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ÖsterreichPolizei hält Schwarze überproportional oft an

Österreich kommt im Vergleich mit anderen europäischen Ländern in Sachen möglichem racial profiling nicht gut weg.

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++ THEMENBILD ++ CORONA: AUSREISEKONTROLLEN IN STRASSWALCHEN
© (c) APA/BARBARA GINDL
 

Dass die Polizei Menschen allein deswegen anhält, weil sie fremdländisch aussehen, ist nicht rechtskonform, so die EU-Grundrechteagentur (FRA). Wie oft das dennoch vorkommen könnte, damit hat sich die in Wien ansässige Institution in einer Studie auseinandergesetzt. Österreich kommt dabei in Sachen möglichem racial profiling nicht gut weg. Besonders Schwarzafrikaner werden hierzulande vergleichsweise oft von der Polizei ins Visier genommen, wie aus der Studie hervorging.

Die FRA hat für die Studie Erfahrungen bestimmter Bevölkerungsgruppen - zum Beispiel Roma oder Schwarzafrikaner - bei Polizeianhaltungen zur Identitätsfeststellung oder für Durchsuchungen den Erfahrungen der Gesamtbevölkerung gegenübergestellt. Für Österreich fällt eine allgemein hohe Rate an Anhaltungen auf. Hochgerechnet 25 Prozent der Befragten in Österreich gaben für den zwölfmonatigen Erhebungszeitraum 2019 an, von der Polizei angehalten worden zu sein. Ähnlich hohe Raten weisen nur Estland (24 Prozent) oder Irland (21 Prozent) auf. Viele EU-Staaten haben deutlich geringere Raten. In Spanien an letzter Stelle wurden nur vier Prozent der Befragten von der Polizei angehalten.

Im Auto, am Rad, zu Fuß

Zweitens stechen bei Österreich überproportionale Anhaltungen von Personen einer bestimmten ethnischen Minderheit heraus. Konkret sind das bei einem 25-Prozent-Schnitt der Gesamtbevölkerung durch ihre Hautfarbe klar identifizierbare Personen aus Afrika südlich der Sahara (Migranten und ihre Kinder) mit 49 Prozent. Der Wert ist für diese Gruppe fast doppelt so hoch. Türken dagegen hält die Polizei in Österreich etwas weniger häufig an als im Durchschnitt, nämlich 22 Prozent.

Großes Ungleichgewicht zwischen Anhaltungen aller und Anhaltungen bestimmter Gruppen im Sinne von möglichem ethnic profiling gibt es sonst etwa nur in Griechenland und Kroatien. Dort geht es jedoch nicht um Schwarzafrikaner, sondern um Roma: In Griechenland werden 33 Prozent der Roma angehalten - bei insgesamt 18 Prozent. In Kroatien ebenfalls 33 Prozent bei gesamt 19 Prozent.

Zum Vergleich in Sachen Schwarzafrikaner: In Deutschland entspricht die Rate bei dieser Gruppe ziemlich genau der Gesamtrate, nämlich 16:17 Prozent. Ähnlich ist die Lage in Dänemark (11:12), Frankreich (15:17), Italien (11:12), Luxemburg (15:17), Malta (5:7) oder Portugal (12:16). In Schweden werden sogar im Vergleich zur Gesamtbevölkerung um die Hälfte weniger Schwarze angehalten (7:13). Damit tritt der Unterschied in Österreich in diesem Punkt im europäischen Vergleich umso eklatanter hervor.

In Österreich sticht auch ein weiterer Unterschied ins Auge: Die meisten aller Anhaltungen (87 Prozent) erfolgen, wenn man sich auf dem Fahrrad oder in einem Fahrzeug befindet. Die Schwarzafrikaner für sich allein genommen, werden nur in fünf Prozent der Fälle von der Polizei gestoppt, wenn sie mit dem Auto oder Rad fahren. Der weitaus größte Teil der Stopps von Schwarzen (72 Prozent) erfolgt laut der Studie, wenn sie sich zu Fuß im öffentlichen Raum bewegen. Hier gibt es aber auch in anderen Ländern Abweichungen in diese Richtung, wenn auch nicht ganz so stark.

Unterschiedlich schätzen die angehaltenen Personen ein, wie die Polizei mit ihnen umgeht. Was alle Fälle von Anhaltungen gesamt betrifft, sind hochgerechnet 76 Prozent der Meinung, die österreichischen Polizisten haben sich respektvoll verhalten, acht Prozent respektlos, 16 Prozent weder noch. Unter den Menschen aus Afrika südlich der Sahara ist der Anteil für "respektvoll" auf 28 Prozent reduziert, jener für "respektlos" auf 29 Prozent erhöht. Der Anteil für "weder noch" liegt bei den Schwarzafrikanern mit 42 Prozent voran.

