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Ignorieren der SchutzmaßnahmenWebsite listet Unternehmen für Impfgegner und Testverweigerer auf

Wirte, Beisl, Geschäfte aber auch Ärzte, die Testnachweise offenbar nicht prüfen, sind auf der Website aufgelistet. Aber bei Nichteinhalten der Schutzmaßnahmen drohen Kundinnen und Kunden bis zu 500 Euro Strafe und Betreiberinnen und Betreiber bis zu 3.600 Euro.

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Biergarten geoeffnet
Wo man auch ohne Testnachweis ein Lokal besuchen kann, steht auf der Website © APA/dpa/Angelika Warmuth
 

Impfgegner haben online ein Branchenverzeichnis gestartet, in dem Anbieter gelistet sind, die "ausdrücklich auf einen Impfnachweis" sowie auf das Vorlegen eines negativen PCR-Tests verzichten. Darunter finden sich auch Ärzte oder Lokale, bei letzteren gelten ab Mittwoch die sogenannten 3G - getestet, genesen oder geimpft - als Eintrittsschlüssel. Eintragen kann sich quasi jeder via Formular.

Aus dem Gesundheitsministerium hieß es, dass die Bundesländer und die lokalen Gesundheitsbehörden im Rahmen der aktuellen Öffnungsverordnung Kontrollen durchführen werden. Die Einhaltung der Schutzmaßnahmen ist verpflichtend. Das Gesundheitsministerium betonte darüber hinaus, dass es sich bei einem Verstoß gegen die Maßnahmen nicht nur um eine unnötige Gefährdung von Mitmenschen handelt, sondern auch um eine Verwaltungsübertretung. Diese sieht für Kundinnen und Kunden bis zu 500 Euro Strafe vor und für Betreiberinnen und Betreiber bis zu 3.600 Euro.

Auch seitens des Innenministeriums hieß es, dass für die Einhaltung der Zutrittskontrollen in Österreich prinzipiell die Gesundheitsbehörden zuständig sind. Die Polizei wird es weiterhin so handhaben, dass via Aufforderung eingeschritten wird - mit Fingerspitzengefühl, sagte ein Sprecher des Ministeriums.

Mehr als 1000 Unternehmen gelistet

Mehr als 1.000 Unternehmen waren am Dienstagnachmittag auf der Seite der Impf- und Testgegner gelistet. Es fanden sich zahlreiche Anbieter, für die kein 3G-Nachweis erforderlich ist, beispielsweise Handwerker oder Tierfuttergeschäfte. Allerdings waren auch mehr als 30 Gastronomiebetriebe angeführt, dazu kamen Sportanbieter, die ab Mittwoch nur von getesteten, von Covid-19-genesenen oder gegen Covid geimpften Personen betreten werden dürfen.

Außerdem fanden sich Ärzte im Verzeichnis. Von der Österreichischen Ärztekammer (ÖAK) hieß es auf APA-Nachfrage, dass jeder einzelne Fall nun geprüft wird. Außerdem wurde darauf hingewiesen, dass jeder die Eintragungen durchführen kann. Gegebenenfalls befasst sich dann der Disziplinarausschuss mit Medizinern, die sich als Gegner der Maßnahmen positionieren.

Über die Website hatte zunächst der "Standard" berichtet. Laut "futurezone.at" hat das Verzeichnis seinen Ursprung in der Schweiz und wird von einer Bewegung betrieben, die sich gegen Coronabeschränkungen richtet.

Kommentare (4)
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Andreas9938
0
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Danke für die Mithilfe

Sinnhaftigkeit der Maßnahmen hin oder her aber viel einfacher kann man es den Behörden dann auch nicht mehr machen xD

dieRealität2020
24
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Unglaublich. Sind hier die Impfgegenr und Gewerbetreibenden noch dicht?

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Die Impfgegner müssen jetzt sehr verzweifelt sein, die Luft ist schon lange Zeit draußen. Man steht hier immer mehr mit dem Rücken zur Wand und im Graben, aus dem sie nicht mehr herauskommen werden. Und jetzt greift man zum Denunziantentum?
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Denkt da niemand nach? Sie veröffentlichen eine Liste von Gesetzesbrecher, d.h. klar und ohne Zweifel Anstiftung zur Verwaltungsübertretung, aber auch Anstiftung zur strafrechtlichen Gemeingefährdung.
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Das muss für einen Strafreferenten ein El Dorado sein. Was mich irritiert das sich für eine derartige Aktion Gewerbetreibende hergeben und Strafen in Kauf nehmen. Denn das ist zweifelsfrei verwaltungsrechtlich und auch strafrechtlich zu ahnden. Kann jeder ordentliche Bürger zur Anzeige bringen. Was man auch tun sollte.

dieRealität2020
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Mehr ist nicht mehr dazu zu sagen.

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Ich hoffe das sich Gewerbetreibende und Gäste nicht, von dieser handvoll aus meiner Sicht schwerst gestörter Provokateure mit einem bereits krankhaften Selbstdarstellung und Geltungsdrang, zu ihrem eigenen Schaden nicht missbrauchen lassen. Diese Verhaltens- und Handlungsweisen sind eher kontraproduktiv als das sie wesentliche Vorteile bringen können. Achtete bitte auf die Einhaltung aller gesetzlicher Bestimmungen.
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Guten Abend Österreich.

Stony8762
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Zeit wird's, dass man diese Klopfer an den Pranger stellt!