behinderten Athleten bei den Paralympischen Spielen in Tokio. 

Der Präsident des E-Sport Verbands Österreich (ESVÖ) Stefan Baloh ist ebenfalls über das Engagement des Bundesheeres sich im E-Sport etablieren zu wollen erfreut und betont die Notwendigkeit der fachkundigen Betreuung durch Trainer und Wissenschaftler des Heeres: "E-Sport verlangt einen gesunden Körper und einen fokussierten Geist. Ein Top-Spieler wie Fabio Özelt, der in der europäischen Rangliste auf Platz 109 gereiht wird, kann sich spielerisch fast nur mehr über die Steigerung der Ausdauer und Schnelligkeit verbessern. Weiters sind eine gesunde Ernährung und mentales Training längst fixer Bestandteil der Trainingspläne von E-Sport-Athleten. Das Heeressportzentrum kann das bieten." Die Auswertung dieser wissenschaftlichen Untersuchungen sowie die nationalen Bestrebungen im E-Sport werden Mitte 2022 evaluiert.

Trend zum E-Sport

Bereits 5,3 Millionen Österreicherinnen und Österreicher spielen laut aktueller Erhebung von Nielsen und GfK zumindest einmal pro Woche Videospiele. Der E-Sport Verband Österreich zählt rund 50.000 registrierte E-Sportlerinnen und -Sportler und etwa 10 bis 12 professionelle E-Sportler, die E-Sport bereits hauptberuflich ausüben. Die Förderung des Nachwuchses unter sportwissenschaftlicher Betreuung durch das Bundesheer und in Abstimmung mit dem E-Sport Verband kann internationale Erfolge österreichischer Spieler ermöglichen und den Trend zum Spiel als Sport verstärken.

Kommentare (3)
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griesbocha
0
11
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..."der noch jungen Sportart"...🤣🤣🤣

Wir haben vor 20 Jahren in Teams schon dieselben Videospiele gespielt. Da hat man sich noch zu "Netzwerk Parties" persönlich zusammengefunden.
Diese Förderung ist sowas von lachhaft.

Liebe Frau Tanner, nun finden Sie bitte noch den Fehler in Ihrem eigenen Statement:

"E-Sport sei nicht nur Spitzensport mit Top-SPIELERN..."

georgXV
1
25
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Klaudia Tanner

sorry, E-Sport hat (während der Dienstzeit) beim Bundesheer NICHTS verloren !
Das Bundesheer braucht IT-Experten, aber sicher KEINE "E-Sportler" !

georgXV
1
10
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unsere Zwergenarmee leistet sich 160 (mehr oder weniger) Brigadiere und Generäle

jetzt hat wenigstens einer dieser "besonders wichtigen" Parteisoldaten wieder eine berufliche Existenzberechtigung ...
Er muß ja den "Haufen" organisieren, die Verantwortung übernehmen (man lacht !), zu den in- und ausländischen Veranstaltungen mitfahren (Reisespesen machen), usw., usw.