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Danke für Ihr Verständnis.

mahue
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Manfred Hütter: Drogenprozess in Kärnten

Es ist nicht lange her, da hat die Kleine Zeitung über den Drogenprozess gegen Afrikaner aus einem bestimmten Land berichtet mit 30 Angeklagten.
Ich glaube man müsste den Grund der Anhaltungen differenzierter betrachten. Manche Zuwanderer betreiben in Klan`s nicht gesetzeskonforme Geschäfte. Denke z. B. an die illegalen Teigtaschenfabriken in Wohnungen in Wien von Asiaten.
Mich nicht falsch verstehen, meine Frau hat afrikanische,
karibisch-indianische und spanische Vorfahren und eine dunkelbraune Hautfarbe und wurde in den 15 Jahren, die sie in Österreich ist nicht öfter angehalten als ein Österreicher.

Eagle67
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....und das ist GUT so!

Danke Polizei!

lilith73
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Verhalten

Ich bin mir sicher, dann wann der Polizist die Kelle raushält hat er noch nicht die Hautfarbe sehen können. Viel ist eben die Fahrweise. Dieses Klientel hat manchmal eine sehr eigenwillige Fahrweise ´, oder ist der Meinung die Regeln gelten nur für andere.

Rassismus wird oft als Deckmäntelchen verwendet um seine eigenen Negativen Eigenschaften zu vertuschen, oder schön zu reden.

dieRealität2020
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Natürlich wer hat sich noch nicht aufgeregt oder bemängelt das man schon wieder kontrolliert wird.

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Der kontrollierende Beamte hat Praxis-konform ein weit sichtbareres Umfeld und einen Blick auf das Fahrzeug als der Lenker selbst. Daher wird und kann in mindestens von 90 % der Fälle immer kontrolliert werden. Seien wir ehrlich.
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Ich fahre seit 1958 ca. 60 Jahre geschäftlich nicht nur in Österreich unterwegs, was sollte ich da sagen. Unzählige Kontrollen im In- und Ausland unzählige Parkstrafen, was denken sie, wer u.a. in Frankreich, Belgien, Niederlande Deutschland von Italien ganz zu schweigen gerne kontrolliert wird?
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Für mich war immer egal wo auch immer das Verkehrsvergehen, für das ich ohne Kommentar meistens sofort bezahlt habe.
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In Österreich vermutlich alles möglich. Vielleicht bekommen manche Lenker*innen eine schwarze Lenkerberechtigung mit einem Aufkleber, damit die Polizei weiß, wer der Lenker ist und keine Kontrolle mehr vornimmt.

ordner5
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Diese Probleme hätte ich auch gerne.

Ich fühle mich auch bedrängt, und zwar vom Finanzamt, als Auslandsrentenbezieher wollen die tausende von Euros an Progression-steuern einfordern. Ach, hätte ich doch bloß die Oben erwähnten vermeintlichen Störungen eines anders Aussehenden.

mahue
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Manfred Hütter: an ordner5

Die Besteuerung ausländischer Einkünfte hat mit dem Bericht absolut nichts zu tun. Aber kurze Aufklärung: ausländische Einkünfte (egal welcher Einkunftsart) waren schon immer in der jährlichen Steuererklärung in dem Staat, wo ich meinen Mittelpunkt der Lebensinteressen habe (Ansässigkeitsstaat) offenzulegen.
Habe ich das bisher nicht gemacht, haben zumindest die EU-Staaten mit den nationalen Steuerbehörden durch die endgültige EU-Richtlinie von 2011 über den automatischen Informationsaustausch, nun Kenntnis über Steuerpflichtige die ihrer schon vorher gesetzlich geregelten Erklärungspflicht nicht nachgekommen sind. Das dies zur Aufrollung von Steuererbescheiden oder nachträglicher erstmaligen Pflichtveranlagung rückwirkend bei uns 5 Jahre (bei Hinterziehung 7 Jahre) führt, ist gesetzlich geregelt und ganz normal.

dieRealität2020
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Wer meine Beiträge nur annähernd kennt weiß ich bin wie die Generationen vor mir mittig stehend mit einer Akzeptanz für Links und Rechts, wenn es gesellschaftspolitisch in unser Österreich passt. Warum nicht?

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Diese Geschichten sind "alle" im eigenen Interesse dieser geförderten Vereine größtenteils durchgehend bewusst und "legal" manipuliert. Nachzuschlagen.
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Sogar im ORF musste eine dementsprechende Aktivisten auf Vorhaltungen vor Monaten vor der Kamera einer Reporterin gestehen, das sie vor Wochen dieses Interviews Unwahrheiten (aus meiner Sicht einfach Lügen) genannt hat. Und jetzt kommt es: die Aktivistin "Sie denke, dass dies u.a. zulässig sei."
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Die Zahlen bei Statistik Österreich sprechen hier eine unverrückbare klare Sprache, macht sich natürlich niemand die Mühe. Wenn man die betreffenden Einwohnerzahlen aus manchen Bevölkerungsgruppen gegenüberstellt. Hallo? Da schaut das Bild sofort anders.
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Mit Recht und Fug wenn die Verhältnismäßigkeit zulasten einiger Bevölkerungsgruppen spricht, dann wird eben kontrolliert. Wir wissen warum! Zuerst soll man die Mo..köpfe (was noch zu verstehen ist) wegnehmen, dann sollte sich die seit Jahrhunderten bestehende Mo..apotheke umändern und jetzt sollte man die schwarzen Menschen unter Schutz stellen. Und nicht mehr kontrollieren.
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Ich sage und schreibe es nicht gerne. Das hat nichts mit einer politischen Richtung zu tun. Es ist eine österreichische Meinung. Wenn zugewanderte (egal mit welchen Status auch immer) Menschen nicht in der Lage sind die "vorhandenen" österreichischen Strukturen Art und Lebensweise wie Kultur und die bestehende Gesellschaftspolitik zu akzeptieren, dem steht es frei weiterzugehen.

dieRealität2020
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Nach meiner gesellschaftspolitischen Meinung zur Sache.

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Anscheinend sind hier Dilettanten von beiden Seiten am Werk. Es gibt "reihenweise" aus "verschiedenen Gesellschaftsbereichen" seit Jahrzehnten gerichtliche und höchstgerichtliche Entscheidungen (bitte hinterfragen und nachschlagen) bei denen die Gericht klar und unverrückbar festhielten. Essenziell herausgehoben.
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>>>>>>> Bei Kontrollen muss immer ein begründeter Verdacht vorliegen. Wobei auch manche Gericht von Anfangsverdacht sprechen. <<<<<<<<<
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Aus der Praxis des täglichen Leben und der Gerichtspraxis. Sie können mit einem leeren Rucksack ins Geschäft eintreten. Gesetzlich legitimiert. Nach dem Einkauf, den sie in einer anderen Tasche haben wird, bezahlt. Wenn wer fragt darf ich in den Rucksack hineinsehen und sie antworten Nein ist die Sache an und für sich erledigt.
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Einfach ausgedrückt. Fordert man eine Öffnung und sie sagen Nein, dann bedeutet das verständlicherweise man verdächtig sie des Diebstahl. Einfach zu verstehen. Da sie wissen sie haben nichts gestohlen fordern sie einfach Polizeieinsatz. Keine Waren im Rucksack, Daraufhin erstatte ich gegen den Befrager, gegen den Markt und gegen das Unternehmen Strafanzeige u.a. (es gibt mehrere Delikte dazu) und Privatklage.
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Kurz & bündig. Wenn das Unternehmen keine Box für die Einstellung des Rucksacks besitzt, muss ein begründeter Verdacht zur Kontrolle (der Frage) bzw. zur polizeilichen Kontrolle vorliegen (Kameraaufzeichnung, Hausdetektiv oder Legalbetreuerin).

Lodengrün
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Wenn ich

sehe wie sie oft fahren dann ist das Anhalten notwendig. Das dann in eine Statistik zu gießen und zu bemängeln stellt Zahlen über die Aufgabe.

PiJo
1
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Polizei hält Schwarze überproportional oft an

Wenn schon solche Statisken veröffentlicht werden auch die Statistik der aufgegriffenen Dealer und Strafttäter mit dunkler Hautfarbe im Vergleich zur Mehrheitsbevölkerung bringen.Vieleicht ergibt das auch eine überproportionale Auflistung in Bezug auf Suchtmittelvertrieb
Vieleicht wird noch recherchiert wie viele weibliche und männliche Personen kontrolliert werden, zwecks Quotenregelung.
Was kostet und was bringt die Erstellung solcher Sttisken und wer gibt sie in Auftrag ??

Hildegard11
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Political correctness und....

...racial profiling. Ich kotz mich an. Wer erfindet diesen ganzen Schwachsinn? Ich wähnte mich immer im dt. Sprachraum.

wollanig
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Unfassbar,

wie die armen Menschen hier drangsaliert werden. Wie hässlich, dass man sie zwingt, ihr Leben aufzugeben, um es in diesen üblen Sozialstaaten fristen zu müssen.

zachreinhold
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Hoffnung!!!

Hoffentlich spricht sich das auch in Afrika herum, sie sollten ein großen Bogen um Österreich machen, weil hier werden sie dermaßen diskriminiert, daß kein normales Leben möglich ist. Es wäre eine winwin Situation. Wir sparen uns einen Haufen Geld, und sie können woanders (Afrika) besser leben. Man kann doch einwenig hoffen. Vielleicht kommen andere Ethnien auch noch darauf.....

Lepus52
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Einfach unerträglich,

wenn das die Zuwanderer erfahren, könne es passieren, dass sie Österreich meiden. Es sitzen auch überproportional viele Ausländer auf Kosten der Steuerzahler in Gefängnissen und das geht gar nicht. Schuld sind die Inländer, die nicht in der Lage sind sich anzupassen und auch auffällig werden.

Hapi67
0
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Nichts neues

Racial Profiling ist die neue Wunderwaffe und Schlagwort der Linken um scheinbar ungerechtes Vorgehen von Polizei und Exekutive gegenüber bestimmten Personen und Kulturkreisen darzustellen.
Daraus abgeleitet wird Rassismus, Benachteiligungen, Diffamierungen und ähnliches gegenüber bestimmten Kreisen-folgende Fakten werden gerne übersehen

Im Jahr 2019 waren in Österreich 40,1 Prozent der Tatverdächtigen, 42,8 Prozent der Verurteilten und 57,9 Prozent der neu Inhaftierten Ausländer. Damit lag der Ausländeranteil jeweils deutlich höher als in der Gesamtbevölkerung, wo er im gleichen Jahr etwa 16 Prozent betrug.

Das Österreich trotz des Racial Profiling nach wie vor Wunschdestination und begehrtes Zielland ist, muss also noch andere Ursachen haben.

Vielen Dank

FRED4712
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hmmm....kann es sein,

dass die polizisten bei uns diese Zahlen auch kennen??

schandopr
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Rassismus

Bewusster oder unbewusster Rassismus in Österreich wird immer deutlicher.
Er ist in den alten Köpfen und wird anscheinend durch Beispiel weitergegeben, um nicht zu sagen "weitervererbt". Wirkliche Aufarbeitung des Unrechts aus dem vorigen Jahrhundert ist in vielen Bereichen nicht erkennbar und mit dem Verlust oder der Verdrängung eines religiösen Glaubens, kommen Strömungen zu Tage, die im Laufe der Geschichte immer wieder zu Verfolgungen führten. Es werden bei uns ja nicht nur die Schwarzen sonderbehandelt, auch erkennbare Religionsangehörige belästigt, Emigranten ..., Frauen ...., .....

FRED4712
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thema verfehlt....

die mörderische Verfolgung von diversen Minderheiten vor 80 Jahren hat nicht im Geringsten mit diesem Thema hier zu tun.....damals waren völlig Unschuldige Menschen opfer und wurden zu Millionen getötet,
hier wird ein bestimmter Anteil der Bevölkerung ein wenig öfter von der Polizei kontrolliert.....das tut nicht wirklich weh und stell dir vor, ich wurde als "Weißer" auch schon mehrmals kontrolliert!! und wenn man sich die Zahlen von HAPI67 oben ansieht, dann hat das seine objektive Begründung....nebenbei.....in Europa darf jeder seinen Wohnort selbst wählen, wer sich also hier schlecht behandelt fühlt.....es gibt Flughäfen, Bahnhöfe, Strassen in alle Welt

Popelpeter
2
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Ja hallo!

Haben sich die vielen Migranten, die täglich nach Österreich kommen bzw kommen wollen denn nicht ausführlich informiert wie arg es hier zugeht!!!!

Popelpeter
3
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Also dass

es eine Anhaltestatistik gibt is jetzt neu für mich!? Wer stellt diese auf!?!

Pratter67
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38
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Statistik

Wahrscheinlich die Grünen. Fragen einen und rechnen solange hoch bis die Zahlen für sie passen und sie die Polizei anpatzen können....

ordner5
2
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Mess-Pannen.

Das sind die bestens bekannten über Daumen – Peilungen von grün rot, allerdings dürfte der Daumen zur Zeit der Messungen geschwollen gewesen sein.